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“Vermutlich spannend”: 5 Prototypen nicht hilfreicher Amazon-Rezensionen

Online-Rezensionen stellen für Buchkäufer ein wichtiges Kaufkriterium dar (und für Verlage ein wichtiges Marketing-Werkzeug). Neben wirklich hilfreichen Besprechungen gibt es aber auch einen bunten Strauß schräger Bewertungen, die mal einfach nur amüsant, mal aber auch durchaus konsequenzenreich sind. 5 Stereotypen.

Bei der Recherche für unsere 3x wöchentlichen redaktionellen eBook Tipps lesen überfliegen wir regelmäßig hunderte Rezensionen, vor allem beim führenden deutschen Online-Buchhändler Amazon. Dabei kristallisieren sich schnell ein paar typische Bewertungs-Muster heraus, die die Kollegen von Zeit Online in ihrem Jahresrückblick 2014 – Die hilfreichsten Kundenrezensionen pointiert dargestellt haben.

Unser Best-of nicht hilfreicher Buchbewertungen bei Amazon, natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die Bilder sind verlinkt mit den Rezensionen.

1. Rezensionen, die sich auf die Technik beziehen

Kauf und Übertragung von Inhalten geschehen im Kindle-Ökosystem bekanntlich besonders einfach. Das darf durchaus lobend erwähnt werden, ist für die Beurteilung der Qualität eines Buches aber wenig hilfreich.

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Das Schema gibt es natürlich auch für Print-Produkte.

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2. Amazon-Motze

Amazon verlangt für Bewertungen eine minimale Zeichenzahl (wie nahezu jeder andere Händler auch). Das passt nicht jedem Rezensenten – einige machen ihrem Unmut an verschiedener Stelle kund, bisweilen ohne das eigentliche Produkt überhaupt schon in Augenschein genommen zu haben. Prädikat “nicht hilfreich”.

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3. Nichtssagende Rezensionen

Rezensionen dienen dazu, Lesende bei der Kaufentscheidung zu unterstützen. Nicht immer ist das der Fall (hier immerhin noch rudimentär).

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4. “Noch nicht gelesen aber bestimmt gut / doof”

Da freut sich der Konkurrenz-Verlag, und der Autor wundert sich: Noch nicht gelesen, aber “bestimmt witzig” – und ein Stern. Für Außenstehende amüsant, ziehen solche Bewertungen den “Sterne-Schnitt” nach unten und können reale Umsatzeinbußen zur Folge haben.

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Immerhin: Es gibt sie auch mit 5 Sternen.

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5. Fehlgeleitete Rezensionen

Gar nicht einmal selten hat man den Eindruck, eine total sinnige Rezension ist einfach nur zum völlig falschen Produkt publiziert worden. Oder auf der falschen Plattform (diese klingt nach ebay).

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<Bildnachweis: Sterne von Shutterstock>

 

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Kommentare


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[…] Johannes Haupt: “Vermutlich spannend”: 5 Prototypen nicht hilfreicher Amazon-Rezensionen […]

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[…] Für Rezensionen bei Amazon.de gibt es einige formelle Vorschriften: Eine Überschrift ist erforderlich, ebenso mindestens 20 Wörter Text. Schon an letzterer Bedingung stoßen sich einige Rezensenten, die ihrem Unmut auch schon einmal in der Kommentarspalte selbst kundtun. […]

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Amazon überarbeitet Bewertungssystem » lesen.net 23. Juni 2015 um 12:26

[…] Einzelne Rezensionen sowie der Sterne-Schnitt sind für Kunden eminent wichtige Faktoren bei der Kaufentscheidung. Eine Optimierung dieses Algorithmus ist für jeden Händler sinnhaft. Zumal unstrittig ist, dass ausführliche Testberichte, vielleicht sogar mit Video, für Kaufinteressierte nützlicher sind als Zwei-Zeiler oder Skurrilitäten. […]

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Amazon.de kennt nur noch hilfreiche Rezensionen » lesen.net 24. März 2016 um 14:45

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