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Pubbles: Onlinekiosk von Bertelsmann ist da

pubbles-1Acht Monate nachdem die Pläne von Bertelsmann/Gruner + Jahr bekannt wurden, einen eigenen digitalen Zeitungskisok an den Start zu bringen, geht das Projekt online. Unter dem Namen Pubbles verkauft Deutschlands führender Medienkonzern ab sofort Zeitungen, Zeitschriften und eBooks. Die Auswahl ist allerdings noch überraschend bescheiden.

Obwohl schon zur heutigen Live-Schaltung sieben Verlagshäuser im Boot sind (Zeit-Verlag, Verlagsgruppe Handelsblatt, IDG, Computec, Jahr Top Special, Neue Mediengesellschaft Ulm und natürlich Gruner + Jahr), gibt es mit dem Handelsblatt gegenwärtig nur eine einzige Tageszeitung und mit der Zeit ebenfalls nur eine Wochenzeitung.

pubbles-2Hinzu kommen magere neun verschiedenen Magazine, wobei ausgerechnet das Gruner+Jahr Flaggschiff Stern noch fehlt. „Zum nächstmöglichen Termin“ (Pressemitteilung) soll zwar ein Schwung weiterer namhafter G+J-Zeitschriften (u.a. Neon, Brigitte) live gehen, auch hier findet sich aber kein Wort um Stern. Alle Publikationen können als Einzelausgaben oder Abos erworben werden, bezahlt wird via Kreditkarte oder Bankeinzug.

Auch das eBook-Angebot – online sind gegenwärtig nur rund 3.000 Titel vornehmlich von Bastei Lübbe und Random House, hinzu kommen runde zehn gratis eBooks mit entlarvenden Project Gutenberg Covern – spottet noch jedem Vergleich zu etablierten Online-Händlern wie Ciando. Allerdings besteht wohl kein Zweifel daran, dass das Sortiment hier wie in den anderen Teilen sehr bald wachsen wird – im Verbund mit einer erwartbaren breiten Werbekampagne könnte sich Pubbles (übrigens ein Kunstwort) so zeitnah unter den führenden Verkäufern von eBooks in Deutschland etabliert haben.

Allerdings ist das Gemeinschaftsunternehmen von Bertelsmann/Gruner + Jahr alles andere als frei von Konkurrenz: Apple möchte analog zum iBookstore auch einen digitalen Zeitungskiosk launchen, beim zuletzt unglücklichen Startup Neofonie (Wetab) gibt es ähnliche Pläne. Letztlich stellt sich hier für Verlage erst einmal die Herausforderung, ihre Leser zum Bezahlen für bislang (online) weitgehend kostenlos konsumierte Inhalte zu bewegen – der Boom von Tablets wird hier als neue Chance gesehen, entsprechend ist Pubbles schon vom Tag eins mit einer iPad-App am Start. Die Strategie der Vernetzung weitergedacht (-> Kindle), könnte Pubbles mittelfristig auch ein ‚verbundenes‘ Lesegerät ins Sortiment nehmen bzw. seine aggregierten Inhalte Herstellern zur Verfügung stellen – aktuell dürften die Prioritäten hier allerdings anders gesetzt sein.

<via turi2>

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Kommentare


FomerMay 7. Oktober 2010 um 08:29

Vorallem fehlt in der Übersicht noch ein Hinweis ob DRM dabei ist oder nicht. Erst wenn man den Artikel anklickt gibts die Info da müssen sie sich noch was besseres einfallen lassen.

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Timon Gehrhardt 7. Oktober 2010 um 10:27

Leider ist Pubbles noch nicht ganz durchdacht und ausgereift. Lädt man sich den Pubbles Kiosk auf das iPad, greift die App unter Shop auf die gewöhnliche Website zu.
Informationen die z.B. über MouseOver abgerufen werden stehen somit nicht mehr zur Verfügung. Sehr schade hier hätte mehr getan werden können.

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Xanathon 7. Oktober 2010 um 12:15

Ist zwar von Design her ganz hübsch, die Bedienung lässt allerdings stellenweise zu wünschen übrig.

Ganz negativ ist mir aufgefallen, dass es zu Magazinen und Zeitungen (derzeit) keine Previews (vulgo: Leseproben) gibt. Ich kaufe mir in dem Segment sicher nichts, bei dem ich nicht vorher ausprobieren konnte, wie das auf dem eReader aussieht…

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Sascha 7. Oktober 2010 um 23:43

Hi Johannes, weißt Du, welche Agentur pubbles umgesetzt hat?

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Johannes 8. Oktober 2010 um 00:38

@Sascha Meines Wissens Arvato, also inhouse.

Ciao
Johannes

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