10. Dezember 2009 (Donnerstag) - von Johannes
Neue txtr iPhone App unterstützt DRM
Sorgte die txtr GmbH durch eine kurzfristige Hardware-Änderung beim txtr Reader vergangene Woche für große Enttäuschung innerhalb der eBook-Gemeinde, kommen nun mal wieder erfreuliche Neuigkeiten aus Berlin. Gestern Abend gab Apple die Version 2.0 (iTunes-Link) der txtr iPhone-Applikation im App-Store frei.
Wesentliche Neuerung und bislang einmalig auf dem deutschen Markt ist die Unterstützung von Adobe DRM für EPUB- und PDF-Dateien. Damit ist aktuelle deutschsprachige Literatur – von Frank Schätzing bis Wladimir Kaminer – nun endlich auch auf iPhone/iPod Touch konsumierbar.
txtr hat bereits Kooperationsverträge mit allen relevanten deutschen Verlagen geschlossen, entsprechend braucht sich das Angebot im txtr Store drei Monate nach Live-Schaltung nicht hinter Libreka, buch.de & Co. zu verstecken.
Über einen PC/Mac gekaufte eBooks – eine InApp-Purchase Funktion ist noch nicht integriert – werden automatisch mit der iPhone-Application synchronisiert. Infolge einer einmaligen Identifizierung mit Adobe ID (s. Screenshot) werden die geschützten Dateien innerhalb weniger Sekunden aufs iPhone geladen und können recht komfortabel gelesen werden.
Die Anpassungsmöglichkeiten sind zwar im Vergleich zu Stanza äußerst rudimentär, mit einer Textvergrößerung ist aber die wichtigste Funktion an Bord. Konkurrent Libreka hat diesen Bereich deutlich unsauberer gelöst, hier können außerdem nur Textproben angelesen werden.
Auf der 2do-Liste für die nächste iPhone App Version sollte eine Zugriffsmöglichkeit auf den txtr Store stehen; der “Public Domain Bereich” der txtr Plattform ist dagegen bereits integriert, hier kann nach Belieben gesucht und geladen werden. Der spontane Kauf von Bestsellern etwa im Zug über das iPhone wäre nicht nur aus Kundensicht eine schöne Option, auch txtr würde profitieren.
Trotzdem sind die Berliner mit Version 2.0 ihrer iPhone App dem selbst ausgerufenen Projekt “vernetztes Lesen” ein gutes Stück näher gekommen. Am Desktop-Rechner können nun die gleichen Bücher geschmökert werden wie auf dem Notebook, auf dem iPhone und bald auch auf einem dedizierten Lesegerät – das kann sonst nur Amazon, deren deutschsprachiges Angebot nach wie vor äußerst mangelhaft ist. Zudem ist die Kindle-App hierzulande lediglich über Umwege beziehbar.
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Der Artikel "Neue txtr iPhone App unterstützt DRM" wurde am 10. Dezember 2009 (Donnerstag) um 11:45 Uhr von
Johannes geschrieben.
Johannes Haupt ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.
11 Kommentare
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10. Dezember 2009
19:13 Uhr
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James Hunt schreibt:
awesome, die Unterstützung von Adobe DRM für EPUB- und PDF-Dateien.
berlinstartup.de
10. Dezember 2009
20:48 Uhr
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kpernau schreibt:
Ich verstehe nicht, das auf so einen dafür ungenügenden Device (Wozu ich auch andere Handhelds/Smartphones halte wegen Display(größe), Akkulaufzeit, …). Ich habe mit Stanza es wirklich versucht … Wie kann man nur Romane auf dem iPhone lesen? Ewig blättern bei großer, angenehmer Schrift und wenn es spannend wird ist der Saft weg.
Ja, es ist hipp. Aber kann das Geld für eine solche Entwicklung nicht anders (besser) genutz werden?
10. Dezember 2009
20:58 Uhr
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Johannes schreibt:
Also für iphony-only würde ich auch kein Geld für’n eBook ausgeben, aus den von dir genannten Gründen. Aber als Ergänzung für Reisen, wo der eBook Reader nicht mehr in die Tasche platzt -> warum nicht.
Ciao
Johannes
28. Januar 2010
17:53 Uhr
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Thomas Wenzel schreibt:
Mein DRM geschützes “Tod im Sommerhaus” kann ich auf mit der Version 2.0.1 nicht lesen – wer braucht eigentlich DRM?