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Hörbücher unterwegs ohne Datenverbrauch: Telekom StreamOn integriert Audible

Anders als eBooks nehmen Hörbücher viel Speicherplatz und damit auch Volumen bei der Datenübertragung in Anspruch, bei ungekürzten Lesungen in guter Qualität können schon einmal mehrere Gigabyte pro Geschichte anfallen. Damit dem mobilen Hörgenuss nicht das zumeist knapp bemessene Datenvolumen im Weg steht, haben Telekom-Kunden ab sofort in vielen Tarifen eine “Audible-Flatrate” inklusive – für lau.  

In den Optionen StreamOn Music und Video bündelt Telekom eine ganze Reihe Dienste, deren Datenverbauch nicht vom Inklusivvolumen des jeweiligen Tarifs abgezogen wird. Zu StreamOn Music zählten bislang etwa die Streaming-Anbieter Apple Music, Spotify, Soundcloud sowie die Amazon-Dienste Music Unlimited und Prime Music (bei Amazon Prime inklusive). Bei StreamOn Music sind auch noch Anbieter wie Sky, Amazon Prime Video und Netflix dabei.

Datenersparnis macht Audible attraktiver (als Konkurrenz)

Zum 2. Oktober fügte die Telekom einige weitere Anbieter zu StreamOn Music hinzu, darunter den Hörbuch-Marktführer Audible (30 Tage kostenlos testen). Damit können Telekom-Mobilfunkkunden nun auch die Lesungen der Amazon-Tochter unterwegs nutzen, ohne sich Sorgen ums Datenvolumen machen zu müssen.

Denn zwar fallen bei Audio-Streaming bei weiterem nicht so viele Daten an wie etwa bei HD-Videomaterial- Gerade Viel-Hörer werden ihr häufig knapp bemessener Datenvolumen in der Vergangenheit aber massiv mit Audible belastet haben. Grob lässt sich mit einem Megabyte pro Hörminute rechnen – bei den für Audible charakteristischen ungekürzten Hörbüchern mit Spieldauern von 20 Stunden und mehr kommt da schnell einiges zusammen.

StreamOn Music ist derzeit ausschließlich als kostenlose Inklusiv-Option verfügbar, und war ab dem Tarif MagentaMobil M respektive dem Tarif MagentaMobil S für junge Menschen. Es ist wahrscheinlich, dass die Telekom ihre StreamOn-Optionen künftig auch kostenpflichtig für “kleinere” Tarife verfügbar macht.

Kritikwürdiges Modell, aber wohl die Zukunft

Weil durch eine solche Option nicht mehr alle Plattform-Anbieter beziehungsweise deren Daten gleich behandelt werden, erhält die Telekom (und Vodafone, die eine gleichartige Option haben) derzeit einigen Gegenwind von Verfechtern der sogenannten Netzneutralität. Selbst die Bundesnetzagentur rügte gerade erst die Ausgestaltung der Option, bestätigte allerdings im gleichen Atemzug ihre grundsätzliche Rechtmäßigkeit.

Und tatsächlich sind Audible-Rivalen wie das Thalia Hörbuch-Abo oder auch die gerade erst gestartete Plattform BookBeat für Telekom-Vertragskunden mit StreamOn-Option objektiv weniger attraktiv, weil für deren Nutzung eben schon geldwertes Inklusivvolumen anfällt. Rechtlich scheinen solche Optionen aber zulässig zu sein und werden in Zukunft sicher gehäuft angeboten, bieten sie Mobilfunkunternehmen doch die Möglichkeit, gleich doppelt zu verdienen (am Kunden und am “bevorteilten” Plattform-Betreiber). 

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