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Tolino Epos angefasst: Neues 7,8″ Lesegerät mit 300ppi-E-Ink-Display und Blaulichtfilter [+Video]

Der erste eBook Reader der Tolino-Allianz mit einer Bildschirmdiagonale von mehr als 6 Zoll ist da. Der Tolino Epos hat ein 7,8″ E-Ink-Carta-Panel, auf dem beeindruckende 1872x1404px Bildpunkte Platz finden (300ppi). Im Tolino Epos steckt damit das gleiche Panel wie im “One” von vom neuen Tolino-Technologie-Partner Kobo, von dem sich das Gerät ansonsten allerdings bemerkenswert deutlich unterscheidet.

Wie beim Sechs-Zoll-Topmodell Tolino Vision 4 HD ist die Oberfläche des Epos plan, und wie beim Vision 4 HD verfügt auch der 7,8-Zoller über einen Blaulichtfilter für angenehmeres Lesen in den Abendstunden. Die Farbtemperatur der integrierten Beleuchtung wird wahlweise automatisch oder manuell reguliert.

Äußerlich ein typischer Tolino im XL-Format

Tolino Epos mit Blaulichtfilter

Auch sonst handelt es sich um einen äußerlich wie innerlich “klassischen” Tolino mit der gleichen Firmware, die auch auf allen anderen Geräten zum Einsatz kommt. Mit seinem charakteristischen Home-Button auf der Vorderseite, dem Anschaltknopf oben und einer glatten Rückseite unterscheidet sich der Tolino Epos äußerlich deutlich vom Kobo Aura One (kein Home-Button, Anschaltknopf hinten, geriffelte Rückseite).

Weil der Kobo Aura One ohne Home-Taste auskommt, ist er außerdem – sichtbare – anderthalb Zentimeter kürzer, außerdem etwas schmaler, 1,3mm dünner und beachtliche 30 Gramm leichter. Ansonsten sind die technischen Daten gleich: 7,8″ 300ppi-E-Ink-Carta-Panel mit Blaulichtfilter, wasserdicht durch Nano-Versiegelung,  8 Gybte interner Speicherplatz ohne Erweiterungsmöglichkeit, “wochenlange” Akkulaufzeit.

Der Tolino Epos kommt Ende Oktober in den Handel. Wie immer macht jeder Tolino-Partner seine eigenen Preise (schon kartellrechtsbedingt), die wie immer aber nicht weit voneinander entfernt liegen werden. Der Grundpreis liegt bei 250 Euro, beim größten Tolino-Alliierten Thalia kostet das Gerät im Vorverkauf 230 Euro

Tolino Vision 4 HD, Tolino Epos, Kobo Aura One (von links)

Mit seinem 7,8-Zoll-Display bietet der Tolino Epos 70 Prozent mehr Bildschirmfläche als die bisherig ausschließlich von der Allianz erhältlichen Sechs-Zoll-Geräte. Das ist eine echte Innovation innerhalb der Produktfamilie, allerdings nicht darüber hinaus – der erste Kobo Aura H2O, der erste eBook Reader mit einem wirklich guten XL-Panel (6,8 Zoll, 265ppi), feiert in diesen Tagen seinen dritten Geburtstag, und der Kobo Aura One ist auch schon ein Jahr alt.

Tolino Epos: Tausch von Bildschirmfläche gegen Handlichkeit und Mobilität

Gleichwohl wird der Tolino Epos das erste großformatige E-Ink-Lesegerät mit einer wirklich breiten Präsenz im stationären Handel – und dürfte hier einige Lesefreunde für sich begeistern können, glaubt man den wiederholten Bekundungen von Kobo-Managern, man sei sehr zufrieden mit den Verkäufen der hauseigenen XL-Lesegeräte. Letztlich handelt es sich um einen Tausch von deutlich mehr Bildschirmfläche (=weniger häufiges Blättern respektive größere Schrift bei genauso viel Text) gegen etwas weniger Mobilität und Handlichkeit. Den einen optimalen Sweet Spot für jeden Nutzungszweck gibt es bei der Gehäusegröße sicherlich nicht – umso besser, dass Lesefreunde jetzt etwas mehr Auswahl haben.

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Kommentare


matthias 11. Oktober 2017 um 11:33

hast du auch (gehäuse-)maße, die deutschland-/europa-kompatibel sind? die zoll-angaben kann ich mir immer so überhaupt nicht vorstellen …

Antworten

Martina Schein 11. Oktober 2017 um 11:53

Das kann man doch ganz leicht ausrechnen.
1 Zoll = 2,54 cm
6 Zoll = 15,24 cm
7,8 Zoll = 19,81 cm

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matthias 11. Oktober 2017 um 12:05

klar, kann man ;-)
aber warum schreibt man nicht gleich "knapp 20 cm"? (abgesehen davon ist die bildschirmdiagonale eh’ so ein blödsinniger wert, sinnvoller wäre doch höhe x breite – oder von mir aus auch ergänzend der winkel der diagonale …)

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Martina Schein 11. Oktober 2017 um 12:19

Bei mobilen Gadgets haben sich einerseits Zoll-Angaben auch hier im deutschsprachigen Raum durchgesetzt, zudem wird fast immer von der Bildschirmdiagonale gesprochen, sogar bei TVs. Bei den Geräten findet man – wenn überhaupt – höchstens die Gesamthöhe und -breite.

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Johannes Haupt 11. Oktober 2017 um 12:45

Das ist allgemeine Norm und bei TVs ("55 Zoll"), Notebooks (“14 Zoll”), Smartphones & Co genauso.

Ciao
Johannes

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Verena 11. Oktober 2017 um 18:24

Welches ist denn der derzeit beste e reader für das Studium, wenn man PDF Dokumente, Artikel und Lehrbücher mit Abbildungen und Tabellen etc. Lesen möchte ?

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fghh 11. Oktober 2017 um 18:52

@Verena: in Deutschland der Onyx Max Carta.

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Oliver 11. Oktober 2017 um 19:36

Ernsthaft: Keiner. Nimm ein "richtiges" Tablet oder Convertible mit ausreichend Leistungsreserven für PDF’s. Da wird einfach Prozessorpower benötigt.

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Fgh 12. Oktober 2017 um 11:39

@Oliver: auf eine Frage nach dem *derzeit* besten *ereader* für den benannten Zweck kann man nicht einfach "keiner" antworten. Wenn man dann noch die Prozessorleistung anführt, muss zumindest Sonys DPT-RP1 Erwähnung finden, der leider derzeit in Europa nicht vermarktet wird, jedoch aber auch seine eigenen Schwächen durch den Verzicht auf einige Funktionen hat, die das Vorgängermodell DPT-S1 noch besaß (das aber wiederum mit eher schwacher Hardware daherkam). Bleibt zu hoffen, dass das nächste Modell die Stärken der beiden Vorgängergeräte aufweist, wobei ich mir da bei Sony leider wenig Hoffnung mache.

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Pesche 13. Oktober 2017 um 18:19

Ich kann Oliver aber nur zustimmen bzw. von der Verwendung eines E-readers zum Lesen und Annotieren von pdfs abraten. Das hatte ich früher versucht und bin nicht glücklich geworden. Ok, es war ein alter Sony PRS-T1, inzwischen haben die Geräte bestimmt mehr Leistung – aber nicht so viel wie ein Tablet und vor allem auch kein Farbdisplay. Letzteres macht bei Fachliteratur mit farbigen Diagrammen durchaus Sinn und bietet auch beim "Anstreichen" mehr Möglichkeiten. Aktuell nutze ich ein Lenovo Yoga Book (Android) und bin damit abgesehen von ein paar Kinderkrankheiten sehr zufrieden – besonders auch mit der Stifteingabe. Zum Arbeiten nutze ich die hervorragende App "Xodo". Zum reinen Lesen von E-books nutze ich selbstverständlich noch immer einen E-reader.

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