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BoD bringt Self Publisher in öffentliche Bibliotheken

Der Self-Publishing-Dienstleister BoD (Libri) erweitert sein Vertriebsnetz um die Onleihe. Damit können Indie-Autoren erstmalig auch Geld für Verleihvorgänge in öffentlichen Bibliotheken erhalten – vorausgesetzt, die Bibliothekare spielen mit.

Bei kommerziellen eBook Flatrates wie Skoobe (30 Tage kostenlos testen) und Readfy sind Self-Publishing-Titel bereits präsent. Neben BoD bietet hier auch Wettbewerber epubli (Holtzbrinck) seinen Indie-Autoren entsprechende Listing-Optionen.

Als erster Dienstleister ermöglicht BoD jetzt auch den Zugang zu den öffentlichen Bibliotheken. Dazu kooperiert die Libri-Tochter mit dem Bibliotheks-Dienstleister divibib, der Zugriff auf den BoD-Katalog erhält. Entscheiden sich Bibliothekare für die Anschaffung eines Titel für “ihre” Onleihe, bekommen Indie-Autoren 70 Prozent der Lizenzgebühren, erklärte uns ein BoD-Sprecher.

Indie-Autoren müssen Initiative zeigen

Voraussetzung dafür ist freilich, dass Bibliotheken überhaupt Kenntnis von einem Indie-Titel erlangen und bereit sind, Geld für die Nutzungslizenz auf den Tisch zu legen. Hier sind in den meisten Fällen wohl Indie-Autoren in der Pflicht, bei “ihren” Bibliotheken vorstellig zu werden und um eine Aufnahme zu bitten. Am ehesten wird das wohl bei Titeln mit lokalem Bezug passieren, etwa Regionalkrimis. Wie bei der BoD-Initiative, Self Publisher in den stationären Buchhandel zu bringen, sind hier also eher vereinzelte Listings zwischen Verlagstiteln als eine Indie-Flut zu erwarten.

<Bildnachweis: Laptop von Shutterstock>

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6 Kommentare (zum Thread im Forum)

Zum Thema: BoD bringt Self Publisher in öffentliche Bibliotheken

gakay 05. Februar 2015 um 22:46 Uhr

Man verzeihe mir gerade mal meine Unkerei:
Ich hoffe, Bibliothekare lesen die Bücher kurz an bevor sie sie kaufen. 8o

Ich finde es sehr angenehm, in der Onleihe in der Regel gut lektorierte Bücher vorzufinden und mag es ungern anders haben.

Terrorkrümel 05. Februar 2015 um 23:03 Uhr

gakay schrieb:

Ich hoffe, Bibliothekare lesen die Bücher kurz an bevor sie sie kaufen.

Pssst, verrat es nicht weiter, aber ... tun wir nicht.
Zum einen, haben wir gar nicht die Zeit dazu und zum anderen, nur weil ich etwas gut finde, heißt das noch lange nicht, dass das andere auch so sehen und umgekehrt.
Was gelesen wird, ist die Inhaltsangabe, nach dieser wird entschieden, ob das Werk ins Sammelgebiet passt oder nicht. Gerade mal im Zweifelsfall wird das Inhaltsverzeichnis bzw. eine Leseprobe zur Prüfung herangezogen. Vieles wird auch auf Zuruf der Leser angekauft.
Wobei ich dazu sagen muss, dass ich in einer wissenschaftlichen Bibliothek arbeite. Ich kann mir aber vorstellen kann, dass die Kollegen in den Büchereien ähnlich vorgehen wie wir - wobei hier wahrscheinlich auch noch Bestsellerlisten als Anschaffungskriterium herangezogen werden.

Krimimimi 06. Februar 2015 um 07:35 Uhr

Terrorkrümel schrieb:


Pssst, verrat es nicht weiter, aber ... tun wir nicht.
Zum einen, haben wir gar nicht die Zeit dazu und zum anderen, nur weil ich etwas gut finde, heißt das noch lange nicht, dass das andere auch so sehen und umgekehrt.

Natürlich ist vieles Geschmacksache. Aber es wäre natürlich wünschenswert, wenn die Ebooks aus der Bücherei nicht vor Rechtschreib- und Grammatikfehlern strotzen.

Terrorkrümel 06. Februar 2015 um 07:48 Uhr

@Krimimimi
Keine Frage, das wäre es. Bisher war es nicht notwendig darauf zu achten.
Sollte BoD es tatsächlich schaffen die Selfpublisher in die Büchereien zu bringen, dann wird es wohl nicht anders gehen, als dass neben der inhaltlichen auch eine Qualitätskontrolle durchgeführt werden muss.