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Börsenverein: Piraten machen E-Book-Markt kaputt

Die Interessenvertreter der “Kreativwirtschaft” malen anhand ihrer DCN-Studie (PDF-Datei) ein düsteres Bild grassierender Internetpiraterie. Im Bezug auf die Buchindustrie weist die Untersuchung allerdings etliche Ungereimtheiten auf.

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Kommentare


Sebastian 30. August 2011 um 15:51

Unabhängig, wie die Zahlen zustande kommen, habe ich durchaus Verständnis fürs “Kopieren”. Denn wenn man sieht, was man z. B. bei Libri für einen Aufwand treiben muss, um ein Buch auf einem eReader zu bekommen, fällt man fast um! Da ist es selbstverständlich viel einfacher zu kopieren… Egal, wie die Rechtslage vielleicht sein mag!

Zumal man nur eine Nutzung bekommt, und dafür meist den gleichen Preis wie bei Druckerzeugnissen zahlen muss. Das mann damit wohl keine Kunden überzeugen kann, sollte jedem klar sein…

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Tita 30. August 2011 um 20:48

Ich denke auch, dass der ebook-Download auf den meisten Seiten viel zu umständlich ist. Ich habe gefühlte Ewigkeiten gebraucht um damals mein erstes ebook bei Ciando zu kaufen. Deshalb habe ich dann doch meistens lieber noch gedruckte Bücher gekauft und nur die gemeinfreien Werke auf dem Reader gelesen.

Jetzt habe ich einen Kindle und der Einkauf bei Amazon ist einfach deutlich leichter, seit dem kaufe ich auch eigentlich wirklich nur noch ebooks. Wobei natürlich auch das größere Angebot, gerade von englischen ebooks zu fairen Preisen sehr gut ist.

Das mangelnde Angebot ist meiner Meinung nach auch allgemein immer noch ein Grund, der Leser in die Illegalität treibt. Gerade bei deutschsprachigen Büchern gibt es auch bei relativ aktuellen Werken immer noch viele die nicht oder erst verspätet als ebook zu erhalten sind (wobei sich hier innerhalb des letzten Jahres doch schon viel gebessert hat). Beim googlen findet man dagegen immer wieder diverse illegale Download-Möglichkeiten.

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Birdonawire 1. September 2011 um 09:01

In meiner katholischen Kindheit hatten wir einen Pfarrer, der fast jeden Sonntag in seiner Predigt über die Nicht-Kirchgänger hergezogen ist, die lieber im Bett oder beim Frühschoppen den Sonntagmorgen verbracht haben. Das Ergebnis war, dass die noch vorhandenen treuen Sonntagskirchgänger zunehmend von den Schimpftiraden entnervt wurden und irgendwann auch zu Hause blieben. Die Nichtkirchgänger haben von alldem ohnehin nichts mitbekommen.

Leider sind die meisten Hersteller digital kopierbarer Inhalte heute auch nicht viel schlauer als der alte Pfarrer in meinem Heimatdorf. Wenn ich mich als zahlender Kunde mit einer schlechteren, weil unflexiblen und technisch fehleranfälligen kopiergeschützten Ware herumschlagen muss, während der Pirat illegal aber ohne Readerabstürze und Gerätebeschränkungen die frei handhabbare Raubkopie geniesst, dann treffen die Qualitätseinschränkungen genau die falschen. Solange es keine absolut unknackbaren Schutzmechanismen gibt, nützt das Ganze doch ohnehin überhaupt nichts.
Ich jedenfalls benutze meinen Reader nur noch für gemeinfreie oder private Texte, womit Ihr lieben Verlage einen eigentlich zahlungsbereiten Kunden weniger habt für Eure digital beschränkten Schädlingsdateien…

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microm 1. September 2011 um 15:05

Wie sagt man so schön… Klappern gehört zum Handwerk…

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freepanthera 3. September 2011 um 21:52

Lustig ist die Tatsache das Exlibris in der Schweiz von der Buchbranche Boykotiert wird bei Ebooks.Sie waren wo billiger als gewollt.Auch wenn ich beim Börsenverein Ebooks besorgen wollte wo es mal eine Gratisaktion gab,durfte ich nicht weil aus den Ausland bin.Da stellt sich die Frage wie man Schimpfen kann aber es mir verbietet Ebooks zu kaufen? Dazu ist es sowieso eine Frechheit das ich einen vielfach höheren Bücherpreis zahlen soll nur weil in der Schweiz wohne.

Achja die Exlibris Meldung dazu

Ex Libris wird bei E-Book-Aktion von deutschen Verlagen und deutschem Lieferant boykottiert

Geschätzte Kunden

Um das Geschäft mit den E-Books auch in der Schweiz bekannt zu machen, und nicht wie bei anderen digitalen Produkten den Markt ausländischen Anbietern zu überlassen, haben wir Ihnen ab dem 1. Juni 2011 innerhalb einer Download-Aktion 30 Prozent Rabatt auf alle E-Books gewährt. Leider werden wir genau aus diesem Grund von unserem deutschen Lieferanten und den dahinterstehenden Verlagen boykottiert und können Ihnen momentan überhaupt keine E-Books mehr anbieten, auch nicht zum Normalpreis. Wir werden alles daran setzen, diesen Boykott baldmöglichst aufzuheben und danken Ihnen für Ihre Geduld. Die direkte Information erhalten Sie, wenn Sie sich für den Newsletter angemeldet haben.

Adobe InDesign CS5.5 von Schneeberger kostet beim Verlag 59 Euro oder 89 Franken.

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Pirat 6. Oktober 2011 um 20:56

Ganz ehrlich: Das ist einfach nur lächerlich. Ich bin wirklich bereit, zum Beispiel 10€ oder manchmal auch sogar 20€ für ein schönes, gedrucktes Buch auszugeben. Sowas kann man nämlich nicht “piraterisieren”, es sei denn man stiehlt das buch aus dem laden^^

Aber wenn es zu digitalen Kopien von Büchern kommt, dann zahle ich doch nicht so viel Geld wie für gedruckte. Die digitale Kopie ist überhaupt nicht greifbar. Wer so schlecht im Marketing ist, wie diese Idioten hats auch nicht anders verdient, dass der Markt durch Piraterie kaputt gemacht wird.

Tatsächlich wird niemandem wirklich etwas gestohlen. Diese Tatsache kann man einfach nicht leugnen. Ich kann auch einen Film bei einem Freund angucken, ohne zu bezahlen. Und dieser Effekt wurde nun in fast unendlichem Maße verstärkt. Jetzt haben alle Künstler Angst kein Geld mehr zu bekommen und das ist berechtigt. Aber anstatt verzweifelt das Unabwendbare bekämpfen zu wollen, sollten sie mal besser Systeme schaffen, um genug Einkommen zu erzielen.

Ein Beispiel: Abo mit 10-30€/Monat und auf einem Ebook-Reader alles was man will, ohne die dateien speichern zu können, lesen können. Für jede Kopie, die man dann ohne Kopierschutz abspeichern darf, zahlt man dann 0,50€ bis 5€.

Das Beispiel klingt auf den ersten Blick unmachbar: Wie soll ein Künstler davon leben? Aber anscheinend lernen die Leute nicht dazu. Das gleiche funktioniert bei Billig-Discountern, und es würde auch in der digitalen Welt funktionieren. Anstatt teure Preise, die ja angeblich das Einkommen der Künstler sichern, billige Preise. Dann nämlich kaufen viel mehr, sodass am Ende noch mehr Geld verdient wird^^ Für meinen Teil gebe ich im Monat weniger als 10€ für Bücher aus. Aber so ein Abo würde ich mir z.B. jeden Fall holen, und bestimmt gibts davon sehr viele die das machen würden, aber so klug ist halt keiner^^

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Oban 7. Dezember 2012 um 21:39

Ich habe 60% meiner Bücher die auf meinem Reader sind, auch in meinem Büchergestell als gedrucktes Exemplar. Ein Teil der restlichen 40% ist teilweise nicht (mehr) als gedrucktes Exemplar erhältlich. Dazu kommen noch solche Dinge wie die Geschichte von Ex-Libris, die schon bei gedruckten Büchern unter Druck stehen, da sie die Buchpreisbindung bekämpfen. Eine Idee wie man zumindest bei mir das downloaden verhindern könnte, währe wie bei Blurays eine DigitalCopy anzubieten.

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