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Bookerly: Neuer Kindle-Font, „optimiert für E-Reading“

Still und heimlich patcht Amazon eine neue Schriftart auf seine Lesegeräte. Bookerly soll „optimiert für E-Reading“ sein und erweitert die bisherige Fonts-Auswahl. Lesende sind angetan.

Die neue Kindle-Schrift scheint nach und nach ausgerollt zu werden. Den Anfang machten die Fire-Tablets von Amazon, wo Bookerly seit einigen Tagen verfügbar ist. Der Wirtschaftsjournalist Adam Tinworth wies am Samstag in seinem Blog auf die neue Schrift hin. Er spekuliert, Bookerly sei vor allem eine Antwort auf die immer höheren Auflösungen von Lesegeräten, zuvorderst vom Kindle Voyage.

In englischsprachigen Foren wird Bookerly seit einigen Tagen diskutiert. Bei Kboards  ziehen Foristen Parallelen zur ebenfalls von Amazon genutzten Schrift Caecilia; Bookerly sei aber noch ein bisschen definierter. Hier wie auch bei Mobileread gab es bislang ausschließlich Lob von der Leserschaft für die neue Schrift, praktisch alle „Nutzer der ersten Stunde“ scheinen ihre Standard-Schrift auf Bookerly umgestellt zu haben.

Bookerly und Caecilia im Vergleich.  Screenshots von DreamWriter, Mobileread

Bookerly und Caecilia im Vergleich. Screenshots von DreamWriter, Mobileread

Wir sind keine Font-Spezialisten, aus Laiensicht macht Bookerly aber einen ausgezeichneten Eindruck. Die Schriftart hat sicherlich das Potenzial, zum meistgenutzten Font im Kindle-Kosmos und damit zur meistgenutzten E-Reading-Schrift überhaupt zu werden.

Generell dürfen sich E-Reading-Anbieter gerne noch wesentlich mehr Gedanken über Typographie machen. Derzeit lesen wir mit High-End-Devices jahrzehntealte Fonts (Caecilia: 1991), die zu einem großen Teil noch für bedrucktes Papier entwickelt wurden und Auflösungen und Formaten von Lesegeräten selten gerecht werden.

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Kommentare


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