Skip to main content

Kindle Unlimited: Start zur Buchmesse, erster Verlagspartner publik

Der Deutschland-Start von Kindle Unlimited, der eBook-Flatrate von Amazon, steht unmittelbar bevor. Nach übereinstimmenden Medienberichten öffnet sich der Vorhang zur in zehn Tagen beginnenden Frankfurter Buchmesse. Erwartungsgemäß bleiben viele große Verlage vorerst außen vor, in der zweiten Reihe Sieht es aber offenbar anders aus.

Kindle Unlimited, in den USA seit Juli für 9,99 US-Dollar monatlich verfügbar, wird hierzulande nach Informationen der Wirtschaftswoche zur Frankfurter Buchmesse debütieren. Die WiWo versieht ihre Meldung mit einem „Exklusiv“-Siegel, tatsächlich ist der bevorstehende Deutschland-Start von Kindle Unlimited aber schon lange ein offenes Geheimnis in der Branche. So vermeldete der Buchreport den angepeilten Start des Dienstes zur weltgrößten Buchmesse bereits im August.

Konzernverlage setzen auf eigenes Angebot

Schon damals sickerte durch, dass sich die großen Verlagsgruppen wie in den USA auch hierzulande das Angebot erst einmal von außen ansehen. Neben der allgemeinen Gemengelage (Stichwort: Konditionenstreit) ist ein wesentlicher Faktor, dass die Verlagsgruppen Holzbrinck und Random House/Bertelsmann mit Skoobe (30 Tage kostenlos testen) ihre eigene Flatrate betreiben.

Neben den Imprints der beiden Konzerne sind zahlreiche weitere Verlage bei Skoobe dabei, insgesamt über 1.000 an der Zahl. Hier gleichzuziehen, wird kein Selbstläufer für Amazon. Abseits der öffentlichen Trommelei werden Verlage aber mit Sicherheit bei Kindle Unlimited mitmachen, wenn die Zahlen stimmen. Dass man einer Zusammenarbeit mit Amazon nicht grundsätzlich abgeneigt ist, zeigt schon ein Blick auf die allwöchentlichen Kindle Deals, wo nach wie vor regelmäßig Titel von Holtzbrinck und Random House dabei sind (nicht jedoch von Bonnier, sprich Ullstein, Carlsen, …).

Indie-Titel allein werden nicht reichen

Leere Regale sind bei Kindle Unlimited hingegen nicht zu befürchten. Mit Sicherheit verfügbar, wie auch schon im Rahmen der Kindle Leihbücherei, sind Hunderttausende Self-Publishing-Titel. Im WiWo-Bericht outet sich außerdem eine erste Verlegerin: dotbooks-Chefin Beate Kuckertz bestätigte die Teilnahme an Kindle Unlimited. Entscheidend für die Gewinnung von Abonnenten wird aber das Angebot zugkräftiger Bestseller sein. Amazon wird sicherlich (wie auch in den USA) viel Geld in die Hand nehmen, um zumindest einige Top-Titel von unabhängigen Verlagen wie Bastei Lübbe oder HoCa anbieten zu können.

Ähnliche Beiträge


Kommentare


Kindle Unlimited: Deutschland-Start mit Rumpf-Sortiment » lesen.net 7. Oktober 2014 um 09:04

[…] Erwartungsgemäß hat Amazon am heutigen Dienstag, einen Tag vor Beginn der Buchmesse, seine eBook Flatrate Kindle Unlimited nach Deutschland gebracht. Zum Start gehören beeindruckende 720.000 Titel zum Angebot, davon allerdings nur ein paar Zehntausend in deutscher Sprache. Einige wenige Top-Titel sind an Bord. […]

Antworten

Mobile Publishing: Update September/Oktober 2014 | smart digits 21. Oktober 2014 um 07:46

[…] und Abomodelle: Mit dem Start von Kindle Unlimited in Deutschland tritt der Marktkampf um die Abomodelle auch hierzulande in eine neue Phase. Amazon […]

Antworten

Gratis eBook-Flatrate Readfy startet ohne Bestseller » lesen.net 7. August 2015 um 09:53

[…] ist Readfy der sprichwörtliche geschenkte Gaul – anders als Amazon, das für seine hierzulande vor der Tür stehende eBook-Flatrate Kindle Unlimited bei vergleichbar eingeschränktem Sortiment 10 Euro monatlich […]

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*