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eBook Reader: Bunt wenig beliebt

15.2.2010 - von - Debatte Topnews Kommentar schreiben

Überblickt man die deutsche eBook Reader Landschaft, dominieren immer noch die eher gedeckteren Colorierungen. Mit Ausnahme des (stationär nicht erhältlichen) Cool-er Reader, den es in ganzen acht verschiedenen Farben gibt, kommen die meisten Modelle unbunt (schwarz, grau, weiss) daher. Damit scheinen die Hersteller durchaus den richtigen Riecher zu haben: Denn auch wenn die Auswahl größer ist, greifen deutsche Lesefreunde zumeist zu Dezentem.

Das ukranische Unternehmen Pocketbook, die in ihrer Heimat momentan ein Filialnetz aufziehen, haben hierzulande ihren Sechs-Zoller Pocketbook 301+ probeweise auch in pink und gelb/gräün ins Sortiment genommen – mit bislang bescheidenem Erfolg. “Bunte EBook Reader verkaufen sich entgegen der Erwartungen sehr schlecht”, so ein Sales-Manager von Pocketbook-Distributor Silkit (my-ebook-reader.de) zu uns. “In Rußland und in der Ukraine sind die zwei “Bunten” populärer, vor allem natürlich unter jungen Käufern.”

rd2_5_jolt_mAuch bei Sony, die schon den PRS-700 in Übersee rot und dunkelblau lackiert verkauften, scheinen bunte Modelle bislang eher wenig gefragt zu sein. “Rot war vor allem im Weihnachtsgeschäft eine beliebte Farbe”, heißt es von Sony Deutschland auf Anfrage von lesen.net. Mit rotem Gehäuse ist die Sony Reader Touch Edition seit Dezember exklusiv bei MediaMarkt/Saturn und im Sony Online-Shop zu haben – gerne als Geschenk genommen, ist die originäre Nachfrage nach dem Modell offenbar überschaubar.

Die meistverkaufte Ausführung vom PRS-600 bei sonystyle.de ist klassisch silber lackiert – also in dem Farbton, der noch beim PRS-505 hierzulande alternativlos angeboten wurde. “Etwas schwächer” verkauft sich die Sony Reader Touch Edition in schwarz, erst an 3. Stelle folgt das rote Modell. Zu sehen sind diese Zahlen freilich vor dem Hintergrund des Kostenpunkts von 300 Euro für das Lesegerät, welches sich zudem primär an professionelle Anwender richtet (allerdings von Sony durchaus auch in Studentenhand gesehen wird). Für die Sony Reader Pocket Edition, welche mit 200 Euro auch für eine weniger zahlungskräftigere (=jüngere) Nutzergruppe erschwinglich ist, könnte die Verteilung schon ein bisschen anders ausschauen. Dass digitale Lesegeräte der aktuellen Generation schlicht noch keine Livestyle-Produkte wie MP3-Player von Apple sind, wird sich aber auch hier wiederum in der Farbwahl ausdrücken.

“Unbunt” bedeutet dabei allerdings nicht “unindividuell”: Verschiedenartige Cover und Aufkleber verleihen vielen Lesegeräten dann doch noch eine starke persönliche Note. Beliebt sind hier auch individuelle Gravuren: Sony offeriert kostenlos 2×37 Zeichen auf der PRS-600 Gehäusefront. Die Nachfrage kann sich gemäß einer Konzernsprecherin sehen lassen: “Von allen im Sony Style (Online) gekauften Readern wurde fast die Hälfte mit Gravur bestellt.”

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Der Artikel "eBook Reader: Bunt wenig beliebt" wurde am 15. Februar 2010 (Montag) um 8:04 Uhr von geschrieben. Johannes Haupt (Xing / Twitter) ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.

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