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Tolino: Thalia startet Browser-Reader und -Uploader

Thalia CloudReader Thalia launcht ein Browser-Tool, mit dem E-Books in die TelekomCloud hochgeladen und an PC/Mac gelesen werden können. Dabei handelt es sich auch um ein stückweit Bug-Fixing.

Bei der Ablösung der E-Book-Bibliotheken der einzelnen Tolino-Partner durch die Telekom-Cloud kam es zu einigem Daten-Schwund (wir berichteten). Auch Thalia schreibt, „auf Grund vertraglicher Bedingungen sind derzeit gut 90% aller eBooks für Sie als cloud-fähige eBooks verfügbar“. Heißt umgekehrt: Kundenübertreifend wurden 10% der E-Books nicht übertragen (bei uns waren es 1/3).

Um diese E-Books händisch in die Cloud zu bekommen, mussten sie bislang erst auf den Tolino übertragen und von dort aus hochgeladen werden. Mit dem jetzt gestarteten Cloud Reader (thalia.de -> „Kein Konto“ ->“eBook Bibliothek“ -> „Zum CloudReader“) will Thalia diesen Zwischenschritt für seine Kunden überflüssig machen. Teil des HTML5-Tools ist ein Uploader, mit dem epub- und pdf-Dateien direkt über den Browser in die Telekom-Wolke übertragen werden können. Zeitgleich hat Thalia die Cloud-Informationen auf seiner Website  deutlich erweitert.

Max und Moritz   Thalia

In unserem Test klappten Upload und Synchronisation weitgehend problemlos. Per Browser hochgeladene E-Books waren binnen Sekunden in der E-Book-Bibliothek der Thalia-iOS-App verfügbar. Der eigentliche Cloud Reader ist dem gegenüber noch sehr rudimentär: PDF-Dateien werden überhaupt nicht wiedergegeben, Cover größtenteils nicht angezeigt, die Textanpassungsfunktionen sind überschaubar.

Tolino ist nicht gleich Tolino

Thalia ist nach unseren Informationen aktuell der einzige Tolino-Partner, der eine Browser-Upload-Funktion bietet. [Update 13:00 Uhr: Weltbild & Hugendubel bieten ebenfalls eine Cloud-Upload-Möglichkeit an, allerdings ohne Reader. Danke Christoph.] Das Tool illustriert, dass die Wahl des Tolino-Partners trotz identischer Hardware und identischem Pricing keinesfalls beliebig ist. Neben den unterschiedlichen Shop-Sortimenten gibt es auch Differenzen bei Qualität und Quantität der Apps und Zusatzfunktionen wie eben diesem Cloud Reader zu beachten.

Gleichzeitig offenbart sich immer mehr, dass die Tolino-Allianz der konkurrierenden Buchhandelsunternehmen eben doch endlich ist. Abseits von Hardware- und Cloud-Zugang kochen die Partner weiterhin ihre eigenen E-Book-Süppchen – lachender Dritter ist da zunächst einmal Amazon, die sämtliche Ressourcen in eine Richtung konzentrieren können.

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Kommentare


Christoph Kaufmann 18. März 2013 um 12:49

Also auf der Hugendubel Webseite ist der Upload in die Cloud schon seit dem 8. März möglich.

Antworten

PRW 18. März 2013 um 13:28

Von Johannes aus:
Tolino: Thalia startet Browser-Reader und -Uploader

>>lachender Dritter ist da zunächst einmal Amazon, die sämtliche Ressourcen in eine Richtung konzentrieren können.<> Lachender Dritter<< ?

Bei mir ist alles OK und bei mir Lacht Amazon nicht. Kaufe meine eBooks und lade die in die Cloud, geht alles ohne Probleme mit meinem Tolino. Lesen geht auch ohne Probleme. Was will ich mehr?

Alles ist gut bei mir und so ist es wahrscheinlich auch bei den meisten Kunden.

Gruß

Peter

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yen 18. März 2013 um 14:28

Ich finde es falsch den beteiligten Firmen vorzuwerfen, dass jeder sein eigenes Süppchen kocht. Wenn sie gemeinsam kochen würden, dann wäre das Kartellamt am nächsten Morgen vor der Tür. Ihnen bleibt nichts anderes übrig.

Antworten

Ingo Lembcke, Hamburg 18. März 2013 um 15:50

@PRW :
> Was will ich mehr?

Hast Du mal mit den Amazon-Sachen gearbeitet?
Das ist natürlich nicht von Anfang an so gewesen, aber aktueller Stand ist:
– ein Klick-Einkauf am Rechner und auf dem Reader
– Send2Kindle (engl. Programm, nur bei Amazon.Com, kann aber problemlos installiert werden) zum Drag & Drop-Senden von Sachen an den Kindle
– Calibre kann per WLAN direkt an den Kindle senden
– andere Programme können per Mailadresse an den Kindle senden
– Wörterbücher (? keine Ahnung, wie gut die sind)
– Kundenservice auch bei dummen Anfragen (Handbuch nicht richtig gelesen) schnell und höflich

Und ich habe noch nicht einmal einen Kindle, sondern einen Sony PRS-T1. Ich betreue aber bei meinen Eltern einen Oyo (1.Gen) und einen Kindle Touch.

Was mir im Moment beim Tolino im Vergleich zum Kindle (Sony ist im Moment keine Konkurrenz) fehlt sind:
– Wörterbücher / Online-Nachschlagen per WLAN
– Querformat (selten, aber sollte er haben)
Nett würde ich einfache Erreichbarkeit (Calibre/Mail) finden, ausserdem Bewegungssensor für Querformat (wie beim iPad/iPhone), ok, bietet im Moment kein eInk-Reader.
Einfaches Einkaufen ohne zigmal bestätigen (Kennworteingabe), wenigstens optional, sowohl auf dem Reader als auch im Web. Ich habe neulich bei ebook.de die 5-Tg.-Aktion mitgemacht, und dieses ewige Rumgeklicke bis zum manuellen (!)
Download nervt.

Da fast alles in der Software enthalten ist, kann das ja noch kommen. Ich bin mal gespannt.

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Juergen 19. März 2013 um 10:03

Stelle mir gerade vor, wie die freundliche Verkäuferin aus der TV-Werbung, die ja mit dem Tolino am eigenen Ast sägt, einem aufgebrachten Kunden versucht zu erklären, wie er per Brauser sein Iibuck in die Klaut aploaden muss… und warum…

Antworten

Tobias 19. März 2013 um 10:30

Hahaha… Aber weder der tolino selbst, noch der thalia Browser-Reader (html5reader.thalia.de) verstehen EPUB 3.
Was für ein #fail…

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Wolfgang D. 29. März 2013 um 17:39

@Tobias: epub3, soso. Benutzt das schon jemand? Wenn ja, kann man per Aktualisierung nachrüsten. Wenn nein: was soll der Dummswchwall?

Antworten

Die ersten Tests zum Tolino Shine – Berichte und Erfahrungen | eBooks-lesen.net 19. April 2013 um 14:27

[…] Zu den Besonderheiten des Tolino Shine gehört der offene Ansatz. So lassen sich hier eBooks verschiedener Anbieter in einer Cloud nutzen. Es werden großzügige 25 GB zur Verfügung gestellt. Das Wort “Ansatz” wird hier bewusst gewählt. Schließlich handelt es sich immer noch um kopiergeschützte Werke, für die man in der Regel einen Adobe-ID-Account benötigt, falls sie mit DRM belegt sind. Die Telekom stellt auch sicher, dass die Nutzer per kostenlosem Hotspot (insgesamt sind 11.000 dieser Hotspots in Deutschland zugänglich) Zugriff auf ihre in der Wolke gespeicherte Bibliothek haben. Gemeint ist mit dem offenen Prinzip lediglich, dass eBooks, die bei Thalia, Hugendubel oder Weltbild gekauft wurden, auf diesem Reader zu lesen sind. Dass Tolino nicht gleich Tolino ist, zeigt sich auch an den Apps. Einen interessanten Artikel dazu findet ihr auf lesen.net. […]

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