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BookRix goes epub: > 9.000 gratis „eBooks“

bookrixLobenswerter Schritt des Münchner Startups Bookrix: Die aktuell rund 9.000 überwiegend deutschsprachige Schriften der gleichnamigen Buch-Community lassen sich ab sofort im epub-Format herunterladen. Eine Registrierung ist dazu nicht notwenig.

Damit ist Bookrix an diesem Punkt weiter als die vielfältige (und deutlich reichweitenstärkere) Konkurrenz aus Übersee, wo die Texte zumeist nur online gelesen werden können.

Der mobilen Lektüre auf iPhone (mit Stanza) und eBook Lesegeräten steht also nichts mehr im Weg – bis auf die Qualität der Texte, welche bei offenen Autorenplattformen naturgemäß sehr durchwachsen ist. Die Kollegen von Spiegel Online fühlten sich bei ihrer Rezension des Portals teilweise „unweigerlich an einen vergilbten Groschenroman“ erinnert.

bookrix2Bookrix setzt an dieser Stelle nicht nur auf die obligatorische „Weisheit der Massen“ in Form von Nutzerbewertungen (am besten bewertet), sondern ruft immer wieder Schreibwettbewerbe ins Leben – für Leser eine gute Vorselektion, für Autoren dank oftmals attraktiver Preise ein Ansporn zum Schreiben.

Was Bookrix wie vielen anderen ähnlichen Plattformen dagegen offensichtlich noch fehlt, ist Reichweite. Auch ausgezeichnete Texte werden häufig nicht mehr als ein paar Dutzend mal gelesen, was vielfach wirklich schade und für den Autoren sicherlich frustrierend ist.

Aus Lesersicht erschweren die wenigen Bewertungen und Kommentare die Bücherwahl. Das ist bei einem kostenlosen Dienst aber natürlich weniger problematisch als etwa beim eBook-Marktplatz Xinxii, wo vergangene Woche ebenfalls das epub-Format eingeführt wurde.

Wer Spaß am Schreiben hat und sich mit Gleichgesinnten austauschen möchte oder einfach auf der Suche nach guter Literatur für unterwegs ist, kann beim deutschen „MySpace für Texte“ sicherlich eine gute Zeit haben.

Hobbyautoren mit der Ambition, sich über das Schreiben ein zweites Standbein aufzubauen (und auch an diese Zielgruppe richtet sich das Portal) sollten sich dagegen keinen falschen Hoffnungen hingeben – und bei Schreibwettbewerben genau die AGBs lesen. Einen bis zu 30 Seiten langen Artikel zu einem Buch beizusteuern und dann mit keinem Cent an den Erlösen zu beteiligt zu werden, erscheint wenig fair und eher von anderen Geschäftsmachern bekannt.

<via Pressemitteilung>

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Kommentare


Ciando “Online-Lesen” im Test » Topnews, eBooks » lesen.net 29. Juli 2009 um 15:17

[…] seit vergangener Woche ein Feature, das man vor allem von kostenlosen Angeboten wie Scribd oder BookRix kennt. Bei den Münchenern gekaufte digitale Literatur kann nun auch ohne Download direkt im […]

Antworten

iRead 30. Juli 2009 um 11:33

Ich kenne auch schon ein paar Autoren, die BookRix frustriert verlassen haben, weil eben die Leserschaft viel zu klein war. Es drängt sich auch einfach viel zu viel „einfache“ Literatur ins Blickfeld und die wenigsten Leser wollen viel Zeit mit der Suche verbringen. Und nach 3 oder vier schlechten Büchern, verliert man die Lust und sucht sich offensichtlich-gute Literatur, von der, das wissen wir beide, es mehr als genug im Netz gibt.

Zur Autorenausbeute sag ich mal nichts…da würde ich mich nur wieder aufregen ;)

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