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eBook-Bibliothek zum Anfassen, selbst gebaut

Dass man eBooks nicht ins Regal stellen kann, wird nicht nur von Printbuchliebhabern immer wieder als Kritikpunkt ins Feld geführt. Ein Digital-Leser wollte sich damit nicht abfinden und hat seine zuletzt gelesenen eBooks in Bastelarbeit materialisiert. Ein Modell, das in Serie gehen könnte.

eBook Karte: Vorne selbstgestaltetes Cover, hinten Inhaltsauszug

eBook Karte: Vorne selbstgestaltetes Cover, hinten Inhaltsauszug

Konrad Lischka, Referent Digitale Gesellschaft in der Staatskanzlei NRW und vielen sicherlich bekannt durch seine langjährige Tätigkeit als Netzwelt-Redakteur bei Spiegel Online, ist ein begeisterter eBook-Leser. Beim Besuch eines Freundes nebst gemeinsamer Betrachtung der entsprechend total veralteten eigenen Print-Bibliothek bemerkte er, eBooks fehle „ein physisches Artefakt als kommunikatives Element“. Lischka ließ das nicht auf sich beruhen und legte Hand an.

In einem am heutigen Mittwoch veröffentlichten Blogartikel beschreibt der Autor, wie er mittels der Webdienste clippings.io (für Textauszüge), Moo (für beidseitig bedruckte Kartonkarten) und eines billigen Stempelsets schicke und stabile „Buchkarten“ im Kindle-Look und mit individuellen Inhalten kreiert hat.

„Druck-Option“ von Dienstleister oder Plattform-Betreiber wünschenswert

In ihrer derzeitigen Form machen die Karten natürlich weniger her als Bücher im Regel (sind allerdings platzsparender) und wollen auch noch präsentiert werden, ein erster Schritt ist aber gemacht. Mehr soll es auch gar nicht sein: Konrad Lischka wünscht sich einen Dienst oder eine innerhalb der Plattformen integrierte Funktion, die  dem Nutzer den Export der Erinnerungen in die physische Welt abnimmt.

Ein Wunsch, mit dem er nicht alleine sein dürfte: Zweifelsohne werden viele eBooks (ebenso wie Printbücher) zum Zeitvertreib gelesen und dann schnell wieder vergessen. Genauso wie in der Printwelt gibt es aber auch eBooks, die „haften bleiben“ und die Leser gerne auch im Realen um sich haben und ausstellen würden. Gegenwärtig gibt es hier nur die Möglichkeit, sich dann doch noch das Printbuch zu kaufen soweit vorhanden – ein Zustand, bei dem es nicht bleiben sollte.

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