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E-Ink Innovationen auf der IFA 2014 [+Video]

Bei dedizierten Lesegeräten kommt man an der E-Ink Corporation nicht vorbei – die Panels des taiwanisch-amerikanischen Unternehmen stecken (noch) in allen aktuellen Readern. Doch E-Ink ruht sich nicht darauf aus: Von Smartphone-Cases über Hybrid-Geräte und Smartwatches bis hin zu fernsehgroßen Displays hat der Konzern zur IFA 2014 einiges im Gepäck.

32" E-Ink-Panel. Ab 2014, Preis tba

32″ E-Ink-Panel. Ab 2014, Preis tba

E-Ink ist nicht als Aussteller auf dem Berliner Messeparkett zugegen. Statt dessen präsentierte das Unternehmen sich und seine Produkte am Donnerstagabend auf dem nur Fachpublikum zugänglichen Preview-Event Showstoppers – exakt der Veranstaltung, auf der Amazon vor einem Jahr völlig überraschend den neuen Kindle Paperwhite vorstellte.

Amazon blieb diesmal der Veranstaltung fern, dafür hatte der Display-Zulieferer der Kindle-Sparte einen eigenen Stand. Zwar stellte E-Ink auch den aktuellen Kindle Paperwhite sowie einige weitere dedizierte Lesegeräte aus (Tolino Shine, Kobo Aura, …). Doch schon auf den ersten Blick wurde deutlich: E-Ink ist längst mehr als nur ein E-Reading.

Smartwatches und Life-Tracker

Sony SmartBand links, daneben Smartwatches

Sony SmartBand links, daneben Smartwatches

Große Hoffnungen setzt E-Ink in Smartwatches und Life-Tracking-Armbänder. In die letzte Kategorie fällt das zur IFA vorgestellte SmartBand Talk von Sony, just dem Hersteller, der sich gerade von dedizierten Lesegeräten verabschiedet hat. Die Vorteile von E-Ink-Panels an Handgelenken sind offensichtlich: Im Vergleich zu LCD-Displays sind sie bei direkter Sonneneinstrahlung besser ablesbar und insgesamt weniger stromhungrig, womit sie deutlich seltener an die Steckdose müssen. Aktuell werden Smartwatch-Displays vor allem zur Anzeige von Informationen genutzt (neue Anrufe, Nachrichten, Navigationshinweise), dafür sind E-Ink-Panels völlig ausreichend.

Smartwatches sind das Thema schlechthin auf der diesjährigen IFA, es gibt Dutzende Neuerscheinungen von allen namhaften Herstellern und einigen Newcomern. Weiterhin wird vermutet, dass Apple kommende Woche eine eigene Smartwatch vorstellt. Ob es für die Geräteklasse allerdings überhaupt eine nennenswerte Nachfrage gibt, wird sich erst nach dem kommenden Weihnachtsgeschäft beurteilen lassen.

Smartphone-Cover und Dual Screen

Alcatel E-Card (alias TCL Phone Cover)

Alcatel E-Card (alias TCL Phone Cover)

Ein Thema, das regelmäßigen Besuchern dieser Seite ein Begriff ist, sind E-Ink-Panels im Verbund mit Smartphones. Reine E-Ink-Smartphones sind kein Thema, dafür sind die Displays zu eingeschränkt (langsame Reaktionszeiten, Graustufen). Statt dessen gibt es zwei Konzepte. Zum einen Dual-Screen-Devices wie das Yotaphone – E-Ink hatte leider nur die erste Generation am Stand, nicht das in den nächsten Monaten erscheinende neue Modell mit schnellerer Hardware und E-Ink-Touchscreen. Zum anderen externe, “dumme” E-Ink-Panels, die einzig vom Smartphone übertragene Informationen anzeigen. Genannt seien hier etwa der Pocketbook CoverReader die Alcatel E-Card und ein Case, der das iPhone 5S zu einem Dual-Screen-Device macht.

Äpfel günstiger! Dreifarbiges Panel für den Handel

Äpfel günstiger! Dreifarbiges Panel für den Handel

Schließlich hat E-Ink zahlreiche Lösungen fürs B2B-Segment in der Schublade. Kleine Panels zur flexiblen Anzeige von Preisen und Hinweisen (auch dreifarbig) gibt es schon seit einiger Zeit. Zur IFA 2014 hatte der Konzern außerdem ein 32″ Panel im Gepäck, das etwa für öffentliche Einrichtung und den Einzelhandel konzipiert ist.

eBook Reader: Schärfer, bessere Beleuchtung – Farbe vom Tisch

Und eBook Reader? Im Hintergrundgespräch ließ ein E-Ink-Manager durchblicken, dass hier die ganz großen Innovationen zumindest kurzfristig ausbleiben. Eine neue Technologie benötige zwei bis drei Jahre Entwicklungszeit, E-Ink Carta sei im letzten Jahr eingeführt worden, sagte man uns vielsagend.

Hardwareseitig sieht E-Ink die nächsten Weiterentwicklungen zum einen in höheren Auflösungen, zum anderen bei Optimierungen bei der integrierten Beleuchtung. Farbiges E-Ink hingegen ist für dedizierte Lesegeräte kein Thema (mehr), sagte uns der E-Ink-Manager relativ deutlich. Dieses Feature werde von Käufern eines dedizierten Lesegerätes schlicht nicht gewünscht. Statt dessen konzentriere man sich darauf, das Leseerlebnis zu optimieren.

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Kommentare


Mobile Publishing: Update August 2014 | smart digits 9. September 2014 um 05:01

[…] Wearables, Augmented Reality: Lesen.net berichtet aktuell von der IFA und den dort präsentierten Neuerungen von eInk. Die Innovationen halten sich hier in Grenzen, es ist eher Produktpflege im Detail angesagt. Stefan […]

Antworten

DaSung PaperLike: E-Ink-Monitor ohne Netzkabel » lesen.net 7. Januar 2015 um 13:20

[…] Schon am Rande der IFA 2014 stellte E-Ink neben dedizierten Lesegeräten zahlreiche andere Anwendungsmöglichkeiten ihrer Displays vor. So sahen wir unter anderem Verkaufsschilder, E-Ink-Smartphones und natürlich das Dual-Screen-Gerät Yotaphone, dessen zweite Generation soeben erschienen ist. Daneben gab es auch ein großformatiges Panel zu sehen, das vor allem für die Anzeige von Produktinformationen in Schaufenstern konzipiert ist. […]

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