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Technikmesse MWC 2014 im Rückblick: Größer, leichter, schneller

Zahlreiche Elektronikhersteller zeigten ihre neuen Produkte auf der am gestrigen Donnerstag zuende gegangenen Fachmesse Mobile World Congress (MWC) in Barcelona. Neben spannenden Smartphones und Tablets waren „Wearables“ wie Smartwatches voll im Trend. Aus E-Reading-Sicht verdient ein Startup besondere Beachtung, das nichts weniger will, als das Lesen auf Bildschirmen zu revolutionieren.

MWC-Highlight Samsung Galaxy S5 ohne große Innovationen

Samsung Galaxy S5

Samsung Galaxy S5

Der MWC in Barcelona hat sich in den Jahren zu einer Leitmesse für Unterhaltungselektronik gemausert. Diesen Stellenwert unterstrich Samsung, das sein Galaxy S5 am Rande der Ausstellung präsentierte. Das Smartphone ist seit jeher so etwas wie der Gegenentwurf zum iPhone im Android-Kosmos, entsprechend zog die Premiere viel Beachtung auf sich.

Die ganz großen Innovationen bleibt das Samsung Galaxy S5 aber schuldig. Im Vergleich zum Vorjahresmodell wuchs das Display minimal von 5″ auf 5,1″, im Inneren werkelt ein flinkerer Chip. Damit setzt sich der Wachstumstrend bei Android-Smartphones fort, auch abseits der immer populäreren Phablets. Wie das iPhone 5S hat auch das Samsung Galaxy S5 einen Fingerabdrucksensor an Bord. Außerdem neu ist ein rückseitig integrierter Pulsmesser.

Pocketbook Aqua

Pocketbook Aqua

Staubschutz und Wasserresistenz im Trend

Das neue Samsung Galaxy S5 ist staub- und wasserdicht, Eigenschaften die es mit zahlreichen neuen Smartphones und Tablets gemein hat. Besonders erwähnenswert ist das Sony Z2, das es sowohl als 5,2-Zoll-Smartphone als auch als 10-Zoll-Tablet gibt. Das Tablet ist noch dünner (6,4mm) und leichter (439 Gramm) als das iPad Air, als Betriebssystem kommt Google Android 4.4 Kitkat zum Einsatz. Zu einem Preis von 649 Euro ist es allerdings auch noch einmal 180 Euro teuer. Wohl eher zufällig wurde während dem MWC ein erster wasserdichter eBook Reader publik, das Pocketbook Aqua könnte hier die Vorhut für viele weitere ähnlich abgehärtete Lesegeräte sein.

Gute Technik ist teuer – auch mit Android-Betriebssystem

Huawei Mediapad x1

Huawei Mediapad x1

Huawei, das wie der ebenfalls chinesische Lenovo-Konzern übrigens massiv Marktanteile in Deutschland zu gewinnen gedenkt, hat mit seinem Mediapad x1 7.0 ein Sieben-Zoll-Tablet vorgestellt, das mit knapp 240 Gramm nur minimal schwerer ist als aktuelle eBook Reader. Dafür gibt es wesentlich mehr Funktionen, dank GSM-Modul fungiert das Gerät sogar als Mobiltelefon.

Auch fürs Mediapad x1 7.0 muss allerdings tief in die Tasche gegriffen werden, los geht es für 400 Euro. Überhaupt haben Android-Geräte in der Masse längst ihr Billig-Image abgelegt. Zwar gibt es nach wie vor 100-Euro-Tablets mit entsprechender Performance, der High-End-Bereich wächst aber. Wer starke Hardware und trotzdem sparen will, für den hält Amazon seine quersubventionierten Kindle Fire HDX mit beschnittener Firmware bereit. Nichts neues gibt es übrigens von der Set-Top-Box Schrägstrich Spielekonsole, an der Amazon fieberhaft arbeiten soll.

E-Reading: Yotaphone 2 und Speed Reading

Yotaphone 2

Yotaphone 2

Im dedizierten E-Reading-Bereich sind die Neuigkeiten dünn gesäht, E-Ink spielte auf dem Messeparkett kaum eine Rolle. Das war freilich in den letzten Jahren nicht anders und ist in sofern nicht als Trend zu werten. Einzige relevante Ausnahme ist das Yotaphone 2, das leistungsstarke Dual-Screen-Smartphone wird aber noch viele Monate auf sich warten lassen.

Den Messetrubel nutzte außerdem das US-Startup Spritz zur Vorstellung seiner Technologie, mit der vor allem auf kleinen Displays spürbar schneller gelesen werden können soll. Kurz gesagt zeigt Spritz immer nur ein Wort gleichzeitig an (teils sogar nur Fragmente davon). Mit etwas Übung sollen 1000 Wörter pro Minute drin sein, ein Vielfaches des normalen Wertes. Auf einer Testseite lässt sich die Speed Reading Technik ausprobieren, mehr als 1,6 Millionen Menschen sollen davon in den letzten Tagen Gebrauch gemacht haben. Das ehrgeizige Ziel: Schon 2016 soll für 15 Prozent der weltweit gelesenen Texte Spritz genutzt werden. Dafür wird die Technik an App-Entwickler und Hersteller etwa von Smartwatches lizensiert.

<Bildnachweis: Trade Fair von Shutterstock>

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