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E-Reading-Pionier txtr ist pleite

Die txtr GmbH ist pleite. Geschäftsführer Thomas Leliveld beantragte vergangene Woche beim Amtsgericht Charlottenburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahren, die Zügel hält jetzt ein vorläufiger Insolvenzverwalter in der Hand, wie der Fachdienst deutsche-startups.de herausfand. Damit scheint die höchst wechselvolle Geschichte eines der großen deutschen E-Reading-Pioniere ein Ende mit Schrecken zu nehmen.

2009 trat txtr mit dem Versprechen eines deutschen Kindle-Rivalen an. Der txtr Reader wurde heiß erwartet, aber immer wieder modifiziert und verschoben. Schlussendlich wurde das Gerät nur in kleinen Stückzahlen im Ausland verkauft, hierzulande war es nie zu haben.

Nachdem sich txtr dann jahrelang ausschließlich im B2B-Segment betätigte, unternahm man mit dem txtr Beagle einen neuen Anlauf in Sachen E-Reading-Hardware. Das Gerät schaffte es immerhin in den deutschen Handel, erwies sich aber als unfertiger Ladenhüter und wurde rasch auf Ramschniveau verbilligt.

Zuletzt versuchte sich txtr über das Spin-Off im boomenden eBook-Flatrate-Segment, in Großbritannien ging das verheißungsvolle Angebot bereits ans Netz. Obwohl die Blloon GmbH nicht direkt von der Insolvenz betroffen ist, erscheint zum jetzigen Zeitpunkt doch sehr fraglich, ob Blloon wie ursprünglich geplant zeitnah auch in Deutschland angeboten wird.

Insolvenzbekanntmachung des Amtsgericht Charlottenburg

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Kommentare


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