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eBook Flatrate Vergleich

eBook Flatrate Vergleich

eBook Flatrate Vergleich

Unbegrenzt viele eBooks lesen zum monatlichen Fixpreis oder sogar kostenlos dank Werbefinanzierung? eBook Flatrates machen es möglich. Inzwischen konkurrieren in Deutschland eine ganze Reihe Anbieter um die Lesergunst, die sich in zahlreichen Punkten unterscheiden. Worauf es bei der Wahl zu achten gilt, klärt unser eBook Flatrate Vergleich.

NameSortiment (Umfang)Sortiment (Qualität)KomfortPlattformAktionen
Skoobe> 175.000+++Smartphones, Tablets30 Tage gratis
Kindle Unlimited> 1 Mio++eBook Reader (Kindle), PC, Smartphones, Tablets30 Tage gratis
Onleihe> 15.000+0eBook Reader (epub), PC, Smartphones, Tablets
Readfy> 60.00000Smartphones, Tablets

eBook Flatrates: Verlage öffnen Archive

Lange Zeit war die Flatrate-Landschaft im eBook-Bereich äußerst dünn. Bis ins Jahr 2012 hinein gab es nur die Onleihe, ein Angebot der öffentlichen Stadtbibliotheken Deutschlands. Wesentlicher Grund dafür war nicht etwa das Desinteresse von Lesenden, sondern die Zurückhaltung der großen Verlagshäuser. Diese befürchten durch eBook Flatrates eine Kannibalisierung der deutlich lukrativeren Verkäufe. Die teils sehr unbefriedigenden Ausschüttungen der Musik-Streaming-Dienste gelten hier als mahnendes Beispiel.

In den letzten Jahren haben die Verlage ihre Lizenzpolitik hier aber spürbar gelockert und – mit Skoobe – sogar eine “eigene” Plattform ins Leben gerufen. Daneben betraten eine Vielzahl neuer Anbieter das Parkett, die die Digital-Leserschaft mit höchst unterschiedlichen Sortimenten und Geschäftsmodellen von sich zu überzeugen versuchen.

Nach wie vor sind aktuelle Bestseller im Sortiment von eBook Flatrates eher eine absolute Ausnahmeerscheinung. Romane aus der “zweiten Reihe” sowie ältere Top-Titel stellen Verlage hingegen inzwischen bereitwillig zur Verfügung. Das Sortiment ist allerdings von Anbieter zu Anbieter höchst unterschiedlich.

Skoobe: Die eBook Flatrate der Verlage

Skoobe

Skoobe

Schon seit dem Frühjahr 2012 im Netz, ist Skoobe einer der Pioniere im eBook-Flatrate-Bereich. Skoobe ist ein Gemeinschaftsunternehmen der beiden führenden deutschen Verlagsgruppen Holtzbrinck (Rowohlt, Knaur, S. Fischer und andere) und Bertelsmann/Random House (Heyne, Goldmann, Blanvalet und andere). Neben den Titeln dieser Imprints sind auch Hunderte weitere Verlage dabei – bei der Qualität ist das Skoobe-Sortiment derzeit die klare Nummer 1.

Die mehr als 175.000 eBooks im Sortiment können über Lese-Apps mit iOS- und Android-Geräten genutzt werden, außerdem gibt es eine Extra-App für die Amazon-Fire-Tablets. Auf dedizierten Lesegeräten ist die Nutzung von Skoobe hingegen nicht möglich. Eine Ausnahme sind eBook Reader mit “offenem” Google Android wie der Icarus Illumina.

Skoobe kostet 11,99 Euro bis 19,99 Euro monatlich bei monatlicher Zahlung, wobei sich die 3 Tarife nur in der Anzahl der der erlaubten Offline-Zeit (24 Stunden bis 30 Tage) unterscheiden. Das kleinste Paket ist in der Regel völlig ausreichend. Eine Kündigung ist in allen Tarifen monatlich möglich. Bei Abschluss eines Jahres-Abo winken Rabatte von bis zu 20 Prozent. 

Als Schnupper-Angebot kann Skoobe die ersten 30 Tage komplett kostenlos getestet werden, eine Kündigung ist in diesem Zeitraum mit einem simplen Klick im Mitgliederbereich möglich. Unter dem Strich ist Skoobe ein wirklich attraktives Angebot, das Lesefreunde zumindest einmal unverbindlich ausprobieren sollten.

Kindle Unlimited: 1.500.000+ Inklusiv-Titel

Kindle Unlimited

Kindle Unlimited

Mehr als 1,5 Millionen eBooks: Beim Umfang des Sortimentes ist Amazon mit seiner erst im Herbst 2014 initiierten eBook-Flatrate Kindle Unlimited einsame Spitze. Davon sind allerdings “nur” rund 90.000 Titel in deutscher Sprache, und diese stammen auch noch größtenteils aus der Feder von Indie-Autoren. Indie-Titel sind ohnehin eher niedrigpreisig, weshalb Interessierte vor Abo-Abschluss genau durchrechnen sollten, ob sich die Flatrate tatsächlich für sie rechnet. Ein bis zwei eBooks pro Woche sollten es in der Regel schon sein.

Romane namhafter Autoren und Verlage sind bei Kindle Unlimited eher die Ausnahme. Abseits von teuer eingekauften “Leuchtturm-Titeln” fehlt es an attraktiven Print-Titeln in Digital-Form. Die deutsche Verlagsbranche hält sich nahezu geschlossen fern von Kindle Unlimited und unterstützt lieber das “eigene” Projekt Skoobe (siehe oben).

Kindle Unlimited ist im ersten Monat kostenlos, danach werden für die eBook Flatrate 9,99 Euro monatlich fällig. Dafür können unbegrenzt viele eBooks entliehen und geschmökert werden, allerdings nur über Kindle-Lesegeräte und Lese-Apps (gibt es für alle wichtigen Smartphone- und Tablet-Betriebssysteme).

Onleihe: Die Online-Stadtbibliothek

Onleihe

Onleihe

Unter dem Dach der Onleihe finden sich die eBook-Leihangebote der öffentlichen Stadtbibliotheken. Mehrere Hundert Institutionen bieten neben phyischen Medien (Bücher, CDs, Filme) inzwischen auch den Verleih von eBooks und Hörbüchern an.

Wie fürs Ausleihen gedruckter Bücher ist auch bei eBooks eine Mitgliedschaft in der jeweiligen Bibliothek notwendig, die pro Jahr meist zwischen 10 und 30 Euro kostet. Und wie bei gedruckten Büchern halten Bibliotheken immer nur eine bestimmte Zahl von eBooks vor (beziehungsweise Lizenzen dafür), das Sortiment variiert von Bibliothek zu Bibliothek.

Bedingt durch das Lizenzmodell sind attraktive Titel häufig nur mit Wartezeit zu bekommen. Titel bestimmter Verlage (Knaur, Rowohlt, …) fehlen völlig, weil die Verlage im Streit mit den öffentlichen Bibliotheken liegen. Wer noch kein Mitglied der eigenen örtlichen Bibliothek ist und tatsächlich vor allem die Onleihe nutzen will, sollte sich vorab das lokale Sortiment sowie übliche Wartezeiten bei Top-Titeln ansehen.

eBooks sind bei der Onleihe für 14 Tage entleihbar und geben sich dank Kopierschutz automatisch zurück. Die Dateien kommen als Adobe-DRM-verschlüsselte epub-Dateien. Sie sind damit damit kompatibel zu Tablets, Smartphones und sowie mit eBook Readern mit epub-Unterstützung, sprich: Mit allen populären Modellen außer der Kindle-Familie.

Readfy: eBooks kostenlos dank Werbung

Readfy

Readfy

Die eBook Flatrate Readfy ist komplett kostenlos, allerdings müssen Lesende dafür Werbung innerhalb von eBooks in Kauf nehmen. Weil die Banner live eingespielt werden, müssen Nutzer beim Lesen außerdem dauerhaft online sein, was bei vielen Tablets nur innerhalb der Reichweite von WLAN-Hotspots möglich ist. Unterwegs knabbern die Werbe-Einblendungen außerdem empfindlich am Datenvolumen.

Readfy gibt es für Android- und iOS-Geräte, eine Nutzung des Dienstes auf eBook Reader ist nicht möglich. Das Sortiment umfasst rund 70.000 eBooks vor allem aus der zweiten und dritten Reihe. Aktueller Spiegel-Bestseller sollte man bei Readfy nicht erwarten, letztlich auch weil der Dienst Verlagen derzeit nur überschaubare Vergütungen anbieten kann. Das Düsseldorfer Startup befindet sich allerdings noch am Anfang und experimentiert beständig mit neuen Modellen. Dazu zählen auch Premium-Optionen wie die kostenpflichtige Miete von eBooks, die dann auch ohne Internetverbindung und werbefrei geschmökert werden können.

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