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„Kindle for iPad“ fertig + online

kindle-for-ipadPünklich zum iPad-Verkaufsstart hat Apple die Version 2.0 der kostenlosen Kindle-App freigegeben, mit der über 450.000 (USA) / 380.000 (Europa) eBooks aus dem Kindle Store geschmökert werden können. Zu den Neuerungen in 2.0 heißt es im AppStore (iTunes-Link) kurz und prägnant: „Optimized for iPad“. Dabei hat sich Amazon längst nicht auf ein Redesign der Icons für das größere Display beschränkt.

Neu ist ein grafischer Startbildschirm, der die eigene Bibliothek mit großen farbigen Buchcovern anzeigt. Weiterhin kann zur vom iPhone bekannten Listenansicht gewechselt werden, die allerdings optisch deutlich aufgemotzt wurde – bislang beschränkte sich Amazon auf eine relativ schnörkellose tabellarische Darstellung der Inhalte.

kindle-for-ipad-blaetternAlternativ zum pragmatischen Tap-Blättern kann nun auch „natürlich“ mittels einer Wischbewegung geblättert werden. Die Animation kennt man bereits von anderen Lese-Apps wie Stanza (ebenfalls von Amazon) oder Classics – auch Apple selbst nutzt für seine iBooks diesen Effekt. Auf Wunsch lässt sich in der Kindle-App aber auch weiterhin mittels einer simplen Berührung umblättern, die neue Seite slidet dann wie gewohnt ins Bild.

Die frühe Veröffentlichung von „Kindle for iPad“ – auch in der Form einer One-For-All-App –  ist durchaus eine Überraschung: Amazon bekam von Apple vorab kein Testsample ausgehändigt, weshalb man noch vergangene Woche von einem verspäteten Start auf dem iPad sprach.

In der App-Beschreibung heißt es nun auch „This initial Kindle for iPad release has only been tested on the official iPad simulator provided by Apple“, womit der schwarze Peter für eventuelle Programmfehler zu Apple geschoben wird. Die heiße Phase rund um den Verkaufsstart wollte sich Amazon dann aber offenbar doch nicht von der Seitenlinie aus anschauen – anders als Barnes & Noble, die noch nicht mit einer angepassten eReader-App präsent sind.

ibooks1Damit stellt sich Apple tatsächlich vom Tag 1 dem direkten Wettbewerb mit Amazon um die eBook-Vorherrschaft auf dem iPad – mit vorerst schlechteren Karten. „Nur“ 60.000 iBooks von sechs Großverlagen sind derzeit online. Darunter befindet sich zwar nahezu die komplette prestigeträchtige New York Times Bestsellerliste; Nischen und ältere Titel sind dagegen eher im Kindle Store zu finden, dessen Angebot den iBookstore momentan um den Faktor 8 übertrifft.Um Amazons Marktanteil muss man sich also vorerst keine Sorgen machen.

Preislich geben sich die Sortimente erwartungsgemäß im Wesentlichen nichts.  Spiegel Online will im iBookstore zwar einen aktuellen Titel ausgemacht haben, der fast 50% günstiger als bei Amazon sein soll. Die Differenz – sollte es sie überhaupt gegeben haben und der Kollege nicht eher über den Hardcover-Preis gestolpert sein – ist allerdings bereits passè: „The Pacific“ liegt auch im amerikanischen Kindle Store bei 9,99 US-Dollar (13,79 US-Dollar für Europäer).

<via Golem & Teleread / Video vom iPhoneblog>

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Kommentare


Andivista Info und Technikblog » Blog Archive » Gamestar & PCGames Hardware Nvidia Videos 5. April 2010 um 08:45

[…] Lesen.net: “Kindle for iPad” fertig + online […]

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Zelina 5. April 2010 um 14:44

Mit Erstaunen habe ich über Ostern verfolgt, wie Apple den hype um den ipad zelebrierte. Aus psychologischem Gesichtspunkt sehr interessant, wie erst der Hype aufgebaut wurde und dann medienwirksam in Dollars umgesetzt wird. Wir werden sehen, wie dies im Mai in Deutschland ankommt. Meiner Erfahrung nach sind die Deutschen nicht so leicht auf einen Hype zu setzen. Aber wer weiss, mich würde es nicht wundern, wenn nach ein paar Tagen die Schlagzeilen lauten: ipad in Deutschland ausverkauft. Nachfrageerzeugung durch geringes Angebot. Wir werden sehen.

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iPad + iBooks: Licht und Schatten » eBooks » lesen.net 6. April 2010 um 08:22

[…] letzten Haken hat allerdings Amazon selbst inzwischen relativiert: Dank Kindle for iPad sind auf  beiden Devices die 450.000 Texte aus dem Kindle Store kauf- und lesbar. In den Augen […]

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Forscher: iPad nichts für den Nachttisch » eReader » lesen.net 27. April 2010 um 20:03

[…] eBooks aus dem iBookstore (und die 450.000 über Kindle for iPad beziehbaren Titel) warten darauf, von den inzwischen wohl deutlich über einer Million […]

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Kindle 2 Firmware Update: Web 2.0, pdf-Zoom, … » Software » lesen.net 29. April 2010 um 17:13

[…] fährt also weiterhin zweigleisig: Während auf der einen Seite mit Hochdruck an “Kindle for iPad” und Apps für andere Plattformen gearbeitet wird, vergisst man auch die Bestandskunden der […]

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Kindle Highlight-Funktion in der Kritik » eReader » lesen.net 4. Mai 2010 um 19:57

[…] an ihre Lektüre, können nahtlos auf verschiedenen Endgeräten lesen (z.B. in der U-Bahn mit dem iPad, im Bett mit dem Kindle) und stehen mit zahlreichen anderen Lesefreunden in Verbindung; auf der […]

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Deutsches iPad vorbestellbar, mit iBooks » Topnews » lesen.net 10. Mai 2010 um 15:03

[…] Alternativen wird es allerdings nicht mangeln: Eine Verfügbarkeit der Kindle for iPad App auch im deutschen App Store gilt als sicher, weiterhin hat txtr eine iPad-Version seiner Lese- […]

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Kindle for Android (erst) im Sommer » Software » lesen.net 18. Mai 2010 um 16:56

[…] sogar schon vor dem iPhone OS. Nachdem Amazon zuletzt medienwirksam seine Kindle for iPad App in Umlauf brachte, bekommt nun endlich auch die Android-Fraktion Zugang zu Lesefutter aus dem Kindle Store. […]

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[…] Amazon wie B&N über ihre Multiplattform-Strategie (Kindle: Apps für PC, Mac, iPhone, iPad, Blackberry; angekündigt Android) praktisch omnipräsent sind und damit am Erfolg vom Apple iPad […]

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Kindle Books werden multimedial – ohne Kindle » eBooks » lesen.net 28. Juni 2010 um 21:43

[…] Voraussetzung. Unterstützt werden iPod Touch, iPhones und natürlich das iPad über die von Amazon bereitgestellten Apps. Damit ist der E-Buchhändler sogar schneller als Hersteller Apple. die in ihrem iBookstore […]

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iBooks erfolgreich, bald erweitert + auf iPhones » eBooks » lesen.net 14. August 2010 um 20:18

[…] eBook-Marktes in der “Vor-Apple-Zeit” und bestehender Alternativen. Nachdem Kindle for iPad – mit umfangreicherem Content-Angebot und breiterer Plattformbasis – und die Lese-App […]

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