Amazon.de Weihnachtsgeschäft: Kindle und Debüt-Autorin gefragt
Kurz nach dem Weihnachtsgeschäft hat Amazon eine Bilanz zur umsatzstärksten Zeit des Jahres gezogen. Daraus lässt sich herauslesen, dass der Kindle Paperwhite bei Amazon.de inzwischen beliebter ist als in den ("gesättigteren") USA. Bemerkenswert außerdem: Die Aufstellung der meistgekauften eBooks.
Schon der 14. Dezember markierte für Amazon Deutschland eine Rekordmarke. Allein am Montag nach dem 3. Advent wurden über Amazon.de mehr als 5,4 Millionen Produkte verkauft, so viel wie nie zuvor. Der von zahlreichen Aktionsangeboten begleitete Cyber Monday generierte hingegen "nur" für 4,4 Millionen Verkäufe, ließ Amazon Deutschland am gestrigen Montag verlautbaren. Zeitgleich legte auch Amazon.com seine Weihnachtsbilanz vor.
Generell geizt Amazon mit absoluten Zahlen (soweit das für ein börsennotiertes Unternehmen möglich ist), die publizierten Rankings und relativen Angaben beinhalten aber doch interessante Informationen. So freut sich Amazon.com darüber, dass in dieser Vorweihnachtszeit mehr als doppelt so viele Amazon-Geräte geordert wurden wie im Vorjahr. Die eBook Reader der Kindle-Familie spielen hier bei Amazon.com inzwischen aber ganz klar die zweite Geige.
Amazon.com: Kein Wort zum Kindle
"Mit Fire (Tablet), Amazon Echo (persönlicher Assistent/Streaming-Box) und Fire TV Stick (TV-Streaming) sind drei der fünf am häufigsten mit Prime Now verschickten Produkte Amazon-Geräte", heißt es etwa in der Pressemitteilung. Das bei uns 60 Euro kostende Fire-Tablet sei das beliebteste Produkt auf Amazon.com überhaupt gewesen, der Fire TV Stick liege an Position 3. Kein Wort zum Kindle.
Kindle Paperwhite 3 in deutschen Top 5

eBooks: Viel Bewegung im Indie-Kosmos
Bei den meistverkauften Kindle Books in der Weihnachtszeit haben es in den USA gleich zwei Verlagstitel aufs Treppchen geschafft. Platz 1 geht an The Crossing von Michael Connelly, Platz 3 an Rogue Lawyer von John Grisham. Dazwischen liegt mit Pretend You’re Mine eine klassische Indie-Romanze.

Das illustriert auch, wie schnelllebig der Indie-Kosmos ist – in beide Richtungen. Schon im Sommer merkte der profilierte Indie-Autor Michael Meisheit in einem Blogbeitrag an, er "beobachte seit Monaten, dass sogar in den Anfangsjahren sehr erfolgreiche Autorinnen und Autoren mit einem Buch plötzlich kaum noch nennenswerte Verkäufe erzielen".
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