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Fred Vargas

Fred Vargas

Fred Vargas ist das schriftstellerische Pseudonym der französischen Autorin Frédérique Audoin-Rouzeau. Ihr Name entstand aus dem Kürzel ihres Vornamens und dem Nachnamen einer Filmfigur, der ebenfalls von ihrer Zwillingsschwester, der Malerin Jo Vargas, benutzt wird. Fred Vargas stammt gebürtig aus Paris und wohnt auch jetzt noch mit ihrem Sohn in der Hauptstadt. Sie ist hauptberuflich als Archäologin für das renommierte Centre national de la recherche scientifique (Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung) mit dem Forschungsschwerpunkt Archäozoologie in der Mediävistik tätig. Im Rahmen dessen arbeitete sie an einem viel beachteten Projekt zur Epidemiologie der Pest.

Bekannte Bücher und Buchserien von Fred Vargas

Fred Vargas hat seit 1986 zahlreiche Romane und Essays neben ihrem Hauptberuf veröffentlicht. Für ihr belletristisches Schaffen gewann sie sowohl national als auch international eine Reihe von Preisen, darunter mehrfach den Deutschen und auch den Europäischen Krimipreis. Dabei zeichnen sich ihre Werke vor allem durch ihren speziellen Stil, der groteske und surreale Elemente in die Handlungen ihrer Krimis einbaut, sowie große Sprachgewandtheit aus.

Neben einigen Einzelwerken folgen ihre Romane zwei Gruppen von Hauptfiguren, die untereinander lose bekannt sind und in der jeweilig anderen Serie gastieren.

Eine Reihe erzählt von den sogenannten „Drei Evangelisten“, eigentlich vier Historiker verschiedener Zeitalter, die in einem gemeinsamen Haus wohnen. Ihnen zur Seite steht Kehlweiler, ein ehemaliger Regierungsbeamter mit weitreichendem ermittlerischem Spürsinn. Die drei Evangelisten sowie der vierte Mitbewohner – Vandoosler – geraten mehrfach unfreiwillig in Ermittlungen und Verwicklungen rund um verschiedene Kriminalfälle. Die bislang drei Bücher sind sowohl einzeln als auch als Sammelband verlegt worden.

Die zweite Serie, mit zum aktuellen Zeitpunkt neun Bänden, folgt dem eigenwilligen Kommissar Adamsberg und seinem nicht weniger seltsamen Team. Gemeinsam mit seinen ausgesprochen individuellen Mitarbeitern löst er auf oft ungewöhnliche Art schwierige und komplexe Fälle.

Buchverfilmungen von Fred Vargas

Mehrere Bücher von Fred Vargas wurden verfilmt, darunter 2007 „Fliehe weit und schnell“ (Original: Pars vite et reviens tard) unter dem DVD-Titel „Saat des Todes“. Später folgte eine Fernsehserie, die bislang vier Folgen hat, in denen drei Bücher verfilmt wurden: „Bei Einbruch der Nacht“ (Original: L’homme à l’envers), „Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord“ (Original: L’homme aux cercles bleus), „Der vierzehnte Stein 1“ (Original: Sous les vents de Neptune 1) und „Der vierzehnte Stein 2“ (Original: Sous les vents de Neptune 2). Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg wird in der Serie vom französischen Schauspieler Jean-Hugues Anglade verkörpert.

Mehrere Bücher sind zudem als Hörspiele vertont worden.

Leseprobe von Fred Vargas

Nur noch zwanzig Meter, zwanzig kleine Meter bis zum Briefkasten, sie hatte es sich leichter vorgestellt. Blödsinn, sagte sie sich, es gibt keine kleinen oder großen Meter. Meter ist Meter, Punkt, aus. Seltsam, dass man an der Schwelle des Todes, an diesem unvergleichlichen Ort, noch immer über solche Belanglosigkeiten nachsinnt, während man doch eher annehmen würde, dass man irgendeinen bedeutenden Satz spricht, der sich mit glühendem Eisen in die Annalen der menschlichen Weisheit einbrennen wird. Einen Satz, der später einmal hier und da kolportiert werden wird: »Wissen Sie, was Alice Gauthiers letzte Worte waren?«
Wenn sie auch nichts Denkwürdiges zu erklären hatte, so trug sie doch eine schwerwiegende Botschaft in der Hand, die sich in die Annalen der menschlichen Schande einbrennen würde, welche ja sehr viel umfangreicher waren als die der Weisheit. Sie sah auf den Brief, der in ihrer Hand zitterte.
Also weiter, noch sechzehn kleine Meter. Noémie beobachtete sie von der Haustür aus, bereit, beim geringsten Schwanken hinter ihr herzustürzen. Noémie hatte alles versucht, ihre Patientin davon abzuhalten, dass sie sich allein auf die Straße wagte, aber Alice Gauthiers gebieterisches Wesen duldete keinen Widerspruch.
»Damit Sie mir über die Schulter schauen, um die Adresse zu lesen?«
Noémie war beleidigt, so etwas tat sie nicht.
»Das machen alle, Noémie. Einer meiner Freunde – ein alter Gauner im Übrigen – sagte immer zu mir: ›Wenn du ein Geheimnis wahren willst, dann wahre es.‹ Und so habe ich eins über lange Zeit gewahrt, nur in den Himmel komme ich damit nicht. Wobei mir der Himmel auch sonst nicht sicher wäre. Verkrümeln Sie sich, Noémie, und lassen Sie mich gehen.«

Aus Das barmherzige Fallbeil

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Das barmherzige Fallbeil

100°

Innerhalb weniger Tage werden in Paris die Leichen einer Mathematiklehrerin und eines reichen Schlossherrn entdeckt, die scheinbar Selbstmord begangen haben. Die brutale Szenerie alarmiert zwar die Polizei, doch es scheint keine Verbindung zu geben – bis Kommissar Adamsberg auf unauffällige Zeichnungen an beiden Tatorten stößt. "Wunderschöne Mischung aus Mythologie, Geschichte und Kriminalfall" (Amazon-Rezensent).

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