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Tiefpreis: Hanvon N516 für 150 Euro

1.4.2010 - von - eReader Kaufen 12 Kommentare

l_04283912Der Hanvon N516 holt sich den Titel “günstigster E-Ink Reader in Deutschland” von Sony zurück: Weltbild hat den Fünf-Zoller auf 149 Euro reduziert, unterbietet damit deutlich die 5″ Konkurrenten Sony Reader Pocket Edition (rd. 185 Euro) und Cybook Opus (200 Euro). Dabei kann der Hanvon N516 nicht nur über den Preis punkten: Anders als der NoFrills-Reader von Sony bringt der Hanvon N516 einen Funktionsumfang mit, der deutlich über “Lesen” hinaus geht.

So können mit dem N516 unter anderem MP3s gehört und sogar über ein eingebautes Mikrofon aufgenommen werden – die Pocket Edition bringt eine solche Funktionalität nicht mit. Beim Sony Reader ist auch der interne Speicherplatz nicht erweiterbar, während dem Hanvon N516 bereits ab Werk eine 2 Gbyte SD-Karte beiliegt; dank SDHC-Support sind bis zu 32 Gbyte Speicherplatz möglich. Auch beim Zubehör haben dich Chinesen nicht gegeizt: Inklusive sind Ledercover, Kopfhörer, USB-Verbindungskabel und sogar ein externes Ladegerät.

n516_3Hierzulande deutlich bekannter als der Hanvon N516 ist das Schwestermodell Hanvon N518, welches es sogar schon auf die Titelseite der Bild-Bundesausgabe schaffte. Wesentliches Differenzierungsmerkmal (neben ein paar zusätzlichen Funktionstasten): Der Hanvon N518 hat einen Wacom-Touchscreen, über den mittels einem magnetischen Eingabestift Notizen und Markierungen vorgenommen werden können. Aktuell 110 Euro Aufpreis scheinen für dieses Funktionsplus aber kaum angemessen.

Ein aktueller deutschsprachiger Erfahrungsbericht zum Hanvon N516 findet sich hier. Gelobt wird die gute Verarbeitung sowie insgesamt das Preis-Leistungsverhältnis, Notenabzüge gibt es für veraltete vorinstallierte Firmware (neue Version) und für den PDF-Viewer. Wer viel mit nativ großformatigen Dokumenten zu tun hat, ist mit einem Fünf-Zoller aber ohnehin generell an der falschen Adresse.

n516_2Der Hanvon N516 ist zum Preis von 150 Euro momentan konkurrenzlos günstig und auf jeden Fall empfehlenswert. Zum gleichen Preis gibt es momentan nur das Ectaco jetBook Lite, das aber “nur” über ein (konstant Strom verbrauchendes) reflektives TFT-Display verfügt. Die Energieaufnahme erfolgt dabei aus vier AA-Batterien, was zumindest Geschmackssache ist. Weiterin unterstützt das jetBook kein Adobe-DRM.

Langsam aber sicher näheren sich eBook Reader damit der 100 Euro Marke, wo die Lesegeräte nach Meinung vieler Experten und Studien erst richtig interessant für ein breites Publikum werden. Der Markteintritt neuer Display-Hersteller als Konkurrenz zum Quasi-Monopolisten PVI/E-Ink wird diesen Trend noch beschleunigen. Aus Kundensicht ebenfalls spannend sind Bundle-Angebote, wie sie unter anderem Trekstor plant: Subventionierte eBook Reader zum Abschluss eines Zeitungsabos könnten auf eine rege Nachfrage stoßen.

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Der Artikel "Tiefpreis: Hanvon N516 für 150 Euro" wurde am 1. April 2010 (Donnerstag) um 13:09 Uhr von geschrieben. Johannes Haupt (Xing / Twitter) ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.

12 Antworten auf Tiefpreis: Hanvon N516 für 150 Euro (zum Thread im Forum)

Xanathon 1. April 2010 um 13:15 Uhr

Ich hab das Ding seit Oktober letzten Jahres und bin sehr zufrieden. Einzige Nachteile IMHO: die Bootdauer und die Tatsache, dass er ganz selten mal abstürzt und nur ein Neustart ihn dann wieder zum Arbeiten animieren kann.

Ansonsten ist er mit den gebotenen Features zu dem Preis unschlagbar. Müsste nur noch lieferbar sein…

Frank 1. April 2010 um 13:20 Uhr

Gerade die Stiftfunktion des N518 wäre für mich aber ein Kaufgrund. Allerdings habt ihr recht, 110 EUR Aufpreis rechtfertigt es nicht…

Scheich Xodox 2. April 2010 um 06:53 Uhr

Die 149 Dollar werden nur ein Einführungspreis sein. Danach wird er teurer. Und von einer Verfügbarkeit in Deutschland wurde leider auch nicht gesagt. Wir müssen uns also wohl noch ein bisschen auf den 6 Zoll Reader für 111 € gedulden.

Scheich Xodox 2. April 2010 um 09:47 Uhr

Ach und was ich noch vergessen habe zu erwähnen… die Dollarpreise werden bei uns wie immer 1:1 in Europreise umgerechnet. Also wird das Gerät bei uns eher 150 Euro kosten, wenn es denn kommt. Die 100 Euro Marke wird wohl leider noch um einiges länger auf sich warten lassen. Was solls ich habe Zeit, bis dahin lese ich Bücher.

Chris 3. April 2010 um 14:19 Uhr

Vergessen sollte man auch nicht, dass zum Dollarpreis die Umsatzsteuer zu addieren ist! Dann kostets ungefähr das gleiche (plus Versandkosten, plus Ärger bei Gewährleistung, plus Probleme mit der Sprachversion …)