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Skoobe bindet Indie-Titel von BoD und epubli ein

Skoobe rüstet weiter auf. Am gestrigen Mittwoch verkündeten gleich zwei große deutsche Self-Publishing-Dienstleister ihre Anbindung an die E-Book-Flatrate, womit das Sortiment von aktuell rund 50.000 Verlagstiteln spürbar wächst. Der Ausbau der Titelbasis ist auch ein wichtiger Schritt im Hinblick auf das Konkurrenz-Angebot von Amazon.

epubli, als Holtzbrinck-Unternehmen eine halbe Konzerntochter von Skoobe (das außerdem Bertelsmann gehört), steuert ab sofort sein gesamtes E-Book-Sortiment in Skoobe bei. Das sind knapp 12.000 Titel, sagte uns eine epubli-Sprecherin. Eine Opt-Out-Möglichkeit gebe es nicht – wer sein E-Book über epubi veröffentlicht, stimmt damit also gleichzeitig einem Verleih zu. Dafür leitet epubi bis zum Jahresende 100 Prozent der Skoobe-Erlöse an seine Autoren weiter.

Etwas verhaltener fällt die Partizipation von BoD (Books on Demand) aus. Die alteingesessene Tochter von Grossist Libri (gehört auch ebook.de) geht den umgekehrten Weg: Autoren haben ausdrücklich ihren Willen dazu zu erklären, bei der E-Book-Leihe mitzumachen. Zur Vergütung heißt es, Autoren bekommen 70 Prozent dessen, was Skoobe an BoD ausschüttet (wozu keine Angaben gemacht werden).

Quantität als Erfolgsfaktor für E-Book-Flatrates

BoD betont in seiner Pressemitteilung, die Teilnahme an Skoobe sei nur der erste Schritt: “Binnen kurzem wird BoD das Vertriebsnetz um weitere nationale und internationale Anbieter erweitern”. Dazu könnte readfy zählen, bestimmt aber Amazon. Freilich gibt es an Self-Publishing-Titeln bei Amazon keinen Mangel, sowohl beim Kindle-Prime-Angebotsbestandteil Kindle Leihbücherei als auch bei der gerade in den USA gestarteten E-Book-Flatrate Kindle Unlimited machen sie einen Löwenanteil des Angebotes aus.

Gegen die mehrere Hunderttausend Indie-Veröffentlichungen höchst unterschiedlicher Qualität, die Amazon vorzuweisen hat, wird Skoobe quantitativ niemals ankommen. Und ohnehin wird die sich abzeichnende Flatrate-Schlacht nicht an der Indie-Front entschieden, entscheidender ist die Zahl der verfügbaren Top-Titel (wo Skoobe als Tochter zweier großer Verlagshäuser gar nicht einmal schlechte Karten hat). Leser schauen aber zweifelsohne auch auf die Gesamtzahlen, und da macht sich die Öffnung in Richtung Selbstverleger natürlich bemerkbar.

<Bildnachweis: Author von Shutterstock>

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Kommentare


Skoobe Adds Self-Published Titles | The Digital Reader 31. Juli 2014 um 20:24

[…] BuchReport, Boersenblatt, lesen.net […]

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Warez-Plattform Boersze.bz zerfällt, Alternativen formieren sich » lesen.net 1. August 2014 um 15:56

[…] In den letzten Monaten hat sich im E-Book-Streaming-Bereich immerhin besonders viel bewegt (readfy, Skoobe, Kindle Unlimited, Blloon). Wenn das Sortiment stimmt und die Reklame ausreichend dezent ist, hat […]

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Tipp: E-Book-Flatrate Skoobe 30 Tage gratis ausprobieren » lesen.net 11. August 2014 um 16:37

[…] E-Books der entsprechenden Verlagsgruppen, hat aber auch viele andere Verlage im Programm (und seit kurzem auch Indie-Autoren). Zu den Schattenseiten zählt die weitgehende Beschränkung der Plattform auf Smartphones […]

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The subscription services step up their game | Pegasus Pulp 6. Januar 2015 um 01:14

[…] One e-book subscription service that is rarely mentioned in these discussions is Skoobe, a German service that is a joint venture founded by Bertelsmann and Holtzbrinck a.k.a. two of the big five publishers. Skoobe is older than most of the international/US services, since they started in 2012. And as the backers of the company suggest, it is a lot more trad pub focussed. At the moment, the only way for indie authors to get into Skoobe is via the two German self-publishing service prov…. […]

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