Von Johannes
Kindle 2 Firmware-Update: pdf, Akku, Rotation
Amazon hat ein Firmware-Update für seinen Kindle 2 freigegeben, das bei Spiegel Online nicht ohne Berechtigung als Traum von Gadget-Sammlern bezeichnet wird. Denn die “over the air” weltweit kostenlos auf eBook Reader kommende neue Version 2.3 – Entwicklungszeit laut Amazon: Sechs Monate – bringt eine ganze Reihe sinnvolle Erweiterungen mit.
An erster Stelle ist die lang erwartete native pdf-Unterstützung zu nennen, wie sie das große Schwestermodell Kindle DX bereits vom Start weg an Bord hatte. Kindle 2 Nutzer mussten pdfs bislang erst via (Gratis-)E-Mail an Amazon ins .azw-Format konvertieren lassen, dieser Umweg fällt nun weg.
Weiterhin konnte die Akkulaufzeit bei angeschaltetem 3G-Modul um satte 85% verlängert werden. Sieben statt vier Tage Puste bringt der Wireless-Reader nun mit – wohlgemerkt theoretische Werte und nutzungsabhängig.
Zudem lassen sich Dokumente per Knopfdruck nun auch ins Querformat bringen, was sich etwa für Tabellen und breite Grafiken anbietet. Amazon spricht von einer “manual screen rotation”, in Abgrenzung zu Devices mit Lagesensoren wie dem Cybook Opus.
Wissenswertes zum Firmware Update hat Amazon hier zusammen gestellt, aufgrund der automatischen Übertragung müssen sich Anwender aber eigentlich keine Gedanken machen. Das Prozedere ist vorbildlich, Lesefreunde haben sich selbst an dieser Stelle nicht mit der technischen Seite ihres Kindle 2 zu beschäftigen.
Auch der längst überfällige pdf-Support ist eine gute Sache, kann aber nur ein erster Schritt zur erwarteten Öffnung der Plattform sein. Gerade hierzulande würde die Unterstützung von epub-Dokumenten (möglichst mit DRM) zu einer deutlichen Erweiterung des verfügbaren Angebots und damit zu einem noch größeren Kaufanreiz führen. Vielleicht folgt diese Formaterweiterung im 1. Halbjahr 2010, für das Amazon bereits ein Update für die Unterstützung von Ordnern in Aussicht gestellt hat.
Zum “Automatic Wireless Update” selbst gab es aber auch kritische Stimmen. Das Wallstreet Journal widmete dem Thema Komfort vs. Entscheidungsfreiheit einen ganzen Artikel, rekurrierte auf die noch lange nicht verjährte “1984-Affäre“. Demnach bestände hier auch die Gefahr eines automatischen Downgrades, wenn Amazon sich zum Beispiel für eine Einstellung der Text-To-Speech Funktion entscheidet und sie den Kindle-Nutzern ohne Wahlmöglichkeit wieder “wegnimmt” – sicherlich kein völlig abwegiger Gedanke.
- Amazon Kindle 2 bei amazon.com
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28. Oktober 2010
16:44 Uhr
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paglierie schreibt:
bei dem neuen Kindle DX update 2,5 ist natürlich keine Ordnerfunktion dabei.
Amazon hat es anscheinend nicht nötig auf Kundenwünsche einzugehen.Wenn man 200 Bücher hat ist es fast unmöglich diese zu verwalten.Schade so ist der Kindle DX nichts wert.Jeder poplige MP3 Player hat eine Ordnerfunktion.Wie kann man einen eBookreader ohne Ordnerfunktion auf den Markt bringen