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Briefmarken verkaufen: Wertermittlung + 11 Tipps für die besten Preise

Briefmarken verkaufen: Wertermittlung & Tipps

Wenn du Briefmarken verkaufen willst, gibt es einiges zu beachten. In Nachlässen, im Keller oder auf dem Dachboden finden sich oft noch wirklich wertvolle Schätze. Das Briefmarkensammeln hat international viele Liebhaber, die immer auf der Suche nach neuen Raritäten sind. Wir zeigen dir, wie du herausfinden kannst, ob deine Briefmarken wirklich wertvoll sind und auf welchen Portalen du mit ihnen einen hohen Gewinn erzielen kannst.


Philatelie: Die Welt der Briefmarken

Warum sammeln eigentlich so viele Menschen Briefmarken? Für leidenschaftliche Sammler sind die postalischen Marken ein Stück unverfälschte Geschichte in Form eines kleinen Papierkunstwerks. Die erste offizielle Briefmarke gab es nämlich schon 1840. Die Philatelie oder Briefmarkenkunde bezeichnet das systematische Sammeln von Postwertzeichen und ihren Belegen. Viele Sammler sehen sie mittlerweile auch als kluge Sachinvestition mit großem Wertsteigerungspotential. Briefmarken verkaufen kann also durchaus gewinnbringend sein. Die nostalgische Anhängerschaft ist groß und ständig auf der Suche nach neuen Briefmarken.

Was kann ich tun, bevor ich meine Briefmarken verkaufe?

Erste Schritte beim Briefmarken verkaufen

Wenn du eine unübersichtliche Briefmarkensammlung geerbt oder zufällig gefunden hast und die Briefmarken verkaufen willst, gibt es einige wichtige Tipps zu beachten. Das Urteil eines Kenners unterscheidet sich maßgeblich vom Urteil eines Laien. Für den einen scheint es wie eine haltlose Ansammlung von Papier, für den anderen wie eine gewinnbringende Schatzgrube. Den Ziel ist es sicherlich den Wert der Marken nicht zu beeinträchtigen und sie unversehrt zum vollen Preis zu verkaufen. Aus diesem Grund solltest du die folgenden Tipps unbedingt beachten. Es ist für Laien nämlich nicht nur schwierig, den Wert der Briefmarken zu schätzen, auch bei der Aufbewahrung kann vieles falsch gemacht werden. Wenn du diese Punkte beachtest, hast du nichts zu befürchten:

  • Nimm die Briefmarken nicht aus dem Album heraus, es könnten Schäden entstehen, die den Verkaufswert erheblich beeinträchtigen.
  • Sortiere die Briefmarken nicht selbst. Wenn du Briefmarken von jemandem geerbt hast, wird die Person sich wahrscheinlich besser ausgekannt und ein sinnvolles System gehabt haben.
  • Schmeiß nichts weg. Die kleinsten und scheinbar unbedeutendsten Briefmarken können einen höheren Wert haben als es zunächst scheinen mag.
  • Lagere die Briefmarkensammlung an einem trockenen Ort. Feuchtigkeit zerstört ihre Beschaffenheit und es besteht das Risiko von Schimmelbefall.
  • Schütze die Briefmarken vor Lichteinfall, ansonsten drohen sie zu verblassen.
  • Nimm keine Schritte vor, die die Briefmarken irgendwie entwerten könnten. Das heißt: kein Herausschneiden und kein Ablösen von Briefen. Briefmarken die noch auf ganzen Briefstücken kleben, sind oft mehr wert als einzelne Marken.
  • Blöcke mit mehreren Briefmarken können den Wert erhöhen, zerlege diese Blöcke also auf keinen Fall.

11 Kriterien: Woran erkenne ich wertvolle Briefmarken?

Das Briefmarken verkaufen lohnt sich selbstverständlich erst ab einem bestimmten Wert. Dieser wird durch viele verschiedene Einflussfaktoren bestimmt. Sie reichen von einer bestimmten Zahnung über die Stempelung, das Alter und ob sich die Marke noch auf einem Poststück befindet oder nicht. Nutze alle Informationen, die dir die Briefmarken geben und finde somit heraus, ob sie wertvoll sein könnten. Anhand folgender Kriterien erkennst du, ob es sich lohnt deine Briefmarken zu verkaufen:

Alter und Qualität

Der Wert einer Briefmarke wird dadurch bestimmt, wie selten, wie beliebt und von welcher Qualität sie ist. Dabei spielt auch das Alter eine sehr wichtige Rolle, denn in der Regel gilt die Devise: Je älter, umso seltener. Über die Jahre verschwinden immer mehr dieser Raritäten und Gewinnen an Wert, insbesondere, wenn sie noch in einem guten Zustand sind.

Trends auf dem Briefmarkenmarkt

Große Einflussfaktoren beim Briefmarken verkaufen sind die Beliebtheit und die Trends auf dem Briefmarkenmarkt. Je nachdem, welche Briefmarke gerade die meiste allgemeine Nachfrage erfährt oder welche Exemplare besonders selten sind, können die Werte in die Höhe schnellen. Mittlerweile wird aufgrund dessen sogar in Briefmarken als Wertanlagen investiert. In Deutschland sind zur Zeit beispielsweise vollständige Briefe mit Briefmarken beliebt, die eine Strecke von Deutschland nach China oder Afrika hinter sich gelegt haben.

Vordruckalben

Befinden sich die Briefmarken in sogenannten Vordruckalben, kannst du dir sicher sein, dass es sich um eine etwas höherwertige Sammlung handelt. Vordruckalben sind bestimmte Sammelalben mit Markierungen. An ihnen erkennst du ebenfalls, ob die Sammlung komplett ist. Je vollständiger sie ist, umso höher ist ihr Wert.

Echtheits-Bescheinigungen

Suche in deiner Briefmarkensammlung nach Echtheits-Bescheinigungen. Dazu gehören Foto-Atteste, Befunde, Zertifikate oder Auktionsrechnungen. Diese Bescheinigungen sind oft vom Bund Philatelistischer Prüfer (BPP) verifiziert und deuten auf einen höheren Wert hin.

Briefmarken in hohem Umfang verkaufen

Briefmarken in einem hohen Umfang zu verkaufen, kann auch gewinnbringend sein. Zähle oder überschlage die Anzahl der Briefmarken, bevor du sie verkaufst und vergleiche sie mit Sammlungen von anderen Händlern. So kannst du deinen Gewinn schon ungefähr abschätzen. Anstatt die Anzahl der Briefmarken anzugeben, kannst du auch die Anzahl der vollen Sammelalben angeben. Wenn du einen Karton voll mit losen Briefmarken gefunden hast, ist es üblich das Gewicht anzugeben, um Käufer zu gewinnen.

Das Sammelgebiet

Das Sammelgebiet spielt ebenfalls eine wichtige Rolle beim Verkauf von Briefmarken. Je nachdem aus welchem Land deine Briefmarken stammen, variieren die Beträge stark. Deutsche Exemplare zwischen 1955 und heute sind oft nahezu wertlos. Briefmarken aus Übersee (z.B. Asien oder Afrika) erzielen in Europa hingegen höhere Gewinne. Es empfiehlt sich immer auf internationale Online-Auktionshäuser zurückzugreifen, um möglichst viele potentielle Interessenten zu finden.

Fehldrucke

Fehldrucke sind äußerst gefragt: Wenn du den Verdacht hast, es könnte ein Rechtschreibfehler, Zahlendreher oder eine falsche Farbe auf einer Briefmarke verwendet worden sein, vergleiche die Briefmarke mit ihren Zeitgenossen. Zum Beispiel brachte es eine badische Neun-Kreuzer-Marke von 1850 in den achtziger Jahren auf den deutschen Rekordpreis von einer Million Euro, da sie grün anstatt rosa gedruckt war.

Untersuchung auf Schäden

Schon kleinste Schäden können die Briefmarke für den Sammler unbrauchbar machen. Hast du den Verdacht, dass eine deiner Briefmarken wertvoll sein könnte? Nimm dir eine Lupe und untersuche sie auf eventuelle Schäden bevor du sie zum Verkauf anbietest. Leidenschaftliche Sammler sind hier sehr kritisch. Gerade wenn Buchstaben oder Zahlen nicht mehr zu erkennen sind, kann das den ursprünglichen Wert der Briefmarke komplett aufheben.

Ordnung nach Ländern

Wenn das Briefmarkenalbum nach Ländern geordnet ist, besteht ebenfalls eine erhöhte Chance auf einen wertvollen Fund. Insbesondere, wenn sich ausschließlich Marken eines einzigen Landes darin befinden. Sind die Ränder dieser Briefmarken auch noch glatt und nicht gezähnt, könnten sie noch wertvoller sein.

Stempelung

Wenn sich gestempelte Briefmarken in deiner Sammlung befinden, prüfe nach, ob sowohl Ort als auch Datum gut lesbar sind. Das erhöht den Wert sowohl bei ursprünglich teuren als auch bei günstigen Marken. Wenn deine Briefmarke zu einer Sorte gehört, die gestempelt sogar seltener sind als ungestempelt, hast du besonders gute Chancen, einen hohen Erlös zu erreichen. Ganze Briefe mit seltenen Marken und Stempelung sind am beliebtesten auf dem Briefmarkenmarkt.

Wertermittlung durch Ausschlussverfahren

Wenn du dir all die Kriterien zur Wertermittlung deiner Briefmarken angesehen hast, kannst du sicherlich schon einige ausschließen und weglegen. Schmeiß sie aber besser nicht weg, je nachdem wie die Trends sich auf dem Briefmarkenmarkt entwickeln, könnten auch sie eines Tages wertvoller sein. Wenn nämlich viele Menschen die “wertlosen” Briefmarken wegwerfen, könnten sie einmal rar und begehrt sein.

Die sogenannten Ersttagsbriefe oder Ersttagsblätter sind in der Regel kaum etwas wert. Sie sind lediglich Andenken an den ersten Gültigkeitstag der frankierten Briefmarke. Leg auch sie erst einmal beiseite und konzentriere dich auf die vielversprechenderen Stücke. Die einzige Ausnahme, die eine Chance auf einen höheren Gewinn verspricht, ist ein sehr alter oder besonderer Ersttagsbrief. Der Ersttagsbrief von Conrad Röntgen zum 50sten Jubiläum von 1951 ist beispielsweise einige hundert Euro wert. Ein solcher Glücksfall ist aber eher unwahrscheinlich.

Briefmarken verkaufen bei Online-Auktionshäusern

Briefmarken-Auktion bei Catawiki

Es gibt nicht nur einige lokale Auktionshäuser, in denen man seine historischen Antiquitäten wie Bücher, Münzen und Briefmarken verkaufen kann, auch zahlreiche Online-Plattformen bieten die Option zum Ankauf und Verkauf. Das wohl bekannteste Online-Auktionshaus ist ebay. Hier kann der Nutzer unproblematisch seine privaten Schätze verkaufen. Mit seinem hohen Marktanteil bietet ebay zwar auch ein hohes Käuferpotential, allerdings werden sich waschechte Sammler eher auf Online-Expertenportalen wie Catawiki aufhalten. Die dortigen Nutzer sind in aller Regel bereit, eine höhere Summe für qualitativ hochwertige Briefmarken auszugeben.

Catawiki ist ein neuer internationaler Auktions-Kanal für Antiquitäten, der mit rund 14 Millionen Besuchern im Monat und 300 wöchentlichen Auktionen viel Potential hat. Bei ebay, wo Laien ihre Briefmarken online frei verkaufen, wittert der ein oder andere Sammler sicherlich schonmal ein Schnäppchen zum Nachteil des Verkäufers. Bei Catawiki hingegen sind rund 200 Antiquariats-Experten beschäftigt, die einen erfolgreichen Kauf in Kennerkreisen gewährleisten können.

Die Registrierung und das Anbieten von Briefmarken über das Catawiki-Portal ist kostenlos. Beim tatsächlichen Verkauf fällt wie in gewöhnlichen Auktionshäusern eine Vermittlungsgebühr an. Nachdem du eine Auktion ausgewählt hast, in der du deine Briefmarken versteigern möchtest, werden deine Fotos von den Experten überprüft und dir wird ein Los zugeteilt. Seltene Briefmarken werden hier oft zum Preis von mehreren hundert Euro verkauft. Im Vergleich zu den lokalen Auktionshäusern besteht der Vorteil einer deutlich höheren Käuferzahl. Bei den Online-Auktionshäusern wie Catawiki oder ebay ist diese nicht räumlich beschränkt und internationale Liebhaber aus aller Welt erhöhen die Chancen auf einen lohnenswerten Verkauf.

Zu Catawiki

Tipp: Wenn du den Verdacht hast, dass eine deiner Briefmarken besonders wertvoll sein könnte, beobachte einfach einige Auktionen auf Catawiki. So entwickelst du ein Gefühl für das Briefmarken verkaufen und verbesserst deine Chancen auf Erfolg.

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