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eBook Inside: Kostenloses E-Book zum gekauften Printbuch

ebook insideDer Marketing-Dienstleister book2look hat eine neue technische Lösung für E-Book-Bundles entwickelt, mit der Kunden zu einem gekauften Print-Buch das E-Book kostenlos herunterladen können. Verlage können eBook Inside als Widget in ihre Websites einbinden und darüber ihren Käufern den Download ermöglichen. Die Akzeptanz auf Verlagsseite ist allerdings fraglich.

Der Besitzer eines Print-Buchs authentifiziert sich auf der Verlagsseite über einen ins Buch gedruckten Code oder durch eine Kontrollfrage, etwa „Wie lautet das 5. Wort auf Seite 218?“. Er erhält dann per E-Mail den Downloadlink zu einem epub oder MOBI, das im Impressum seinen Namen und seine E-Mail-Adresse beinhaltet – dies dient als sehr simples Wasserzeichen (weiches DRM).  Bundles sind bereits seit Längerem auf dem Buchmarkt verfügbar, etwa bei Carlsen. eBook Inside bietet Verlagen die Möglichkeit, einfach und schnell eine Download-Möglichkeit zu schaffen und könnte die Verbreitung von E-Book-Print-Paketen beflügeln.

Viele Verlage werden draußen bleiben

Hartes DRM wie Adobe DRM wird nicht unterstützt – das wird für die Verlage ein Killerkriterium sein, die harten Kopierschutz in ihren Autorenverträgen festgehalten haben. Er gilt auch als einer der wesentlichen Gründe, warum E-Books von Kunden als unkomfortabel erlebt werden. Einige Verlage haben hartem DRM in den letzten Jahren den Rücken gekehrt oder von Anfang an auf Wasserzeichen gesetzt. Gerade Großverlage halten allerdings an hartem Kopierschutz fest: So sind von den aktuellen Top 10 E-Books bei Weltbild.de neun Titel Adobe-DRM-geschützt. Diese Verlage und ihre E-Books stehen bei der Book2Look-Lösung außen vor.

Digital und Analog wachsen weiter zusammen

Mit eBook Inside können Verlage schnell und unkompliziert Bundles anbieten, die technische Abwicklung wird ihnen abgenommen. Damit lassen sich vielleicht auch kleinere Verlage ohne eigenes Shop-System zum Einstieg in den digitalen Markt bewegen. In jedem Fall wachsen die digitalen und die Print-Welten weiter zusammen und Kombinationsprodukte werden vereinfacht. Bundles könnten auch gegen die immer wieder geäußerte Angst helfen, dass sich der Markt selbst „kannibalisiert“. Es wird gefürchtet, dass digitale Inhalte die gedruckten verdrängen. Pakete aus Print- und E-Books sind eine mögliche Lösung – allerdings wird so natürlich auch nur einfach verdient.

Auf einer eigenen Infoseite informieren wir übrigens auch über gänzlich kostenlose eBooks.

Würdet ihr für ein Bundle mehr bezahlen als für die gebundene Ausgabe? In welcher Situation lest ihr lieber E-Books, wann greift ihr zum gedruckten Buch?

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Kommentare


P.Gr. 29. Juli 2013 um 15:44

Klares Nein. Ich lese gerne und viel. Aber auch bei Neuerscheinungen warte ich ab, bis ich diese gebraucht günstig bekomme. Zum Reader greife ich vorwiegend abends, um im Bett zu lesen. Und da schaue ich auch, dass ich für mich interessanten Lesestoff günstig erwerben kann. Denn ansonsten geht Lesen ganz schön ins Geld.

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Peter 30. Juli 2013 um 08:50

@P.Gr.

Das ist sehe ich ähnlich. Ich hab kaufe auch fast nur gebrauchte Titel.

Und bei Ebooks vor allem Englische da es die halt günstiger gibt. Sonst ist die Onleihe eine gute Wahl.

Was das Angebot des Bundles betrifft verstehe ich ihr nein nicht ganz. Klar ich werde deshalb auch nicht lauter teure Neuausgaben kaufen. Aber wenn ich einen Titel verschenke sollte er schon neu sein (es sei den es ist altes Buch aus meiner Sammlung)) und dann freue ich mich wenn ich für mich das Ebook noch dazu bekomme.

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P.Gr. 30. Juli 2013 um 14:06

@Peter
Ja o.k. soweit habe ich noch gar nicht gedacht. Nur zum Verschenken brauchts auch einen Freundeskreis wo gelesen wird. Da bin ich so ziemlich ein „Einzelexemplar“.
Und innerhalb der Familie tauschen wir die Reader, da ich einen Tolino und einen Paperwhite habe. Und leider stehen meine Kinder mit dem Lesen auf Kriegsfuß, obwohl sie sehen dass die Eltern lesen und wir auch vorgelesen haben wo sie noch klein waren. Verstehe ich eigentlich nicht ganz, kanns aber nicht ändern.

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ReaderT2 30. Juli 2013 um 19:15

Also ich werde die Sache beobachten und wenn was passendes für mich dabei ist auch kaufen. Finde jede Möglichkeit eBooks in den Buchhandel zu bringen begrüßenswert.
Vielleicht gibt es ja auch die technische Möglichkeit ein sehr günstiges E-Ink-Display auf ein Printbuch zu befestigen und den Buchinhalt fest gespeichert auf dem Chip zu hinterlegen.
Der Ansatz von txtr war zwar kein Erfolg, aber die Idee günstig E-Ink zu den Lesern zu bringen fand ich ganz gut.
Auf die Weise könnte E-Ink auch in Sammlerhände kommen und den Absatz erhöhen, denn gerade die bisherigen Printbuchsammler, sind mit ihrer Sammelleidenschaft beim eBook völlig außen vor und das sollte geändert werden.

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Buch plus eBook: Bundles erobern den Buchmarkt » Debatte, eBooks » lesen.net 20. August 2013 um 14:37

[…] Eine technische Lösung für Verlage, die Bundles ausprobieren möchten und auf hartes DRM verzichten können, wird seit kurzer Zeit vom Branchendienstleister book2look ermöglicht. […]

Antworten

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