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Frankfurter Rundschau plant Digiabo-Testlauf

frBis vor einigen Tagen war die linksalternative TAZ die einzige Tageszeitung, welche als Digiabo auch auf (deutschen) eReadern gelesen werden kann. Mit dem Verkaufsstart vom Kindle International sind über dieses Lesegerät inzwischen auch FAZ und Handelsblatt beziehbar – allerdings deutlich zu teuer.

Eine weitere überregionale Zeitung spielt derzeit öffentlich mit dem Gedanken, eine digitale Ausgabe für dedizierte eBook Lesegeräte anzubieten. Die Frankfurter Rundschau will aber nichts dem Zufall überlassen: Mitte November startet ein dreiwöchiger Probelauf, für den das Blatt noch Testpersonen sucht.

prs-6001_lg20 Sony Reader Touch Edition werden an Freiwillige verteilt, die in der Testphase über ihre Erfahrungen mit der digitalen Rundschau und einer Sonderausgabe Auskunft geben. Auf www.fr-online.de/reader/ informieren die Frankfurter über die Aktion, Interesierte haben einen dort verlinkten ausführlichen Online-Fragebogen auszufüllen und werden bei Bedarf kontaktet.

Sonys diese Woche in den Handel kommender neuer Sechs-Zoller ist als Lesegerät für Zeitungen hierzulande dank Touchscreen sicherlich erste Wahl, die Navigation innerhalb der verkleinerten Seiten ist dort relativ problemlos möglich. Großformatigere eReader wie der iRex DR800SG (8,1″) oder der Amazon Kindle DX (9,7″) ermöglichen naturgemäß eine bessere Übersicht, sind allerdings auch weniger portabel.

Anders als bei den Lesegeräten von iRex und Amazon kommt beim Sony Reader Touch Edition die eZeitung aber nicht morgens automatisch aufs Gerät, sondern muss via PC erst heruntergeladen und überspielt werden. Das Komfort-Minus wird die Frankfurter Rundschau durch ein attraktives Pricing kompensieren müssen: Die DigiTAZ hat auf diese Weise (50% Abschlag zum Printprodukt) immerhin schon über 1500 Abonnenten gewinnen können.

txtr hat jüngst angekündigt, auf jeden Fall auch Zeitungsabos im txtr Store offerieren wollen. Hier werden die Inhalte drahtlos aufs Gerät gepushed, welches allerdings über keinen berührungsempfindlichen Bildschirm verfügt. Dass über das kompakte Pagepad vom txtr Reader eine zufriedenstellende Lektüre von Zeitungen (die ja selten straight von vorne nach hinten durchgelesen werden) möglich ist, werden die Berliner aber noch beweisen müssen.

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Kommentare


Marc 26. Oktober 2009 um 18:41

Erst auf den PC, dann auf den Reader?
Das will doch niemand!
Das ist auf dem Kindle besser gelöst. Vielleicht ja auch bald auf dem txtr.

Antworten

Rolfo 28. Oktober 2009 um 11:19

‚Die Umfrage ist beendet‘ – das ging aber flott.

Antworten

Rolfo 29. Oktober 2009 um 00:33

Die Ruhr-Nachrichten haben übrigens ein ähnliches Projekt gestartet:

http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/Dortmund-Wir-testen-den-E-Reader%3Bart930,709558

Antworten

Johannes 29. Oktober 2009 um 00:37

Danke für die Ergänzung Rolfo, hatte ich auf dem Schirm, ist durch die regionale Einschränkung (auf Dortmund) aber in meinen Augen nicht meldenswert gewesen.

Ciao
Johannes

Antworten

Wer zu spät kommt (oder im falschen Ort wohnt)… » Pottblog 29. Oktober 2009 um 06:24

[…] habe ich versucht beim E-Reader-Testlauf der Frankfurter Rundschau mitzumachen, was jedoch leider […]

Antworten

eBook Reader Verleih in Bern » eReader » lesen.net 30. März 2010 um 16:26

[…] Anwender aber selbst zu kümmern. Darüber hinaus gibt es Pilotprojekte mit Leih-Lesegeräten in deutschen Zeitungshäusern und im amerikanischen Bildungsbereich, eine erste komplett bücherlose Bibliothek sowie […]

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