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Audible – Test & Erfahrungen in 2017

Audible – Test und Erfahrungen in 2017

Die Amazon-Tochter Audible ist klarer Marktführer für Hörbücher in Deutschland. Das Angebot umfasst mehr als 200.000 Titel, darunter zahlreiche exklusiven ungekürzten Lesungen, und bietet verschiedene Tarife mit teilweise erheblichen Preisvorteilen. Wir haben Audible getestet und sagen, ob sich ein Audible-Abo lohnt und was Interessierte bei der Wiedergabe zu beachten haben.

Audible (deutsch: “hörbar”) ging in Deutschland erst im Jahr 2004 an den Start, also vergleichsweise spät. Dass sich das 100%ige Tochterunternehmen von Amazon dennoch innerhalb kurzer Zeit zur klaren Nummer 1 aufsteigen konnte, ist einer Mischung aus ausgezeichnetem Sortiment, einfacher Bedienung nebst komfortablen Apps und einer attraktiven wie simplen Preisstruktur zu verdanken.

Sortiment und Tarife von Audible

Das konkurrenzlos große Sortiment von Audible – inzwischen sind mehr als 200.000 Hörbücher verfügbar – setzt sich zusammen aus Verlagstiteln und aus hochwertigen Eigenproduktionen, die es ausschließlich bei Audible gibt. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um ungekürzte Lesungen beliebter Romane. Während es den Ken-Follett-Schmöker “Sturz der Titanen” etwa bei Thalia etwa nur als rund 15 Stunden lange gekürzte Lesung gibt, ist der Titel bei Audible – und zwar nur dort – in einer mehr als 37 Stunden langen ungekürzten Version verfügbar.

Nutzbar ist Audible auf zwei verschiedene Arten, einmal als klassischer Online-Shop mit einer fixen Bezahlung pro Titel und einmal als Abo-Angebot. Im so genannten Flex-Abo ist nach einer gratis Testphase für derzeit 9,95 Euro monatlich ein Hörbuch inklusive, das aus dem kompletten Sortiment ausgewählt werden kann. Bei regulären Hörbuch-Preisen von häufig über 20 Euro ergeben sich im Flex-Abo erhebliche Einsparungen. 

Nicht genutztes Guthaben verfällt während der Laufzeit des Flexi-Abo nicht. Heißt: Laden sich Abo-Kunden in einem Monat kein Hörbuch herunter, können sie im nächsten Monat zwei Hörbücher beziehen. Die Hörbücher bleiben auch nach einer Kündigung des Flex-Abo, die jederzeit zum Monatsende möglich ist, uneingeschränkt abrufbar. Die Kündigung kann auf verschiedenen Wegen erfolgen: per Mausklick im Mitgliederbereich, über die kostenlose Kunden-Hotline, per Live-Chat oder per E-Mail.

Audible-Format und Anwendungen

Hörbücher werden bei Audible nicht im üblichen MP3-Format geladen, sondern in einem eigenen Dateiformat, das nach den Angaben von Audible für Hörbücher optimiert ist. So können die Hörbücher als einzelne Datei heruntergeladen werden, in denen trotzdem Kapitel gesetzt sind und der Hörer Lesezeichen setzen kann.

Das bedeutet allerdings auch, dass Audible-Hörbücher nicht mit beliebigen Anwendungen abgespielt werden können. Das ist allerdings verzeihbar, weil es sehr komfortabel nutzbare und nach vielen Jahren in Betrieb ausgereifte Audible-Apps für alle gängigen Plattformen gibt. Dazu zählen Desktop-Betriebssysteme wie Mac OS und Windows (XP bis 10) ebenso wie iOS und Android. Daneben gibt es auch eine Web-App, bei der die Hörbücher direkt im Internet-Browser abgespielt werden. Sämtliche Anwendungen werden regelmäßig aktualisiert und um neue Funktionen erweitert. 

Audible im Test: Meine Erfahrungen

Blick in meine Audible-Bibliothek

Ich bin bereits seit dem Jahr 2012 Kunde von Audible. In diesem Zeitraum wurde die Plattform kontinuierlich ausgebaut und um sinnvolle Funktionen ergänzt, technisch wie service-seitig. Dazu zählt etwa eine Gefällt-mir-Garantie, im Rahmen der Audible seinen Kunden den Umtausch eines enttäuschenden Hörbuchs anbietet – möglich mit nur einem Klick, ohne irgendwelche Rückfragen. Ein solches Service-Level kennt man auch von der Audible-Mutter Amazon, bei vielen anderen Online-Plattformen sucht man es aber vergeblich.

Dadurch, dass Audible klarer Marktführer ist, gibt es auf der Plattform unschlagbar viele Rezensionen zu den Hörbüchern – bei Bestsellern sind es in der Regel mehrere Tausend. Mit den Rezensionen, die untergliedert sind in “Geschichte” und “Sprecher”, können sich Interessierte vorab einen guten Eindruck von der Qualität der Produktionen verschaffen.

In meiner Hörbuch-Bibliothek sehe ich alle bisher getätigten Käufe, selbst wenn ich aktuell kein bestehendes Abo habe. Über den “Play”-Button unter dem Cover kann ich die Hörbücher direkt über eine Web-App (Audible spricht von einem “Cloud Player”) im Browser wiedergeben, alternativ über einen Download-Button herunterladen. 

Eine Wiedergabe der heruntergeladenen Audible-Hörbücher, die im Dateiformat “.aa” auf die Festplatte kommen, ist unter anderem mit iTunes möglich. In der Vergangenheit gab es die Problematik, dass viele MP3-Player das Audible-Format nicht unterstützten. Weil inzwischen der mobile Hörgenuss in aller Regel über Smartphone-Apps erfolgt, ist Kompatibilität heute aber in aller Regel kein Thema mehr. A propos: Lesezeichen und die aktuelle Wiedergabe-Stelle werden über alle mit einem Audible-Account verknüpften Anwendungen hinweg synchronisiert. Praktisch.

Audible Test: Mein Fazit

Johannes Haupt

Unter dem Strich ist Audible nicht ohne Grund seit inzwischen fünf Jahren meine Anlaufstelle Nummer 1, wenn ich auf der Suche nach ungekürztem Hörgenuss bin. In diesem Bereich ist Audible schlicht konkurrenzlos, zudem stimmt das Verhältnis von Preis und Leistung und Nutzungs-Komfort wie Service-Qualität sind absolut vorbildlich. 

Zwar gibt es auch bei Streaming-Plattformen wie Spotify inzwischen einige Hörbücher. Hier handelt es sich aber in aller Regel um deutlich gekürzte Produktionen, und die Auswahl ist deutlich kleiner als beim “Spezialisten” Audible. Etablierte Händler wie Thalia experimentieren inzwischen ebenfalls mit Download-Abo-Modellen – hier gibt es aber eben nur das, was die Verlage anbieten, und keine exklusiven ungekürzten Produktionen.

Audible kostenlos testen

Audible kann 30 Tage kostenlos getestet werden, eine Kündigung ist in diesem Zeitraum jederzeit über einen Link im Mitgliederbereich möglich. Amazon-Prime-Kunden bekommen über ein Aktionsangebot von Amazon.de sogar 3 Monate (sprich: drei Hörbücher) geschenkt, was einem Gegenwert von ganzen 30 Euro entspricht. 

 

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