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txtr Store online

2Etwa einen Monat bevor txtr sein Lesegerät txtr Reader auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellen wird, hat das Berliner Unternehmen gestern den dazu gehörigen eBook-Shop online gestellt. Analog zum Kindle Store werden Besitzer des Lesegeräts hier direkt über den Reader eBooks kaufen und übers E-Plus Netz downloaden können.

Weil txtr anders als Amazon aber aufs epub-Format setzt, steht der Online-Shop auch Nutzern anderer eReader offen. Interessierte erwartet im txtr Store neben einer schicken Oberfläche schon vom Start weg ein ordentliches Angebot an Inhalten.

txtr arbeitet mit etlichen Content-Providern zusammen, deren Daten in den kommenden Wochen nach und nach eingepflegt werden. Bis zum 14. Oktober sollen eine Million Texte – kostenlos wie kostenpflichtig – im txtr Store verfügbar sein. Das wäre in Deutschland ein einmalig großes Angebot: Das Verbandsprojekt Libreka kommt aktuell auf 13.757 eBooks, Ciando (syndiziert u.a. von Weltbild & buch.de) bietet rund 30.000 Dateien an.

1Bei der Bereitstellung kommerzieller Inhalte unterscheidet sich txtr dagegen nicht von Mitbewerbern: Die epub-Dateien sind DRM-“geschützt”, für Download und Anzeige ist Adobe Digital Editions ein Muss (Screenshot). Offline können gekaufte eBooks dann direkt über die Adobe-Software gelesen oder auf kompatible eReader gespielt werden.

Auf iPhone/iPod Touch bleibt das Display aber erst einmal schwarz. Die beliebte eBook-App Stanza unterstüzt nach wie vor keine DRM-Dateien, obwohl diese Funktionalität bereits für die erste Jahreshälfte 2009 in Aussicht gestellt worden war. Der neue Stanza-Besitzer Amazon hat es hier wohl nicht eilig, die Konkurrenz zur Kindle-Plattform stark zu machen.

Bezahlt wird digitale Literatur bei txtr mit Kreditkarte oder via Lastschrift, anschließend kann sofort gelesen werden – auch bei Bankeinzug, was keine Selbstverständlichkeit und aus Betreibersicht nicht ungefährlich ist. Eine Option zum Online-Lesen wie bei Ciando gibt es (noch) nicht.

Käufer des txtr Readers – wohl die Hauptnutzer der Plattform – werden solche Features oder die DRM-Problematik (auf die auch im Firmenblog ausführlich eingegangen wird) aber wohl erst einmal nur am Rande interessieren. Wer direkt über das Lesegerät komfortablen Zugriff auf eine große Auswahl vernünftig bepreister oder kostenloser Dokumente hat, denkt beim eBook-Kauf nicht primär an Wiedergabemöglichkeiten auf Drittgeräten. In den USA ist Amazon mit dem höchst restriktiven “Kindle-Modell” klarer Marktführer. Allerdings gibt es auch in Seattle  “Liberalisierungstendenzen“, und der Kindle-Kopierschutz steht nicht erst seit der “1984-Affäre” in der Kritik.

<via eReaders.nl>

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Kommentare


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