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Alternative zu Audible: Hörbücher-Flatrate BookBeat kommt nach Deutschland

Unbegrenzter Hörgenuss zum monatlichen Fixpreis: Was Hörbuch-Platzhirsch Audible – noch – nicht anbietet, hat BookBeat schon vom ersten Tag an im Programm. Der Katalog der Ausgründung eines großen Verlagskonzern kann sich schon jetzt sehen lassen, allerdings positioniert sich BookBeat derzeit noch etwas zwischen den Stühlen.

BookBeat: 15 Euro monatlich für echte Hörbuch-Flatrate

Im Anschluss an einen zweiwöchigen Testzeitraum kostet BookBeat 14,90 Euro pro Monat. Das bedeutet gut 50 Prozent Aufpreis zum klaren Deutschland-Marktführer Audible. Anders als bei der Amazon-Tochter – und beim “Hörbuch-Abo” von Thalia – ist bei BookBeat zum Monatspreis allerdings nicht nur ein einziger Titel inklusive, sondern der komplette Katalog aus “mehreren Tausend” Hörbüchern. 

BookBeat, eine Tochter der internationalen Verlagsgruppe Bonnier (in Deutschland unter anderem Ullstein, Piper, Carlsen), startete bereits im Herbst 2015 auf dem Heimatmarkt Schweden. Seither kam unter anderem Großbritannien dazu, nun erfolgte der Start in Deutschland. Für die Wiedergabe der Hörbücher und Hörspiele stehen Android- und iOS-Apps bereit, neben Streaming ist auch eine Offline-Wiedergabe möglich.

Aktuell schwerer Stand zwischen Spotify und Audible

Das Angebot an Hörbüchern in deutscher Sprache bei BookBeat ist angesichts des gerade erst erfolgten Starts durchaus beachtlich, allerdings alles andere als exklusiv. Wir haben stichpunktartig die ersten fünf “Bestseller Romane” bei BookBeat im Katalog von Streaming-Marktführer Spotify gesucht: Alle fünf Titel gibt es auch dort. Und bei Spotify, Napster & Co sind neben mehreren Tausend Hörbüchern auch noch Millionen Musikdateien inklusive, die Streaming-Angebote kosten weniger (meist 10 Euro monatlich) oder werbefinanziert sogar gar nichts. Warum dann noch Geld für eine extra Hörbuch-Flatrate mit zumindest weitestgehend gleichem Sortiment ausgeben?

Auf der anderen Seite steht Audible mit seinen zahlreichen selbstproduzierten ungekürzten Lesungen. Das ist ein starkes Alleinstellungsmerkmal, gegen das BookBeat aktuell wenig entgegenzusetzen hat. Das Potenzial des neuen Anbieters ist aber groß, schon bedingt durch die Eigentümerstruktur. Vielleicht wird BookBeat ja “die Hörbuch-Flatrate der Buchbranche” als Pendant zur eBook Flatrate Skoobe, die neben den eBooks der Gemeinschaftseigner Random House und Holzbrinck auch von Hunderten anderen Verlagen als Gegenentwurf zu Kindle Unlimited unterstützt wird.

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Kommentare


Axel H. 28. September 2017 um 20:21

Das kostenlose Spotify erlaubt nur "Shuffle"-Abspielen, so dass das geordnete Hören eines Audiobooks mit 300 Einzeltracks beim kostenlosen Spotify ein extrem mühevolles Unterfangen sein dürfte

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Domic 29. September 2017 um 08:45

Sehr interessant! Ich bin ja seit Jahren überzeugte Audible-Nutzerin und habe (bisher) kein Spotify – aber vielleicht sollte ich mal einen Blick auf deren Hörbuch-Angebot werfen? Für das Musikstreaming lohnt sich das für mich nicht, da reicht mir Radio. Und statt eBook Flatrate nutze ich lieber die Onleihe meiner lokalen Bibo und der von Zella-Mehlis (danke für den Tipp aus dem lesen.net-Forum!). Da ist das Angebot für meine Zwecke ausreichend, und vor allem unschlagbar günstig! Aber ich werde mir dieses BookBeat definitiv auch mal anschauen und im Auge behalten. Vielen Dank für den Tipp!

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