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Self-Publishing-Dienstleister im Vergleich

Autoren, die die Publikation ihres E-Books in die eigene Hand nehmen wollen, haben die Wahl zwischen einer großen Auswahl an Self-Publishing-Diensten mit teils deutlich differierenden Konditionen. Der Bestseller-Autor Matthias Matting hat nun die wichtigsten Dienstleister miteinander verglichen – und den Angeboten der großen Plattformen gegenübergestellt.

Self Publishing: Mehr Kontrolle, mehr Verdienst

Immer mehr Schriftsteller publizieren ihre Titel bewusst auf eigene Faust, an den konventionellen Verlagen vorbei. Damit müssen sie sich zwar selbst um üblicherweise von den Verlagen übernommene Dienste wie Lektorat und Marketing kümmern, erhalten in der Regel aber einen deutlich größeren Umsatzanteil pro verkauftem Buch/E-Book und können frei über inhaltliche wie vertriebliche Fragen entscheiden.

Self-Publishing-Dienstleister nehmen Arbeit ab

Die Entscheidung für Self Publishing ist aber nur der erste Schritt. Wer sich nicht mit Konvertierung und Verteilung seines Titels in die zahlreichen Shops herumschlagen will, kann einen von etwa 10 darauf spezialisierten Dienstleistern beauftragen. Der Focus-Redakteur und Self Publisher Matthias Matting, dessen E-Reader-Handbücher zu den meistverkauften deutschsprachigen Kindle Books überhaupt zählen, hat die wichtigsten Anbieter in einer übersichtlichen Tabelle miteinander verglichen. Sein neues Blog Self Publisher Bibel ist im Übrigen ein Pflicht-Lesezeichen für alle ambitionierten Autoren.

Der Vergleich offenbart: Nahezu alle Anbieter lassen sich erfolgsabhängig bezahlen, zweigen also einen mehr oder weniger großen Umsatzanteil pro verkauftem E-Book für ihre Dienstleistungen ab. Die meisten Dienstleister betreiben auch noch eigene E-Book-Stores und versprechen hier eine besonders hohe Vergütung. Gegenüber Kindle Store & Co. dürften die absoluten Verkaufszahlen allerdings in aller Regel marginal sein, womit dieser Posten zu vernachlässigen ist. Wichtiger erscheint der mögliche Ausschluss einzelner Shops, in denen das E-Book dann selbst eingestellt und der volle Umsatzanteil abgegriffen werden kann. Auch die Vertragsbindung – die Libri-Tochter BoD bindet Autoren beziehungsweise deren Bücher satte fünf Jahre an sich – ist ein nicht zu vernachlässigender Faktor.

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Kommentare


Thomas 5. Februar 2013 um 16:27

Da fehlt mir noch Lulu (lulu.com) als großer Anbieter der ersten Stunde. Normal würde ich ja sagen “gut, kein Deutscher”, aber Smashwords ist ja auch dabei, also…
Bei den Aggregatoren ist zudem interessant, ob man die Distribution an einzelne Shops auswählen/abschalten kann, um zum Beispiel Kindle-Dubletten zu verhindern. Wäre für mich ein wichtiges Feature, um möglichst große Abdeckung zu erreichen, ohne in den größten Shops mit einem Buch zweimal vertreten zu sein.

Antworten

Breakout Books: Apple gibt Indie-Autoren große Bühne im iBookstore » Debatte, eBooks » lesen.net 6. Februar 2013 um 12:44

[…] Schließlich gibt es noch einen (gar nicht einmal so) heimlichen Gewinner des Trends hin zum Self Publishing. Wie Smashwords-Gründer Mark Coker in einem ausführlichen Blogbeitrag anmerkt, sind allein 54 der von Apple für Breakout Books berücksichtigten Autoren bei dieser Plattform unter Vertrag. Üblicherweise gehen damit 40% der Apple-Ausschüttungen an Smashwords – immer noch ein wesentlich besserer Umsatzanteil als bei traditionellen Verlagen und wenn Smashwords beim Breaking-Books-Listing seiner Autoren die Finger im Spiel hatte (was der Blogbeitrag suggeriert), ein doppelt guter Deal. Self-Publishing-Dienstleister haben wir erst gestern in einem eigenen Artikel gegenübergestellt. […]

Antworten

Tom Hillenbrand 7. Februar 2013 um 11:05

Sehr gute Tabelle, vielen Dank dafür. Was mich noch interessieren würde: wie sieht es aus, wenn man statt regulären Büchern (also klassischen Bleiwüsten) Kunstbände, Coffee Table Books oder Ähnliches verlegen will? Gibt es dafür einen besonders empfehlenswerten Dienstleister?

Antworten

Tolino Shine im Kurz-Test [+Video] » eReader, Topnews » lesen.net 1. März 2013 um 16:40

[…] sagten uns Verteter der Unternehmen. Damit liegt es in der Hand der Autoren, ihre Titel über entsprechende Dienstleister indirekt ins Tolino-Ökosystem einzupflegen – wirtschaftlich wird das angesichts des zu […]

Antworten

Lars Maier 26. März 2013 um 18:29

Sehr schöne Übersicht.
Was vielleicht etwas genauer beleuchtet werden sollte ist die Frage nach einer Rechteabtretung an die Anbieter. Meiner Meinung nach sollte man im Falle eines exklusiven Rechtes nicht mehr unbeding von Selbstpublishing sprechen, sondern eher von Zuschuss oder No Frills Verlag.
Gruss
Lars

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