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„Literatia“: Neue Standardschrift bei Google Books „für Buchliebhaber“

Mit einem Update der Android-App von Google Play Books hat Google vergangene Woche einen brandneuen Font eingeführt und auch gleich zur Standardschrift gemacht. Literatia ist laut Google „perfekt für langes Lesen auf sämtlichen Geräten“, „für Buchliebhaber“ und soll zum Markenzeichen für die E-Reading-Sparte von Google werden – mit Konsequenzen bei der Verfügbarkeit.

Bis zu Version 3.4.5 der Google Play Books hieß die Standardschift für Texte Droid Serif, ein Font aus der umfangreichen Droid-Familie von Google, die das Grundgerüst unter anderem für Google Android stellt. Droid Serif ist in der Android-App von Google Play Books zwar weiterhin wählbar, aber nicht mehr Standardschrift. Diese heißt seit dem jüngsten Update „Literati“ und wurde von Google eigens für Play Books entwickelt. Genauer gesagt hat Google die Font-Entwicklung beim tschechischen Dienstleister Typetogether in Auftrag gegeben, wo Interessierte eine ausführliche Beschreibung der Anforderungen und der Entwicklungsarbeit finden.

Droid Serif links, Literatia rechts. Screenshots von Mobileread.

Droid Serif links, Literatia rechts. Screenshots von Mobileread.

Eine wesentliche Anforderung war demnach die Entwicklung einer Schrift, die auf allen Bildschirmgrößen und -arten gut aussieht. Literati trägt dem durch eine im Vergleich zu Droid Serif länglichere und vor allem dickere Gestaltung Rechnung, was der Lesbarkeit auf kleinen Displays zuträglich sein dürfte.

Literati exklusiv bei Play Books

Literati soll nach dem Wunsch von Google „eine einmalige visuelle Identität“ schaffen, die Play Books von anderen E-Reading-Apps absetzt. Aus diesem Grund ist die Schrift auch nicht lizenzierbar. Anders verhält es sich mit den Fonts der Droid-Familie, Droid Serif ist sogar default auf dem Tolino dabei. Sie wird wohl auch langfristig nur im Play-Books-Kosmos nutzbar sein, der in Deutschland in der jüngeren Vergangenheit deutlich Auftrieb bekommen hat.

Mit Literati zieht Google mit Amazon gleich, die mit Bookerly Anfang dieses Jahres ebenfalls einen eigenen E-Reading-Font für Kindle vorstellten. Die neue Google-Schrift gibt es allerdings derzeit nur in der Android-App von Play Books. Einen eigenen eBook Reader bietet Google bekanntlich nicht an, und die iOS-App hinkt in der Entwicklung deutlich zurück und ist ohnehin nur eine reine Lese-Applikation (weil Apple für In-App-Käufe die Hand aufhält).

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