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TAZ: Bislang 1.500 Digiabos

taz-logo.gifVier Monate ist die Tageszeitung (TAZ) inzwischen schon als „eZeitung“ erhältlich. Als erstes deutsches Blatt stellen die Berliner ihre tagesaktuellen  Print-Ausgaben seit Ende Mai unter anderem im epub-Format bereit.

Das „Digiabo“ kostet 10 (Standardpreis) bzw. 20 (Solidaritätspreis) Euro monatlich, gedruckt ist die Zeitung mehr als doppelt so teuer. Offenbar ein attraktives Argument: Immerhin 1.500 Abonnements konnten bislang vermittelt werden, gab die TAZ nun bekannt.

Kindle-DX-4-Right Hand.jpgDie Zahl kam am Rande einer Mitgliederversammlung der TAZ-Genossenschaft auf den Tisch, wo BILD-Chef Kai Diekmann (einer von knapp 9.000 Teilhabern) eine effizientere Digital-Strategie für das linksalternative Projekt anmahnte. Dabei ist  die TAZ in dieser Beziehung zumindest technologisch schon ganz weit vorne.

Im Vergleich zu den  Print-Erlösen ist der Umsatzanteil der Digiabos aber marginal. 1.500 Kontrakte (mehrheitlich zu 10 Euro) entsprechen Mehreinnahmen von wohl nicht mehr als 20.000 Euro monatlich. Deutlich mehr wären es sicherlich, wenn die TAZ einen Teil ihrer Inhalte (zum Beispiel das Archiv) kostenpflichtig bzw. nur noch für Abonnenten zugänglich machen würde. Entsprechende Überlegungen gibt es bereits.

Im epub-Bereich kommt aktuell noch ein Mangel an Endgeräten hinzu, auf denen Tageszeitungen komfortabel gelesen werden können. Dank dem Kindle DX (9,7″ Bildschirmdiagonale) hat sich für Amazon der Verkauf von elektronischen Zeitungsausgaben zu einem lukrativen Nebengeschäft entwickelt – ein vergleichbares Lesegerät gibt es hierzulande nicht. Ein Test des TAZ Digiabos auf dem Sony Reader PRS-505 (mit 6″ Display und ohne Touchscreen) fiel eher ernüchternd aus.

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Kommentare


PM 22. September 2009 um 14:06

Sehr lobenswert ist jedenfalls, dass die taz die Einsparungen in Druck und Vertrieb weitergibt (im Unterschied zu den meisten E-Book Verlagen).
Damit gibt es einen erstmals die vage Möglichkeit einer Amortisation der Kosten eines E-Book Readers..

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Florian Treiß 22. September 2009 um 14:29

Also 1.500 Abos sind für die „taz“ durchaus ein ordentliches Ergebnis. Denn die „taz“ hat eine Gesamtauflage von knapp 60.000 Exemplaren, da sind 1.500 Abos stolze 2,5 Prozent. Ist natürlich die Frage, ob das ein tatsächlicher Mehrverkauf gegenüber bisher ist oder die Leute stattdessen auf Print verzichten, dann sähe das Ergebnis schon wieder schwächer aus.

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Sebastian Heiser 22. September 2009 um 15:15

Das Digi-Abo für 10 Euro gibt es schon länger – dafür bekommt man die taz als PDF oder TXT oder HTML. Seit vier Monaten gibt es die taz auch im EPUB-Format. Die meisten Abos wurden schon vor EPUB abgeschlossen und betreffen entsprechend auch andere Formate.

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Johannes 22. September 2009 um 18:24

@Sebastian Danke fuer die Klarstellung. Das es die Taz schon laenger als pdf/html gibt, hatte ich auf dem Schirm, aber den Sachverhalt im Artikel wohl ein bisschen missverstaendlich formuliert. Korrigiert nun.

Ciao
Johannes

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Matthias 22. September 2009 um 20:05

Man muss die TAZ einfach mal loben. Bisher ist sie die einzige Zeitung, die überhaupt ein epaper-Abo auch im epub-Format anbietet. Diesbezügliche Anfragen bei anderen überregionalen Zeitungen wurden ignoriert.
Und die Krönung ist der Spiegel mit seinem epaper-Abo:

Jahresabo Printausgabe: 182,-

Jahresabo epaper: 192,40

Die TAZ gibt ihre Einsparungen durch das epaper wenigstens weiter.

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Thomas Knip 22. September 2009 um 22:57

Hat denn schon mal jemand getestet, wie gut sich die taz auf einem Netbook hochkant als pdf lesen lässt? Man muss ja nicht zwingend auf ein Kindle DX warten …

Antworten

ipony » Blog Archiv » Die taz gewinnt 1.500 Abonnenten für ihre ePub-Ausgabe 23. September 2009 um 11:03

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