Einigung mit Holtzbrinck: Onleihe bald mit eBooks von Rowohlt, Knaur & Co
Im digitalen Bestand der öffentlichen Bibliotheken schließt sich eine gravierende Lücke. Nach jahrelangen zähen Verhandlungen haben die Verlagsgruppe Holtzbrinck und Onleihe-Betreiber divibib eine Vereinbarung getroffen, nach der Bibliotheken künftig auch eBooks der Holtzbrinck-Verlage verleihen können. Mit den üblichen Einschränkungen.
Bibliotheken kaufen bei eBooks wie auch bei Print-Büchern einmalig Lizenzen, Verlage partizipieren darüber hinaus nicht an einzelnen Leihvorgängen. Verlage sind mit dieser Praxis nicht eben glücklich, weil sich eBooks anders als gedruckte Bücher nicht abnutzen und der sehr günstige Verleih in Bibliotheken bisweilen in Konkurrenz zu eigenen Angeboten steht.
Die Verlagsgruppe Holtzbrinck, die zusammen mit Random House die eBook Flatrate Skoobe betreibt, hatte sich darum der Onleihe komplett verweigert. Bis jetzt, denn am gestrigen Montag vermeldeten Holtzbrinck und Divibib eine Einigung (Pressemitteilung beim "Buchmarkt"). Damit sind künftig auch die Titel von Rowohlt, Droemer Knaur, S. Fischer, KiWi und weiterer Holtzbrinck-Verlage bei den derzeit knapp 2.700 im Onleihe-Verbund organisierten Bibliotheken zu haben.
Bestseller monatelang vergriffen

nur mit fast vier Monaten Wartezeit ausleihbar. Bei beliebten Holtzbrinck-Titeln, beispielsweise von Jojo Moyes, wird es ähnlich aussehen.
Piper, Carlsen, Ullstein weiter außen vor
Nichts desto trotz ist die Einigung mit der Verlagsgruppe sehr zu begrüßen, Bibliotheken können nun ein weitaus breiteres und vollständigeres digitales Sortiment anbieten. Der einzige große weiße Fleck auf der Onleihe-Landkarte ist nun der schwedische Bonnier-Konzern, der für eBooks seiner Imprints wie Ullstein, Carlsen und Piper nach wie vor keine Leih-Lizenzen an öffentliche Büchereien verkauft.



Kommentare
NEWS! Onleihe bald mit eBooks von Rowohlt, Knaur & Co | OnleiheVerbundHessen 18. September 2016 um 17:01
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