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Deutscher Kindle Store: Viel Umsatz mit 7-10 Euro teuren eBooks

In der Wahrnehmung von außen wird der Kindle Store dominiert von billigen Indie-Literatur und zu Aktionspreisen abgegebenen Verlagstiteln. Zumindest für die Top 10 mag das auch zutreffen. Allerdings können mit deutlich teureren eBooks ebenfalls erhebliche Umsätze erzielt werden, ergab eine Auswertung.

Journalists Matthias Matting hat sich auf seiner Self Publisher Bibel die Top 1000 im deutschen Kindle Store angesehen und Verkaufspreis und (geschätzten) Absatz in Relation zueinander gesetzt. Grund war eine ähnliche Auswertung in den USA, die ergab, dass eBooks im Preisbereich um 10 US-Dollar die besten Umsatzpotenziale haben.

Häufigster Kindle-Book-Preis: 3,99 Euro

Für den deutschen Markt stellte Matting zunächst einmal fest, dass die meisten eBooks in den Top 100 der Kindle Charts unter 5 Euro kosteten, der Modus liegt bei 3,99 Euro. Das gilt grundsätzlich auch für die Top 1000, wobei es hier bemerkenswert viele 8,99 Euro teure Titel gibt.

Umsatzseitig muss zunächst einmal konstatiert werden, dass mit den (zahlreichen) vielverkauften eBooks für 0,99 Euro und 1,99 Euro kaum Geld verdient wird. Für Autoren und Verlage können solche Preise nur als Lockangebote interessant sein. Bei den Top 100 werden die besten Umsätze mit 3,99 Euro teuren Titeln erzielt, ebenso wie bei den Top 1000. Hier gibt es aber auch außerordentlich hohe Umsätze mit eBooks zu Nettopreisen zwischen 7,00 Euro und 9,99 Euro. eBooks in der Preisspanne zwischen 8-8,99 Euro sind sogar die zweitumsatzstärkste Gruppe überhaupt (nach 3-3,99 Euro).

Gute Geschäfte mit Taschenbuchpreisen im Long Tail

Auch mit der “Midlist” kann gutes Geld verdient werden, analysiert Matting. In der Preisspanne knapp unter 10 Euro dürften vor allem traditionelle Verlage mit ihren Taschenbuchausgaben liegen. In Leser-Umfragen wird zwar immer ein deutlich niedrigerer akzeptierter Preis genannt (meist um die 5-Euro-Marke) – für Verlage kann es sich aber sehr wohl lohnen, ihre eBooks teurer zu machen, weil weniger Verkäufe offenbar vom höheren Umsatz pro Verkauf überkompensiert werden.

<Bildnachweis: Charts von Shutterstock>

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Kommentare


eBook Charts vom 22.01.2014 (KW 4) » lesen.net 22. Januar 2014 um 15:47

[…] sieben weitere Indie-Titel, von denen fünf weniger als einen Euro kosten. Geld verdient wird damit wie gesagt kaum, es geht vor allem um Sichtbarkeit (um Verkäufe bei einem bald höheren Preis zu generieren). […]

Antworten

E-Books im Preissegment zwischen 7-10 EUR haben die größten Potentiale | Digital Publishers 25. Januar 2014 um 20:43

[…] lesen.net, selfpublishingbibel.de (Analyse der Top 1.000) […]

Antworten

lesen.net Suchanfragen beantwortet » lesen.net 3. März 2015 um 10:12

[…] Was kostet ein Kindle eBook – Ähem. Nur soviel: Der häufigste Preis in den Top 100 liegt bei 3,99 Euro. […]

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