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Scribd öffnet sich Readern & Smartphones

scribdDie Online-Leseplattform Scribd, mit über 10 Millionen Dokumenten und monatlich rund 50 Millionen Besuchern (knapp eine Million aus Deutschland) die  Nr. 1 in diesem Bereich, möchte die Nutzung seiner Inhalte auf mobilen Geräten erleichtern. Dazu werde es vom kommenden Monat an einen “Export To Mobile” Button bei allen kostenfreien Dokumenten (95%) geben, erfuhr das Wallstreet Journal vom Unternehmen. Das Angebots geht deutlich weiter als die bestehende “Export”-Funktion, mit der sich Online-Dokumente in verschiedenen Dateiformaten herunterladen lassen.

Scribd schwebt eine intensive Verknüpfung von Plattform und mobilen Endgeräten vor, bei der Dokumente möglichst “over the air” übertragen werden. Mit den eBook Herstellern iRex (DR800SG) und Cool-er (planen einen 3G-Reader) gibt es bereits Deals, die dafür einen “Scribd”-Button in der Firmware vorsehen. Kindle-Nutzer müssen dagegen den “Umweg Website” nehmen: Auf scribd.com wird es die Möglichkeit nehmen, sich lesenswerte Texte nach Eingabe der E-Mail Adresse direkt auf den Kindle senden zu lassen – ein seitens Amazon kostenpflichtiges Feature, für das Amerikaner aktuell 15 Cent/Mbyte bezahlen müssen. Hierzulande werden dageen momentan 99 Cent/Mbyte fällig, womit die Wireless-Übertragung deutlich an Attraktivität verliert.

daily1Nach wie gibt es aber die Möglichkeit der kabelgebundenen Dokumenteübertragung. Für eBook Reader anderer Hersteller ist dieser Weg alternativlos, auch wenn sie wie der Nook oder die Sonys Daily Edition über ein 3G-Modul verfügen. Hier hat Scribd wohl noch keine Einigung erzielen können.

Auch eine Apps für Android und das iPhone sind – endlich – in Planung, sollen ebenfalls im kommenden Monat zu haben sein. Damit lassen sich Scribd-Dokumente dann auch auf dem iPad lesen: Für das Tablet sind Sharing-Portale wie Scribd eigentlich prädestiniert, mangels Flash-Kompatibilität käme das iPad mit den Brower-Texten aber nativ nicht klar. Weiterhin denkt Scribd bereits laut über eine App für die Kindle-Familie nach.

Scribd geht mit dem Maßnahmenpaket einen wichtigen Schritt, gerade auch vor dem Hintergrund stagnierender Besucherzahlen. Der hauptsächlich werbefinanzierte Dienst partiziert an nicht über seine Website gelesenen Texten zwar nicht direkt (solange es noch kein InText-Advertising gibt), gewinnt so aber indirekt Reichweite und macht etwas für die Kundenbindung. Über App-Verkäufe und -Werbung wird sich zudem sicherlich der eine oder andere Euro verdienen lassen – insbesondere mit Erscheinen vom iPad.

An einer anderen Front kommt Scribd dagegen offenbar kaum voran: Nach wie vor ist das komerzielle Angebot von Großverlagen äußerst überschaubar, nur Simon & Schuster – seit Juni 2009 an Bord – steuert aktuelle Titel bei. Auf der anderen Seite fällt das “Youtube für Texte” nach wie vor regelmäßig mit Urheberrechtsverstößen auf; vom “Lost Symbol” kursierten zeitweise mehrere Dutzend Versionen gleichzeitig auf der Dokumenteplattform (ein Bestseller wurde die digitale Ausgabe trotzdem).

<via Golem>

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Kommentare


Scribd wechselt von Flash zu HTML5 » Fundgrube » lesen.net 6. Mai 2010 um 20:26

[…] oder App?” Der Marktführer hat diese Frage nun für sich beantwortet, setzt außerdem auf Download-Angebote in alternativen Dateiformaten – andere Anbieter werden […]

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