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+Folgen: Amazon.de informiert über Neuerscheinungen von Autoren

Wohl jeder Leser hat Lieblingsautoren, deren Neuerscheinungen er ganz besonders herbeisehnt. Um darüber auf dem Laufenden zu bleiben, gibt es bei Amazon.de jetzt eine interessante neue Funktion – nicht nur für Kindle-Nutzer.

Auf jeder Autorenseite bei Amazon.de erscheint seit dem gestrigen Mittwoch ein „+Folgen“-Button direkt unter dem Autorenbild. Ein Klick darauf führt zu einer E-Mail-Benachrichtigung, sobald ein neuer Titel dieses Autoren im Amazon.de Sortiment gelistet ist.

Eigener Text in E-Mails bislang nur bei Amazon.com

Diese Funktion gibt es in den USA bereits seit einem guten Jahr. Dort haben Autoren auch die Möglichkeit, die Benachrichtigungen mit eigenem Text zu versehen. In Deutschland fehlt diese Option derzeit noch.

Überhaupt steckt +Folgen noch in den Kinderschuhen: Autoren wissen nicht, wie viele Leser ihnen folgen, umgekehrt erhalten auch Leser keinen Überblick darüber, welche Autoren sie gerade abonniert haben. Einzig Amazon hat all diese Informationen wird sie sicherlich algorithmisch nutzen: Wer mehreren Thriller-Autoren folgt, bekommt künftig mit großer Wahrscheinlichkeit noch mehr Thriller-Empfehlungen angezeigt.

Indie-Autoren trommeln für +Folgen

Die Begeisterung unter deutschen Autoren über die +Folgen-Funktion ist groß, die sozialen Netzwerke sind derzeit voll von „Folge mir bei Amazon.de und verpasse keine Neuerscheinung“ Hinweisen. Tatsächlich wird hierüber ein deutlich direkterer Draht hergestellt als etwa über eine Facebook-Seite, deren Aktualisierungen längst nicht alle Fans eines Autoren auch zu Gesicht bekommen. E-Mails von Amazon hingegen landen zuverlässig in den Postfächern der Empfänger und werden dort dann meist auch gelesen.

Die Autorin Corinna Rindlisbacher weist gleichwohl in einem Blogartikel richtigerweise darauf hin, wer als Autor ganz auf den +Folgen-Button verlasse, begebe sich in eine große Abhängigkeit. Denn: „Was wäre, wenn Amazon den Button irgendwann wieder abschafft“? Auch würden Kunden außerhalb von Amazon nicht erreicht. Zielführender sei ein eigener Newsletter, denn diese Adressen „besitze“ man selbst und machten unabhängig von Mittelsmännern.

Tolino-Leser und Fremd-Käufer können sich dranhängen

Aus Nutzersicht ist die Anmeldung für zahlreiche Newsletter oder für Lese-Communitys mit vergleichbaren Folgen-Funktionen (genannt sei nur Amazons eigene Plattform Goodreads) aber sicherlich eine größere Hürde als ein Folgen-Button bei einem Online-Händler, wo man ohnehin regelmäßig unterwegs ist. Und die praktische Funktion lässt sich natürlich auch von Tolino-Lesern und sonstigen Anderswo-Käufern „piraterieren“: Warum sich nicht von Amazon komfortabel über eine Neuerscheinung informieren lassen und den Titel dann einfach aus der Amazon-E-Mail in die Suchmaske von Thalia & Co. kopieren?

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Kommentare


Fabian 15. März 2018 um 13:16

Vielleicht ist ja alternativ auch https://Booksnext.de für Leser interessant, die sich mit der Amazon-Follower-Funktion nicht anfreunden können und alle Autoren an einem Ort verwalten möchten.

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