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Juke: Media-Saturn startet neuen Anlauf bei eBooks

Media-Saturn will es noch einmal wissen beim Verkauf digitaler Medien. Auf der gemeinsamen Plattform Juke gibt es Musik, Filme, PC-Software und Games – sowie 1,5 Millionen eBooks. Das Portal könnte mittelfristig gravierende Konsequenzen für die deutsche E-Reading-Landschaft haben, vor allem für Kobo.

Juke: Eines für Alles

Mit bundesweit 260 Media Märkten plus 160 Saturn-Märkten ist die Media-Saturn-Holding klare Nummer 1 beim Offline-Verkauf von Unterhaltungs-Elektronik und -Medien. Im Netz, wo neben den Online Stores dieser Marken vor allem über die vor zwei Jahren komplett übernommene Plattform Redcoon verkauft wird, bewegt sich das Unternehmen hingegen im Schatten von Amazon. Insbesondere bei digitalen Medien fehlt der Anschluss.

Das soll sich nun ändern, und zwar mit Juke (sprich: Dtschucke). Dort bündelt Media-Saturn sein gesamtes Geschäft mit digitalen Inhalten. Neben dem schon seit 2011 unter diesem Namen betriebenen Musik-Streaming-Dienst gibt es auf Juke jetzt auch Musik zum Kauf sowie zahlreiche weitere Mediengattungen.

Das eBook-Sortiment umfasst derzeit 1,5 Millionen Titel, die im epub-Format mit oder ohne Kopierschutz bereitstehen. Im E-Reading-Bereich hat sich Media-Saturn unlängst durch die Übernahme der insolventen txtr GmbH umfangreiche Expertise eingekauft.

Lese-App in den Startlöchern

Farbenfroh: Juke

Farbenfroh: Juke

Flankiert wird Juke.com von runderneuerten iOS- und Android-Apps, die in diesem Monat erwartet werden. Darin wird es auch die Möglichkeit geben, eBooks zu kaufen und direkt zu lesen, erklärte uns eine Media-Saturn-Sprecherin. In der Pressemitteilung heißt es außerdem, “das Angebot ist via (…) E-Book-Reader (…) immer und überall verfügbar”, wobei es sich allerdings um eine missverständliche Formulierung handelt. Gemeint ist die Lesbarkeit von eBooks auf dedizierten Lesegeräten (solange sie nicht Kindle heißen beziehungsweise kopierschutzfrei sind), sagte man uns.

Die derzeitige Präsentation von eBooks auf Juke.com ist mit “rudimentär” noch nett umschrieben, es gibt nicht einmal eine Blick-ins-Buch-Option. Dabei wird es allerdings mit Sicherheit nicht bleiben – Media-Saturn lässt keinen Zweifel daran, dass es dem Unternehmen mit Juke jetzt ernst ist. So wird etwa der bestehende eBook-Download-Shop von Media Markt in Juke aufgehen, erklärte uns eine Unternehmenssprecherin.

Wichtiger Vertriebspartner für Amazon und Kobo

Bildschirmfoto 2015-08-04 um 14.39.55Die Metro-Tochter spielt beim Verkauf von eBooks zwar aktuell keine Rolle, bei dedizierten Lesegeräten verhält sich das allerdings anders. Media-Saturn dürfte in Deutschland der größte Absatzkanal von Kindle-Lesegeräten abseits von Amazon.de sein und ist vor allem der klar wichtigste Vertriebspartner von Kobo.

Anders als in anderen Märkten sind die eBook Reader des kanadisch-japanischen E-Reading-Spezialisten hierzulande nicht im Sortiment von Buchhandelsketten (tolinobedingt), sondern primär über Elektronikhändler erhältlich. Sollte sich Media-Saturn in die lukrative Richtung “integrierte Lösung” bewegen und ein eigenes Lesegerät ins Programm nehmen – zuzutrauen wäre es dem Anbieter allemal -, bekommt Kobo ein gewaltiges Problem.

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Kommentare


Allemagne : la chaîne Media-Saturn sempare du livre numérique – Les univers du livre | Valor de cambio 6. August 2015 um 09:11

[…] Pour Lesen, le ravalement de façade pourrait intriguer un acteur en particulier : Kobo, qui vend la majorité de ses lecteurs ebook dans les magasins de la chaîne. Si Media-Saturn décide de mettre au point son propre appareil, et de le mettre en avant dans ses 260 magasins Media Markt et 160 boutiques Saturn, la firme de Rakuten a du souci à se faire. […]

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