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Tintenwelt

“Tintenherz”, der Auftakt der “Tintenwelt”-Trilogie

Die “Tintenwelt”-Trilogie ist eine Fantasyreihe der deutschen Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke. Die Trilogie besteht aus den Büchern „Tintenherz“, „Tintenblut“ und „Tintentod“. Der erste Band erschien im Jahr 2003 im Hamburger Dressler Verlag, genau wie viele andere von Cornelia Funkes Büchern. „Tintenherz“ wurde in dreiundzwanzig Sprachen übersetzt und wurde zu einem internationalen Bestseller. Die Fortsetzung „Tintenblut“ erschien 2005, der Abschluss „Tintentod“ im Jahr 2007. Der Auftakt „Tintenherz“ erhielt zahlreiche Preise, darunter die „Kalbacher Klapperschlange“ und den „Silbernen Griffel“. Mittlerweile gibt es die gesamte „Tintenwelt“-Trilogie auch als Hörspiele im Oetinger Verlag.

Die Geschichte handelt von der zwölfjährigen Meggie und ihrem Vater Mo, der die besondere Fähigkeit hat Menschen aus Büchern in die reale Welt hinein zu lesen. Zu diesem Preis verschwinden aus der realen Welt jedoch Menschen, die dann in das Buch hinein gezogen werden. Vor zehn Jahren, als Meggie noch klein war, hat ihr Vater Mo aus Versehen seine Frau, Meggies Mutter, in eine Geschichte hinein gelesen. Dafür wurde ein gefährlicher Bösewicht, der Verbrecher Capricorn, und ein paar weitere Figuren in die reale Welt herein gelassen.

Jahre später kommt eine der Figuren, die damals aus dem Buch heraus gelesen wurden, auf Mo und seine Tochter zu und warnt sie davor, dass das Buch in Gefahr sei. Es handelt sich um das Buch, in dem Meggies Mutter Resa all die Jahre gefangen war. Doch schließlich wird das Buch von den Bösewichten in Gewahrsam genommen, und Mo und seine Tochter müssen das Buch und damit auch Resa retten.

Buchverfilmung der “Tintenwelt”

Der erste Band der „Tintenwelt“-Trilogie, „Tintenherz“, wurde im Jahr 2008 zu einem Kinofilm adaptiert. An der Produktion beteiligten sich die Vereinigten Staaten, Deutschland, Italien und das Vereinigte Königreich. Das Budget der Fantasy-Verfilmung betrug etwa 60 Millionen Dollar, eingespielt hat der Film etwa 62,5 Millionen Dollar. Als Drehort diente der italienische Ort Balestrino im Norden des Landes. Die Stadt mit gerade mal 595 Einwohnern ist weitestgehend verlassen, da 1953 die Gefahr eines Erdrutsches bestand. Die leeren Häuser dienten nun als Kulissen für den Film „Tintenherz“. Die mittelalterliche Burg des Dorfes steht dabei im Vordergrund. Die Autorin Cornelia Funke wirkte selbst in der Produktion mit. In der Verfilmung wurde das Ende der Buchvorlage abgeändert, um den Film in einem Happy End enden zu lassen. Die Hauptrollen des Filmes besetzten Brendan Fraser als Mortimer Folchart und Eliza Bennett in der Rolle der Tochter Meggie. Eine Fortsetzung des Filmes wurde trotz der Fortsetzungen der Bücher nicht gedreht. Die Kritiken zum ersten Film „Tintenherz“ fielen nicht so gut aus wie erwartet, der Film sei zu schnelllebig und wenig ergreifend. Cornelia Funke selbst sagte zur Verfilmung von „Tintenherz“, es sei „der Versuch, etwas visuell zu machen, was eigentlich keine visuelle Sache ist“ und bezog sich damit auf die Faszination des Lesens. Laut eigenen Aussagen sei Cornelia Funke mit der Verfilmung von „Tintenherz“ äußerst zufrieden.

Leseprobe aus der “Tintenwelt”

Der Mond schimmerte im Auge des Schaukelpferdes und auch im Auge der Maus, wenn Tolly sie unter dem Kissen hervorholte, um sie anzuschauen. Die Uhr tickte, und in der Stille meinte er kleine nackte Füße über den Boden laufen zu hören, dann Kichern und Wispern und ein Geräusch, als würden die Seiten eines großen Buches umgeblättert.
Lucy M. Boston, Die Kinder von Green Knowe

Es fiel Regen in jener Nacht, ein feiner, wispernder Regen. Noch viele Jahre später musste Meggie bloß die Augen schließen und schon hörte sie ihn, wie winzige Finger, die gegen die Scheibe klopften. Irgendwo in der Dunkelheit bellte ein Hund, und Meggie konnte nicht schlafen, sooft sie sich auch von einer Seite auf die andere drehte.
Unter ihrem Kissen lag das Buch, in dem sie gelesen hatte. Es drückte den Einband gegen ihr Ohr, als wollte es sie wieder zwischen seine bedruckten Seiten locken. »Oh, das ist bestimmt sehr bequem, so ein eckiges, hartes Ding unterm Kopf«, hatte ihr Vater gesagt, als er zum ersten Mal ein Buch unter ihrem Kissen entdeckte. »Gib zu, es flüstert dir nachts seine Geschichte ins Ohr.« – »Manchmal!«, hatte Meggie geantwortet. »Aber es funktioniert nur bei Kindern.« Dafür hatte Mo sie in die Nase gezwickt. Mo. Meggie hatte ihren Vater noch nie anders genannt.
In jener Nacht – mit der so vieles begann und so vieles sich für alle Zeit änderte – lag eins von Meggies Lieblingsbüchern unter ihrem Kissen, und als der Regen sie nicht schlafen ließ, setzte sie sich auf, rieb sich die Müdigkeit aus den Augen und zog das Buch unter dem Kissen hervor. Die Seiten raschelten verheißungsvoll, als sie es aufschlug. Meggie fand, dass dieses erste Flüstern bei jedem Buch etwas anders klang, je nachdem, ob sie schon wusste, was es ihr erzählen würde, oder nicht. Aber jetzt musste erst einmal Licht her. In der Schublade ihres Nachttisches hatte sie eine Schachtel Streichhölzer versteckt. Mo hatte ihr verboten, nachts Kerzen anzuzünden. Er mochte kein Feuer. »Feuer frisst Bücher«, sagte er immer, aber schließlich war sie zwölf Jahre alt und konnte auf ein paar Kerzenflammen aufpassen. Meggie liebte es, bei Kerzenlicht zu lesen. Drei Windlichter und drei Leuchter hatte sie auf dem Fensterbrett stehen. Sie hielt das brennende Streichholz gerade an einen der schwarzen Dochte, als sie draußen die Schritte hörte. Erschrocken pustete sie das Streichholz aus – wie genau sie sich viele Jahre später noch daran erinnerte! –, kniete sich vor das regennasse Fenster und blickte hinaus. Und da sah sie ihn.

Aus Tintenherz

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Tintenherz

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Der Vater der 12-jährigen Meggie hat ein ganz besonderes Talent: Er kann Geschichten lebendig werden lassen. Und zwar nicht nur im Kopf. Einer der meistgelesenen deutschen Fantasy-Romane der Nuller-Jahre, opulent verfilmt, ist eine tolle Abenteuergeschichte längst nicht nur für Kinder und Jugendliche. “Wunderschöne Fantasiegeschichte – toller Erzählstil, liebenswürdige Charaktere bzw. echte Bösewichte” (Amazon-Rezensent). Erster Teil der Tintenwelt-Trilogie, aber auch gut für sich genommen zu lesen.

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