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Hunderte E-Paper zum Fixpreis: Zeitschriften-Flatrate Readly vor Deutschland-Start

Spotify, Netflix, Skoobe, Kindle Unlimited und nun auch Zeitschriften: Das schwedische Unternehmen Readly will noch in diesem Jahr auch in Deutschland ein internationales Flatrate-Angebot für Zeitschriften starten. Darüber, welche deutschen Verlage mit im Boot sind, schweigt sich das Unternehmen noch aus. In anderen Ländern hat sich die Idee schon bewährt.

Readly startete in Schweden bereits im März 2013, im November desselben Jahres in den USA und in Großbritannien im März 2014. Unklar ist, wann genau der Deutschland-Start erfolgen soll. "Wir sprechen mit allen wichtigen deutschen Verlagen und wir sind sehr zuversichtlich, dass wir schon bald einen guten ’soft launch' haben werden", sagte Mitbegründer Henrik Bark dem pv digest im Interview.  Nutzer in Schweden zahlen für die Zeitschriften-Flatrate 99 Kronen (etwa 10 Euro), in den USA kostet das Angebot 9,99 US-Dollar, in Großbritannien schlägt die Flatrate mit 9,99 Pfund (etwa 12,60 ) zu Buche.  Wer das Angebot in Europa nutzen will, muss zur Zeit 9,99 Euro dafür zahlen. Dafür bekommen die Nutzer uneingeschränkten Zugriff auf sämtliche Zeitschriften, die Readly im Angebot hat. 

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Noch steht das Unternehmen mit deutschen Zeitschriftenverlagen in Verhandlungen und möchte dementsprechend auch noch keine deutschen Partner bekannt geben. "Was ich sagen kann ist, dass deutsche Verlage schneller als ihre ausländischen Wettbewerber Interesse an unserem Angebot gezeigt haben", sagte Bark im Interview. Er ist zuversichtlich, dass das Angebot auch in Deutschland angenommen wird. In Schweden seien die Wachstumsraten beeindruckend, genau Zahlen könnten jedoch noch nicht bekannt gegeben werden. Readly-Kunden läsen 7 bis 8 Zeitschriften im Monat, 97 Prozent der Readly-Kunden seien in Schweden Neuleser der Zeitschriften. Zur Zeit umfasst das Angebot etwa 500 E-Papers, im Heimatland sollen neben Zeitschriften bald auch Zeitungen dazu kommen. Je nach Leserverhalten – das Readly erhebt und an die Verlage weiterleitet – gehen bis zu 70 Prozent des Erlöses an die Verlage.

Erfolg mit Auswahl

Ein umfassendes internationales Angebot gibt für Zeitschriften gibt es in Deutschland bislang nicht. Nur All You Can Read bietet verschiedene Fachzeitschriften zum Thema Hi-Fi und Technik für einen Flatrate-Preis an, allerdings alle aus einem Verlag. Damit reiht Readly sich in die Tradition zahlreicher anderer Flatrate-Angebote ein. Sei es nun Musik von Spotifiy,  Serien und Filme von Netflix, das auch demnächst in Deutschland starten soll oder E-Books von Skoobe oder Kindle Unlimited . Wie auch bei anderen Flatrate-Angeboten steht und fällt der Erfolg von Readly mit der angebotenen Auswahl. Mit einem internationalen Portfolio ist das Unternehmen jedenfalls schon einmal gut aufgestellt. Sollten sich nun auch große deutsche Zeitschriftenverlage dazu entscheiden, mit Readly zusammenzuarbeiten, dürfte dem neuen Stern am Flatrate-Himmel nichts mehr im Wege stehen.

<Bildnachweis: Screenshot Unternehmensvideo>

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Kommentare


NEWS! – “All-you-can-read” jetzt auch bei Zeitschriften | OnleiheVerbundHessen 13. September 2014 um 17:01

[…] Spotify, Netflix, Skoobe, Kindle Unlimited und nun auch Zeitschriften: Das schwedische Unternehmen Readly will noch in diesem Jahr auch in Deutschland ein internationales Flatrate-Angebot für Zeitschriften starten. Darüber, welche deutschen Verlage mit im Boot sind, schweigt sich das Unternehmen noch aus. In anderen Ländern hat sich die Idee schon bewährt. Hier weiterlesen […]

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