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Neuer Roboter imitiert persönliche Handschrift

In digitalen Zeiten sind handschriftliche Briefe etwas besonderes geworden – auch, weil sie wesentlich mehr Aufwand bedeuten als das Verschicken einer E-Mail. Das US-Startup Bond will hier Abhilfe schaffen und hat einen Roboter konstruiert, der die eigene Handschrift analysieren und erstaunlich genau imitieren kann. “Handschriften von der Stange” gibt es bereits für kleines Geld.

Schon für 2,99 US-Dollar kann man auf der Bond-Website eine Nachricht in Auftrag geben, die dann in einer von derzeit 5 vorgefertigten Handschriften auf Papier gebracht wird. Darunter befindet sich schon jetzt die Handschrift von Nikola Tesla, weitere prominente Persönlichkeiten sollen folgen.

"Persönliche" Nachricht in der Handschrift von Nikola Tesla

“Persönliche” Nachricht in der Handschrift von Nikola Tesla

Für die eigentliche Innovation ist ungleich tiefer in die Tasche zu greifen: Wünscht man gedruckte Botschaften in der individuellen Handschrift, sind einmalig 200 US-Dollar zu bezahlen. Dazu ist ein vierseitiges Formular herunterzuladen, handschriftlich auszufüllen und zurückzumailen. Der Roboter wird dann auf die persönliche Handschrift trainiert und bringt sie auf Papier, wie in folgendem Clip zu sehen ist.

Das Fachmagazin Fast Company hat die seit zwei Monaten verfügbare Funktion getestet und ist durchaus zufrieden. Die Roboter-Handschrift sei zwar ein bisschen zu sauber und konsistent, die persönliche Note des Schreibers aber absolut erkennbar. Der Roboter schreibt bewusst nicht jeden Buchstaben immer exakt gleich, sondern variiert die Handschrift, genauso wie es auch Menschen tun.

Bond-Gründer Sonny Caberwal sagte Fast Company, man wolle es leichter machen, anderen mit einer handschriftlicher Nachricht eine Freude zu machen. Statt Briefpapier und Briefmarken zu kaufen, eine handschriftliche Nachricht zu schreiben (möglicherweise dutzendfach ähnlich) und den Brief dann noch einzuwerfen, will Bond das Schreiben handschriftlicher Briefe genauso einfach machen wie das von E-Mails. Nach dem initialen Schriftlernprozess soll das nach Angaben von Fast Company auch der Fall sein.

Bond richtet sich primär an Geschäftskunden, denen eine persönlichere, aber immer noch zeiteffiziente Alternative zu aktuellen Druckschrift- und Digital-Mailings geboten werden soll. Für wirklich persönliche Briefe ist Bond wohl kaum eine Konkurrenz, schon aufgrund der hohen Einmalkosten.

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