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Top 10: Die beliebtesten illegalen eBooks

Das Schreckensgespenst Internetpiraterie wird seitens der Verlagsbranche immer wieder gerne an die Wand gemalt, wenn es um Für & Wider von eBooks geht. Die Angst vorm neuen Medium wurde zuletzt bei den vom Börsenverein ausgerichteten Buchtagen kräftig geschürt.

In der Realisität fristen eBooks auf (tatsächlich für die Betrieber äußerst lukrativen) illegalen Download-Seiten ein absolutes Nischendasein. Während Movie-Blockbuster oder populäre Musikalben innerhalb einer Woche schon einmal mehrere Hunderttausend Zugriffe verzeichnen, erreicht digitale Literatur solche Werte maximal auf Jahressicht.

Der Newsticker Freakbits, ein SpinOff der weltgrößten Torrent-Infoseite TorrentFreak, hat nun eine Auflistung der zehn in 2009 bislang am häufigsten über das dominierende P2P-Netzwerk Bittorent gedownloadeten eBooks erstellt. Jede Datei soll im laufenden Jahr (1.1.-31.8.) zwischen 100.000x (Platz 10) und 250.000x (Platz 1) durch die Datenleitungen gegangen sein.

  1. Kamasutra
  2. Adobe Photoshop Secrets
  3. The Complete Idiot’s Guide to Amazing Sex
  4. The Lost Notebooks of Leonardo da Vinci
  5. Solar House – A Guide for the Solar Designer
  6. Before Pornography – Erotic Writing In Early Modern England
  7. Twilight – Complete Series
  8. How To Get Anyone To Say YES – The Science Of Influence
  9. Nude Photography – The Art And The Craft
  10. Fix It – How To Do All Those Little Repair Jobs Around The Home

Die eBooks in den Charts sind ein bunter Mix aus Sachbüchern und Sexratgebern. Hinzu kommt ein bisschen Verschwörungsliteratur („The Lost Notebooks of Leonardo da Vinci“ bei Scribd) sowie ein Guide für das ebenfalls oft und gerne piraterierte Adobe Photoshop.

twilight_book_coverBelletristik nimmt dagegen im ohnehin nur kleinen eBookz-Sekter eine Außenseiterrolle ein. Mit Stephenie Meyers Twilight-Serie findet sich nur ein einziger solcher Titel in den Download-Charts, der sich darüber hinaus ein Vielfaches öfter als Print-Titel verkauft hat.

Von Umsatzverlusten in relevanter Höhe durch illegale Downloads kann für die Literaturbranche also noch keine Rede sein. Mit der Verbreitung attraktiver Lesegeräte kann sich der „Status quo“ sicherlich schon im kommenden Jahr ändern – Schreckensbilanzen mit jährlich zweistelligen Schrumpfungsraten wie bei der Musikindustrie sind aber auch dann kaum zu erwarten.

<via eReaders.nl>

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Kommentare


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