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eBooks ● eReader ● eCommerce

Von Johannes

Neue eBook-App von textunes/Hugendubel

Software

img_0829Das auf Mobile Publishing spezialisierte Startup textunes hat einen dicken Fisch an Land gezogen: Die Buchhandelskette Hugendubel legte Konzeption und Entwicklung ihres iPhone-Auftritts in die Hände des Berliner Unternehmens. Über die gerade erschienene Gratis-App (iTunes-Link) lassen sich auch zahlreiche eBooks shoppen und lesen; die Usability ist Oberklasse.

img_0825688 größtenteils topaktuelle digitale Bücher sind gegenwärtig verfügbar, also nur ein kleiner Teil der über 30.000 eBooks im Sortiment von hugendubel.de (syndiziert von Ciando).  Geordnet werden kann das Angebot nach Publikationsdatum, Genres, Autoren, Titelnamen oder Verlagen, wobei die Anzeige der des iPhone-Adressbuchs entspricht. Vorbildlich ist die Kategorie “eBooks unter fünf Euro”, welche zum Stöbern einlädt.

Zu praktisch allen eBooks sowie gedruckten Titeln gibt es kostenlose Leseproben, die (anders als bei der auch ein halbes Jahr nach dem Release allenfalls halbgaren Libreka-App mit ihrer kaum lesbaren Textanzeige) einen ordentlichen Einblick ins Buch geben. Erst wenn man sich für einen eBook-Kauf entscheidet, kommt man zur Login-/Registrierungsmaske. Letzteres sollte bei Bedarf online vorgenommen werden, weil Hugendubel bei der Abfrage doch relativ datenhungrig ist (Postadresse).

An der Kasse hat man die Wahl zwischen Bankeinzug oder einer Zahlung auf Rechnung – absurder Weise auch bei nur wenigen Cent kostenden eBooks, wo postalische Rechnung und weitere Abwicklungskosten die Transaktion für Hugendubel wahrscheinlich sogar zum Verlustgeschäft machen. (Zum Glück nur) an dieser Stelle wird offensichtlich, dass der Münchner Filialist noch längst nicht alle seine Prozesse auf die Spezifika digitaler Inhalter angepasst hat.

img_0832Nach eBook-Kauf und App-Neustart geht es ans Schmökern. Bei der Anzeige von Comics, (Groschen)romanen und Sachbüchern auf dem iPhone ist textunes im hiesigen komerziellen Sektor einsame Spitze. Während etwa in der txtr App nicht einmal ein Inhaltsverzeichnis aufgerufen werden kann, bietet textunes bzw. Hugendubel vielfältige Navigations- und Anpassungsmöglichkeiten von Schriftvergrößerung bis Bildschirminvertierung (schwarz/weiß, weiß/schwarz).

img_0826Großes Manko der gegenwärtig nur für iPhone/iPod Touch optimierten App (die iPad-Ausführung wird nicht lange auf sich warten lassen) ist die Beschränkung auf das zum Kauf genutzte Lesegerät. Erworbene Literatur wird zwar auch im hugendubel.de Backend angezeigt, lässt sich aber nicht nochmals als “normale” epub-Datei herunterladen und auf PC/Mac oder dediziertem eBook Reader lesen – was bei 0,79 Euro Garfield-Comics oder 1,59 Euro Jerry Cotton eHeftchen noch verzeihlich ist, wird spätestens beim 14,99 Euro Bestseller zum umsatzhemmenden Ärgernis. An dieser Stelle rächt es sich, dass Hugendubel im Web (Ciando) mit einem anderen Content-Partner zusammenarbeitet als bei seinem mobilen Auftritt (textunes).

Amazon mit seinem geschlossenen Multiplattform-Modell oder auch txtr, wo universell nutzbare epub-Files geshoppt werden, sind hier deutlich besser aufgestellt. Für kurzweilige literarische Unterhaltung ist die Hugendubel-App trotzdem auf jeden Fall einen Blick wert; schon das komfortable Schmökern in den zahlreichen Leseproben rechtfertigt eigentlich für jeden Buchfreund den kostenlosen Download.

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Zugeordnete Tags: hugendubel • textunes

Der Artikel "Neue eBook-App von textunes/Hugendubel" wurde am 1. Juni 2010 (Dienstag) um 20:50 Uhr von Johannes geschrieben. Johannes Haupt (Xing / Twitter) ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.

3 Kommentare

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  1. 2. Juni 2010
    18:26 Uhr

    Permalink

    paradoxus schreibt:


    Interessant, offenbar gibt es doch Berliner Firmen, die mehr produzieren können als heiße Luft, viel Geschwätz (txtr) und dümmliche Presseinszenierungen (diese WieheißtesnochmalPad-Macher) :-)

    Was die Rechnung angeht: Sei doch froh, dass die diese kundenfreundliche Regelung auch bei Kleinstbeträgen anbieten! Eine Rechnung muss ja auch nicht zwingend per Post zugehen und das Geld vom Buchhalter nachgezählt werden ;-)



  2. 9. Dezember 2010
    11:27 Uhr

    Permalink

    Gerd Schäfer schreibt:


    Mit meinem Galaxy Tab bin ich mehr als zufrieden, suche aber nun den Lieferanten, der mir die e-books dazu liefert! Wie stellt sich hubendubel dazu?


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  1. eBook-Shop Libreka bald Geschichte? » Debatte » lesen.net


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