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Hörbücher auf Zuruf: Amazon Echo debütiert in Deutschland

Knapp zwei Jahre nach dem Verkaufsstart in den USA kommt der der intelligente WLAN-Lautsprecher Amazon Echo auch nach Deutschland. Das Gerät lässt sich ausschließlich über den intelligenten Sprachassistenten Alexa steuern, der auch für Lesefreunde – und mehr noch für Hörbuchfreunde – einiges in petto hat. Voraussetzung ist allerdings ein beachtliches Grundvertrauen in Technik und Amazon.

Wie anfänglich auch auf Amazon.com kann Echo in Deutschland derzeit nicht regulär vorbestellt werden, vielmehr ist eine „Einladung“ anzufordern. Nach einigen Wochen gibt es dann eine Benachrichtigung, dass der eigentliche (Vor-)Bestell-Button scharf geschaltet ist. Ausgeliefert wird der in schwarz und weiß erhältliche Lautsprecher dann ab dem 26.10.

Amazon Echo kostet 180 Euro. Prime-Kunden, die noch bis 18:00 Uhr am heutigen Freitag ihre Bestellung vormerken, erhalten später 50 Euro Rabatt an der Kasse. Auch damit bezahlen sie allerdings noch mehr als in den USA, wo der Lautsprecher zur Einführung für 99 US-Dollar zu haben war.

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Für die Qualität des Lautsprechers sind 180 Euro allerdings nicht viel Geld, wie häufig quersubventioniert Amazon seine Hardware durch die Anbindung ans Content-Ökosystem. Der Sprachassistent beantwortet nicht nur Fragen („wie ist das Wetter“ und so weiter), spielt Musik ab, steuert angebundene Heimgeräte und liest Nachrichten vor, sondern nimmt natürlich auch dankbar neue Produkte für den Amazon.de-Wunschzettel entgegen.

Amazon Echo ist ein auditives Gerät, entsprechend gibt es nur indirekte literarische Funktionen. Hier kommen vor allem jene auf ihre Kosten, die sich Bücher ohnehin schon anhören: Echo spielt Hörbücher von Audible ab und springt auf Zuruf auch zwischen Kapiteln und Textstellen. In den USA liest Echo auch Kindle Books vor, diese Text-to-Speech-Funktion (die es neuerdings ja auch für den Kindle Paperwhite 3 gibt) werden wir für deutschsprachige Texte allerdings so bald wohl nicht sehen. Dafür kann man sich Internetseiten vorlesen lassen, wobei die Computerstimme naturgemäß weit entfernt von professionell eingelesenen Texten ist.

Nützlich und preiswert, aber jederzeit auf Empfang

Knapp zwei Jahre nach dem Verkaufsstart stehen für Echo auf Amazon.com gute 4,4/5 Sterne bei ganzen 43.307 Rezensionen zu Buche. Das Konzept „Sprachassistent a là Apple Siri / Google Now verbaut in einem stationären Lautsprecher“ kommt also an, zumal Echo ständig um neue Voice-Befehle und damit Möglichkeiten erweitert wird.

Für 180 Euro gibt es hier einen wertigen WLAN-Lautsprecher, der sich auch über Bluetooth koppeln lässt und eine Menge nützliche Intelligenz mitbringt. Wesentliche Schattenseiten ist die mangelhafte Portabilität (ein Akkubetrieb ist nicht vorgesehen) und möglicherweise auch ein latentes ungutes Gefühl bei einem solchen „Always On“ Gerät. Um jederzeit auf Kommandos reagieren zu können, ist das Mikrofon von Alexa durchgehend auf Empfang.

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