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Antiquarische Bücher verkaufen: Wertermittlung & die besten Ankäufer

Antiquarische & alte Bücher verkaufen

Die Zahl der Antiquare vor Ort hat in den letzten Jahren drastisch abgenommen, und die boomenden Bücher-Ankaufdienste fokussieren sich auf aktuelle Gebraucht-Bücher. Wohin also mit alten Schätzen aus dem Regal, aus der Kiste vom Speicher oder von Wohnungsauflösungen? Wir sagen, was beim Verkauf alter und antiquarischer Bücher zu beachten ist und wo du das meiste Geld bekommst.

Noch vor nicht allzu langer Zeit führte beim Verkauf antiquarischer Bücher der erste Weg zum Antiquariat vor Ort. Die Zahl dieser zumeist kleinen Buch-Gebrauchthändler ist im Zuge von Marktkonzentration, Druck durch Filialisten (Thalia, Hugendubel & Co.) und natürlich durch den Internet-Handel allerdings stark rückläufig. Die verbliebenen Antiquariate sind beim Ankauf zumeist sehr wählerisch und zahlen auch nicht immer die besten Preise, nicht zuletzt weil über den Stadtteilladen naturgemäß nur eine sehr begrenzte Zielgruppe erreicht wird und der Händler auch selbst noch mitverdienen wollen.

Alte Bücher online verkaufen

Lager von Buch-Ankäufer Momox

Gebrauchte Bücher werden inzwischen weit überwiegend über das Internet verkauft, wobei sich insbesondere professionelle Ankauf-Dienste großer Beliebtheit erfreuen. Anbieter wie Momox und Rebuy punkten beim Bücher verkaufen vor allem mit dem Komfort: Selbst größere Sammlungen gebrauchter Bücher lassen sich schnell und unkompliziert zu Geld machen. Die zu verkaufenden Titel werden auf einmal und in einem Paket an den Ankäufer versendet (der die Versandkosten dafür übernimmt), nach einer kurzen Prüfung erfolgt die Überweisung der Ankaufsumme aufs eigene Bankkonto. Der Preis pro angekauftem Buch ist dabei zwar meist nicht ganz so hoch wie bei einem Einzelverkauf gebrauchter Bücher über ebay oder den Amazon-Marktplatz, dafür ist der organisatorische und logistische Aufwand erheblich geringer und man muss sich keine Gedanken um Versandkosten und dergleichen machen.

Für den Verkauf alter und antiquarischer Bücher sind diese Ankaufdienste allerdings nicht geeignet. Zum einen nutzen Momox, Rebuy & Co. die internationale Standard-Buchnummer, kurz ISBN, zur Identifizierung der angebotenen Bücher sowie der jeweiligen Ausgabe (Hardcover, Paperback, Taschenbuch). Das ISBN-System wurde in Deutschland allerdings erst im Jahr 1972 eingeführt, alte und antiquarische Bücher haben keine ISBN und werden somit auch nicht von den großen Ankauf-Diensten angekauft. Zum anderen handeln die großen Buch-Ankäufer ohnehin nur mit stark nachgefragten Büchern, weil die Anbieter die angekauften Bücher möglichst schnell und gewinnbringend wieder verkaufen wollen (über Online-Marktplätze und eigene Online-Shops). Faustregel: Hoher aktueller Verkaufspreis gleich hoher Ankaufpreis. Alte und seltene Bücher, an denen vergleichsweise wenige Sammler und Liebhaber Interesse haben – dann aber sehr große Summen zu zahlen bereit sind -, fallen hier naturgemäß durchs Raster. Ein Extrem-Beispiel: Eine gut erhaltene Hunderte Jahre alte Bibel-Ausgabe wäre den Ankaufdiensten selbst mit ISBN nur wenige Cent wert, dabei beträgt der reale Wert hier leicht mehrere Hundert Euro.

Wertermittlung für antiquarische Bücher

Wertermittlung alter Bücher: Dieser “Faust”-Prachtband kostet 590 Euro

Nicht jeder verstaubte Schmöker aus der Kiste in der hintersten Kellerecke ist kostbar. Viele alte Bücher sind einfach nur alt und gehören eher ins Altpapier als in die Auslage eines (Online-)Antiquariats.

Den Handelswert eines alten Buches bestimmen eine ganze Reihe von Faktoren. Die wesentlichen Parameter bei der Wertermittlung von antiquarischen Büchern sind

  • Alter und Seltenheit. Auch ein millionenfach gedrucktes Buch aus der Weimarer Republik kann unter Umständen einen hohen Wert haben. Eine Lutherbibel aus dem 18 Jahrhundert mit naturgemäß stark limitierter Auflage wird aber mit großer Wahrscheinlichkeit einen ungleich höheren Verkaufspreis erzielen. Ein wichtiges Kriterium ist es in diesem Zusammenhang auch, ob es sich um eine Originalausgabe handelt, die vielleicht sogar vom Autor signiert ist. 
  • Zustand. Gerade an richtig alten Büchern hat der Zahn der Zeit häufig leider kräftig gefressen. Die Seiten sind fleckig und teilweise mit Notizen versehen, der Schutzumschlag eingerissen, die Bindung brüchig. Einige Alterserscheinungen können Restauratoren – und kann man auch selbst mit entsprechendem Knowhow – mildern, an die Wertigkeit einer pfleglich aufbewahrten Ausgabe kommt ein solches Buch aber nicht mehr heran. 
  • Ausstattung und Handwerkskunst. Bei modernem Antiquariat – sprich: aktuellen Gebrauchtbüchern – ist der Ankaufpreis wesentlich abhängig von der Buch-Form, für eine gebundene Ausgabe wird in der Regel deutlich mehr Geld bezahlt als für ein Taschenbuch mit gleichem Inhalt. Das ist bei antiquarischen Büchern natürlich nicht anders: Lose zusammengehaltenes dünnes Papier ist wesentlich weniger wert als aufwändig gebundene und vielleicht sogar händisch illustrierte Werke, bei denen die Buchdrucker ihre gesamtes Können unter Beweis gestellt habe. 
  • Herkunft und Bedeutung. Das teuerste Buch aller Zeiten ist der Codex Leicester von Leonardo da Vinci, der 1994 für 30 Millionen US-Dollar an Bill Gates verkauft wurde. 2005 erzielte die Magna Carta (die originale Fassung aus dem Jahr 1215) bei einer Versteigerung eine Verkaufssumme von 21 Millionen US-Dollar. Zwei zweifellos besondere Beispiele, die aber gut verdeutlichen, dass auch der Wert eines Buches mit seiner Herkunft und seiner historischen Bedeutung steht und fällt. Große und bis heute nachhallende Werke bedeutsamer Autoren sind deutlich werthaltiger als “leichte” Texte längst vergessener Schriftsteller.

Antiquarische Bücher verkaufen beim Online-Antiquariat 

Buch-Auktion bei Catawiki

Wie bei aktuellen gebrauchten Büchern sind auch bei antiquarischen Büchern Online-Plattformen eine gute erste Anlaufstelle für die Wertermittlung und auch für den anschließenden Verkauf. Die Vorteile liegen auf der Hand: Anders als beim Antiquariat um die Ecke ist die Zielgruppe bei einem Online-Antiquar potenziell weltweit, was gerade bei seltener nachgefragten Sammlerstücken erhebliche Auswirkungen auf die erzielbaren Verkaufspreise hat.

In den letzten Jahren hat sich der holländische Anbieter Catawiki als führendes Online-Antiquariat etabliert. Die Plattform wird weltweit von mehr als 14 Millionen Menschen monatlich besucht, die aus mehr als 50.000 unterschiedlichen außergewöhnlichen Objekten auswählen können – neben antiquarischen Büchern zählt dazu etwa auch alter Schmuck. Die Experten von Catawiki helfen auch bei der Wertermittlung, die Registrierung und das Angebot der eigenen Buchschätze sind kostenlos. Nur wenn es zu einer Online-Auktion und zu einem Verkauf kommt, fällt eine Vermittlungsgebühr in Höhe von rund 15 Prozent der Verkaufssumme an. 

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