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Von Johannes

USA: Kindle Blog-Abos in der Kritik

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amazon_kindle_2_05.jpgIn den USA erfreuen sich Blogs ungleich größerer Beliebtheit als hierzulande. Etliche Blogs zu Gadgets (z.B. Gizmodo, Engadget), Gossip (z.B. Perezhilton), Politik (z.B. Huffingtonpost) und vielen anderen Themenfeldern sind jedermann ein Begriff, ermöglichen ihren Betreibern ein gutes bis sehr gutes Einkommen und werden von “etablierten” Medien wie selbstverständlich zitiert.

Entsprechend ist es nur konsequent, dass Amazon.com seit rund einer Woche  auch Blogs auf den Kindle bringt. Schon jetzt sind zahlreiche Newsfeeds im Volltext für $1-$2 monatlich abonnierbar. Die Daten werden lokal gespeichert, so dass zum Lesen keine Internetverbindung nötig ist. Doch der neue Service stößt nicht überall auf Begeisterung.

amazon_kindle_2_05.jpgAusgerechnet aus der Blogosphäre hagelt es harrsche Kritik. Bemängelt wird etwa die vielfach als unverhältnismäßig empfundenen Nutzungs- und Verwertungsrechte, die Blogger bei der Anmeldung des eigenen Feeds für den Kindle Store dem Anbieter einräumen müssen. So behält sich Amazon.com vor, sämtliche Inhalte an Dritte weiter zu veräußern. Der Autor bekommt zwar 30% von den Abo-Einnahmen, geht bei allen weiteren Transaktionen aber leer aus.  Beispiel: Lässt Amazon.com eine Auswahl interessanter Artikel zu einem Buch zusammen fassen, sieht der Blogger kein Cent von den Verkaufserlösen.

Der Szeneblog Techcrunch musste in diesem Zusammenhang bereits eine weitere unangenehme Erfahrung machen: Jedermann kann einen Blog momentan im Kindle Store momentan als seinen Eigenen ausgeben und an Abos mitverdienen, eine Verifizierung des Nutzers durch Amazon.com findet nicht statt. Dies hat etwa dazu geführt, dass Techcrunch kurze Zeit doppelt im Angebot gelistet war.

Insgesamt sollten sich US-Blogger genau überlegen, ob sie Amazon.com solch weitreichende Rechte zur Nutzung und Weiterverwertung ihrer Daten übertragen wollen. Für deutsche Autoren ist die Thematik momentan noch nicht relevant, obwohl einzelne hiesige Blogger ihre Inhalte bereits auf Amazon.com anbieten. Da das Lesegerät noch nicht in Deutschland zu haben ist (und aufgrund mangelnder 3G-Konnektivität auch als Import nicht sinnvoll nutzbar wäre), können sich Deutsche die Entwicklung aktuell noch problemlos von außen anschauen.

<via millus / hinternet>

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Zugeordnete Tags: Amazon • Amazon Kindle • Kindle Blogs

Der Artikel "USA: Kindle Blog-Abos in der Kritik" wurde am 23. Mai 2009 (Samstag) um 17:50 Uhr von Johannes geschrieben. Johannes Haupt (Xing / Twitter) ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.

3 Kommentare

Was sagst du dazu?



  1. 16. Mai 2012
    07:11 Uhr

    Permalink

    Kindle-Boy schreibt:


    Was Amazon hier abzieht ist eine Frechheit! Aber andere Konzerne machen es ja auch nicht anders… Arme Welt


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