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Die Känguru Chroniken

Auftakt der „Känguru-Chroniken“

„Die Känguru Chroniken“ entstanden aus dem Berliner Radio Podcast „Neues vom Känguru“ und wurden 2009 schließlich als Bücher veröffentlicht. Autor und gleichzeitig Protagonist der witzigen Geschichte ist Marc-Uwe Kling. Seine „Känguru-Chroniken“ bilden eine Trilogie, der abschließende Band „Die Känguru-Offenbarung“ erschien im März 2014. Verlegt werden die Bücher vom Ullstein Verlag. „Die Känguru-Chroniken“ bilden vielmehr episodenähnliche Romane als wirkliche Chroniken mit vielen satirischen Elementen. Der Radio Podcast, gesendet beim Berliner Radiosender Fritz, wurde im Jahr 2010 mit dem Deutschen Radiopreis ausgezeichnet. Auch als Hörbuch sind „Die Känguru-Chroniken“ mittlerweile erhältlich.

Die Geschichte handelt von dem Kleinkünstler Marc-Uwe Kling, vor dessen Haustür eines Tages ein sprechendes Känguru steht mit dem Wunsch, Eierpfannkuchen zu machen. Nach kleineren Startschwierigkeiten gründen sie eine WG und verfallen immer weiter – auf freundschaftlicher Basis – in eine Art „eheähnliches Verhalten“ mit Eifersucht, Neckereien und Streitigkeiten sowie beinahe nicht zum Ende findenden Diskussionen. Das Känguru wird mit all seinen Eigenheiten wie zum Beispiel seine Liebe zur Band Nirvana oder den Charaktereigenschaften wie teils aufkommende Boshaftigkeit, aber auch Selbstlosigkeit gegenüber seinem Mitbewohner Marc-Uwe, vermenschlicht dargestellt. Nicht zuletzt trägt natürlich auch seine Fähigkeit zu Sprechen seinen Teil zu dieser Vermenschlichung bei, wodurch das Känguru etwas von einem Fabelwesen hat. Marc-Uwe Kling und das Känguru diskutieren, meist auf humorvolle Art, auch über historische und politische Ereignisse, die sowohl mit als auch ohne Hintergrundinformationen verstanden werden können.

Buchverfilmung von „Die Känguru Chroniken“

„Die Känguru-Chroniken“ wurden als Theaterstück auf die Bühne gebracht. Aufgeführt werden sie in Städten wie Aachen, Hannover, Göttingen und Hamburg. Die erste Inszenierung stammte von Isabelle Chastenier und Benjamin Muth. Es wurde im Frühjahr 2015 am Eduard-von-Winterstein-Theater im Erzgebirge erstmalig aufgeführt. In Berlin, Dresden und Freiburg wurde es ebenfalls präsentiert.

Im Jahr 2016 schrieb Hans Schernthaner eine Inszenierung für die Bühne des Altonaer Theaters, wo die Premiere unter seiner Regie am 17. April 2016 stattfand. Hierbei besetzt Stephan Möller-Titel die Hauptrolle des Marc-Uwe Klings und Robert Zimmermann ist in der Rolle des Kängurus zu sehen.

Die Kritiken fielen unterschiedlich aus. Der NDR bezeichnete die Witze als „Witze, die keine waren“ und bewerten das Theaterstück im Altonaer Theater als platt, wenn auch laut dem NDR die „Känguru-Chroniken“ als Buch viel Witz und Charme aufgreifen konnten. Einzig die Darbietung als Theaterstück sah der NDR als eher misslungen.

Der Deutschlandfunk betont, dass es trotz der Hauptrolle eines Kängurus dennoch kein Kindertheater ist, wenn auch das Känguru zunächst genau diesen Eindruck erwecken könnte. Die Aufgabe des Theaterstücks sei es auch, der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten, wie es in der Kritik des Deutschlandfunks weiter heißt. Das Känguru hinterfragt in seiner Rolle Dinge, die für uns Menschen durchschnittlich als normal hingenommen werden, für das Känguru jedoch völlig ohne Sinn erscheinen.

Leseprobe aus „Die Känguru Chroniken“

Ding Dong. Es klingelt. Ich gehe zur Tür, öffne und stehe einem Känguru gegenüber. Ich blinzle, kucke hinter mich, schaue die Treppe runter, dann die Treppe rauf. Kucke geradeaus. Das Känguru ist immer noch da.
»Hallo«, sagt das Känguru.
Ohne den Kopf zu bewegen, kucke ich noch mal nach links, nach rechts, auf die Uhr und zum Schluss auf das Känguru.
»Hallo«, sage ich.
»Ich bin gerade gegenüber eingezogen, wollte mir Eierkuchen backen, und da ist mir aufgefallen, dass ich vergessen habe, Eier zu kaufen …«
Ich nicke, gehe in die Küche und komme mit zwei Eiern zurück.
»Vielen lieben Dank«, sagt das Känguru und steckt die Eier in seinen Beutel.
Ich nicke, und es verschwindet hinter der gegenüberliegenden Wohnungstür. Mit meinem linken Zeigefinger tippe ich mir mehrmals auf meine Nasenspitze – und schließe die Tür.
Bald darauf klingelt es wieder. Sofort reiße ich die Tür auf, denn ich stehe immer noch dahinter.
»Oh!«, sagt das Känguru überrascht. »Das ging aber schnell. Äh … Gerade ist mir aufgefallen, dass ich auch noch kein Salz habe …«
Ich nicke, gehe in die Küche und komme mit einem Salzstreuer wieder.
»Vielen Dank! Wenn Sie vielleicht noch ein wenig Milch und Mehl hätten …«
Ich nicke und gehe in die Küche. Das Känguru nimmt alles, bedankt sich und geht. Zwei Minuten später klingelt es wieder. Ich öffne und halte dem Känguru Pfanne und Öl hin.
»Danke«, sagt das Känguru, »gut mitgedacht! Wenn Sie vielleicht noch einen Schneebesen hätten oder ein Rührgerät…«
Ich nicke und gehe los.
»Und vielleicht eine Schüssel zum Mixen?«, ruft mir das Känguru hinterher.
Zehn Minuten später klingelt es wieder.

Aus Die Känguru-Chroniken: Ansichten eines vorlauten Beuteltiers

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