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Neuer Sony DPT-CP1: 10,3 Zoll bei nur 240 Gramm

Aus dem Endkundengeschäft mit dedizierten Lesegeräten hat sich Sony zwar schon Mitte 2014 zurückgezogen, die DPT-Modellreihe mit professioneller E-Reading-Hardware wurde in den letzten Jahren aber fortgeführt. Der jetzt vorgestellte Sony DPT-CP1 hat dabei auch ein großes Potenzial weit über geschäftliche Anwendungen hinaus. Allerdings gibt es Wermutstropfen.

Wurden die bisherigen Sony-XL-Lesegeräte Sony DPT-S1 (2013) und Sony DPT-RP1 (2017) mit 13,3-Zoll-Displays zur nativen Darstellung von DinA4-Seiten bestückt, hat der neue Sony DPT-CP1 das klassische Tablet-Format. Auf das 10,3-Zoll-E-Ink-Display (1404×1872px) des DPT-CP1 passt entsprechend zwar deutlich weniger Inhalt als bei den Modellgeschwistern, dafür fällt es kompakter aus. Deutlich kompakter.

Sony DPT-CP1: Extrem kompakter Formfaktor

Sony DPT-CP1

Das Sony DPT-CP1 ist gerade einmal 5.9mm dünn – und zwar durchgehend, anders als der Kindle Oasis 2 (3,4mm an seiner dünnsten Stelle) ist das Gerät nicht keilförmig gebaut. Aktuelle beliebte eBook Reader wie der Kindle Paperwhite 3 (9,1mm) und der Tolino Vision 4 HD (8,2mm) muten im Vergleich geradezu klobig an.

Noch beeindruckender als die Dicke ist allerdings das Gewicht des Sony DPT-CP1. Gerade einmal 240 Gramm weist Sony für den Zehn-Zoller aus. Genauso große Tablets wiegen glatt doppelt so viel (iPad (2018): 469 Gramm), und selbst viele Sechs-Zoll-Lesegeräte fallen nicht viel leichter aus (Kindle Paperwhite 3: 205 Gramm). Auch der wohl direkteste Konkurrent des Sony DPT-CP1, das E-Ink-Tablet Remarkable, bringt bei identischem Display 350 Gramm auf die Waage, also deutlich spürbare rund 50 Prozent mehr.

Reines PDF-Lese- und Schreib-Gerät

Eingaben nimmt der Sony DPT-CP1 wie gehabt über den beiliegenden Stylus an. Wie auch die beiden bisherigen DPT-Modelle kommt auch der Sony DPT-CP1 – leider – ausschließlich mit pdf-Dateien zurecht, die im 16 Gbyte großen Speicherplatz abgelegt werden können. Neben WLAN ist auch Bluetooth an Bord, Sony stellt eigene Desktop- und Mobile-Apps für einen unkomplizierten Dateiaustausch zwischen dem E-Ink-Gerät und sonstiger Hardware bereit.

Der Sony DPT-CP1 wird ab Juni in Japan erhältlich sein und laut Sony “unter 70.000 Yen” kosten (530 Euro). Das hauseigene Schwestermodell Sony DPT-RP1 kostet umgerechnet 570 Euro, das Schreib-Tablet ReMarkable ist inzwischen für 499 Euro zu bekommen (Einführungspreis waren 599 Euro).

Erfolg von Remarkable sorgt für Nachahmer

Sony DPT-CP1 von hinten

Mit seinem kompakten Formfaktor ist das Sony DPT-CP1 sicherlich das massenkompatibelste XL-Gerät von Sony und kann schon fast als kleiner Schritt zurück in den Endkundenbereich gesehen werden. Der außerordentliche Erfolg des kleinen norwegischen Startups Remarkable dürfte auch dem E-Reading-Pionier Sony nicht entgangen sein, der mit seinem Sony DPT-CP1 ganz offensichtlich ein Stück vom Schreib-Tablet-Kuchen abhaben möchte.

In Deutschland nur als Import – vorerst?

Bleibt für deutsche Interessierte das Problem der Verfügbarkeit. Während Sony den Sony DPT-RP1 in den USA inzwischen auf breiter Basis verkauft (unter anderem bei Amazon.com, wo es auch viele spannende Anwenderberichte gibt), ist das Gerät hierzulande nur als Import und mit entsprechenden Mehrkosten zu bekommen. Vielleicht beschreitet Sony angesichts der besonders breiten Zielgruppe ja mit dem CP1 doch noch den Weg der DPT-Produktlinie nach Deutschland – was neben der Distribution auch eine Lokalisierung der Bedienoberfläche beinhalten würde – und sorgt damit für weitere Belebung im Bereich der XL-Lese- und Schreibgeräte. 

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