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Kobo bald in Deutschland

kobo-e-reader-ctia-2010Das eBook-Startup Kobo – ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem unter anderem der kanadische Retailer Indigo und die US-Buchhandelskette Borders beteiligt sind – möchte dieses Jahr auf breiter Basis in den europäischen eBook-Markt einsteigen. Deutschland kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: der Verkauf lokalisierter Inhalte soll bereits im April anlaufen, der Kobo Reader früher oder später auch im hiesigen Einzelhandel erhältlich sein.

Kobo Books verstand sich schon von Beginn an als globale Plattform, wenngleich die Hardware bislang nur in Nordamerika offeriert wurde; gegenwärtig hat Kobo 2,7 Millionen angemeldete Mitglieder in über 100 Ländern.  Anders als etwa bei Barnes & Noble können deutsche Lesefreunde hier schon seit über einem Jahr ganz regulär shoppen; weil Kobo anfangs alle Kunden gleich behandelte, galt die Seite lange als Geheimtipp für einen Einkauf mit US-Angebot und US-Preisen (deutlich unter europäischem Niveau) – zum Verdruss der Verlage, die auch hier inzwischen einen IP-Check durchsetzten.

kobo_ereaderUnsere Kollege von eReaders.nl publizierten heute ein Interview mit dem Niederländer Pieter Swinkels, der bei Kobo seit Anfang des Jahres als “Director of Publisher Relations & Industry” tätig ist. In dieser Funktion liegt es unter anderem in seinem Aufgabengebiet, Personal, Inhalte und Vertriebskanäle für Kobo in Europa zu akquirieren.

Zusammen mit Swinkels und einem britischen Kobo-Mitarbeiter arbeitet auch schon ein deutscher Produkt Manager am Projekt “Kobo in Europa”. Der Fokus liegt dabei zunächst auf Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, den Niederlanden und natürlich UK, für die lokalisierte Oberflächen und Inhalte in der Landessprache bereitgestellt werden sollen. Zudem plant Kobo, sein dediziertes Lesegerät analog zu Übersee (wo der Kobo Reader unter anderem in Filialen der Supermarktkette Walmart und natürlich bei Borders und Indigo zu haben ist) auch in den stationären Handel in Europa zu bringen.

Contentseitig wird Kobo sicherlich zunächst einmal in großem Umfang mit Aggregatoren wie Libreka und Libri zusammenarbeiten müssen, um ein adäquates deutschsprachiges Angebot offerieren zu können. Steht der deutschsprachige Store, ist die Plattform aber auf jeden Fall aus Verlags- wie Kundensicht eine spannende Alternative zu den US-Multis Apple und Amazon auf der einen und den hiesigen Buchhandelsketten auf der anderen Seite.

Lesefreunde werden insbesondere das breite internationale Angebot und die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten zu schätzen wissen, gegenwärtig  große Makel von Thalia & Co. Das App-Universum von Kobo (iOS, Android, PC/Mac, Blackberry) ist in quantitativer wie qualitativer Hinsicht bereits ganz weit vorne, das dedizierte Lesegerät – der Kobo Reader – besticht durch einen sehr guten Preis, eine einfache Zugänglichkeit und umfassende Kompatibilität; so unterstützt der Reader epub-Dateien mit Adobe DRM und kann somit auch aus anderen Quellen mit kommerzieller Literatur befüllt werden.

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Kommentare


microm 11. März 2011 um 21:53

Ist mal wieder typisch: Ich erfahre von einem “Geheimtipp” immer erst wenn’s keiner mehr ist…

Antworten

Chräcker 12. März 2011 um 10:50

Aber will man wirklich diesen scheinbar aus dem Sanitärbereich kommenden eReader nutzen? (Jaja, das war jetzt sehr geschmäcklerisch subjektiv… *hust*)

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johnny 12. März 2011 um 14:17

na schlecht isser nicht, wenn man nur lesen will…
der und dann noch amazon, dann geht’s hoffentlich ab ;-)

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Akuerz 12. März 2011 um 15:09

1) http://Kobobooks.de wurde bereits im Dezember 2009 von der Indigo Books and Music Inc. beantragt und verlinkt zur Zeit noch auf den Kanadischen Server

–> http://www.whois.net/whois/kobobooks.de

2) Kobo weisst schon seit langem eine globale Abdeckung des Kundenkreises auf deren Webpage hin und hat die EU explizit als Ziel genannt:

–> http://www.kobobooks.com/retail_partners

3) Der Kobo Reader ist im Augenblick der günstigste Reader mit EInk Display auf dem Nordamerikanischen Markt. (Borders Liquidation Sales 79 USD instore only) mit WLAN-Anbindung.

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Thomas Knip 12. März 2011 um 15:46

Tja, sollte es Kobo und Amazon gelingen, hier richtig Fuß zu fassen, dann können sich die ganzen deutschen Anbieter natürlich lang und breit überlegen, was sie vielleicht alles hätten besser machen können in den letzten zwei Jahren – angefangen bei vernünftiger Hardware, wenn man schon meint, welche anbieten zu müssen …

Antworten

Vertexzüchter 13. März 2011 um 10:02

Mit den vier seitenknöpfen und dem einsamen Steuerkreuz erinnert das Gerät stark an das Cybook Gen3.

Antworten

¿Kobo en España? « Bestenberg 16. März 2011 um 09:15

[…] que compite con Nook y Kindle, podría llegar a distintos países de Europa, entre ellos Alemania, Francia y España, en abril según dicen. Por si alguien no conoce este cacharro, en su página […]

Antworten

Thors Haedecke 25. Juni 2011 um 10:07

Also die Kobo App ist Super und auch der neue Kobo Touch macht einen sehr guten Eindruck

Antworten

Nanami 3. August 2011 um 12:39

Weiß jemand schon wo man den Kobo touch kaufen kann?
Ich hatte irgendwo gelesen ab August, aber leider find ich keine weiteren Informationen.

Antworten

Nanami 25. August 2011 um 15:56

Wann kann man den nun das Kobo in Deutschland kaufen?
Und vorallem wo kann man es kaufen?

Google spuckt einfach nix aus.

Ich hoffe irgendeiner weiß was.

Antworten

Hans 30. August 2011 um 17:59

Zur Ifa in Berlin ab 2. September ist etwas angekündigt:
http://presse.gcpr.de/kobo/kobo-ifa-2011/

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