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Wer E-Books liest [Infografik]

E-Book-Leser galten lange Zeit als weitgehend deckungsgleich mit der technischen Avantgarde – jung, gebildet, gut verdienend und vor allem ganz überwiegend männlich. Eine Infografik illustriert, wie sehr sich die Zeiten geändert haben.

E-Book-Leser noch “weiblicher” als typische Print-Buch-Leser

Eine Infografik der Verlagsgruppe Random House, die auf Daten von verschiedenen Analysten und Marktforschern zurückgreift, visualisiert schön den Status Quo im E-Reading. Demnach ist der durchschnittliche US-amerikanische E-Book-Leser tatsächlich weiblich – und das sogar noch mehr als der typische Print-Buch-Leser (63%-37% E-Book, 59%-41% Print-Buch).

Ansonsten bestätigen sich die typischen Vermutungen, allerdings ist die Schere in den letzten Jahren deutlich kleiner geworden. Die Unterschiede hinsichtlich Alter (E-Book-Leser jünger als Leser gedruckter Bücher), Bildung (E-Book-Leser gebildeter) und Einkommen (E-Book-Leser besser verdienender) sind noch da, aber zu vernachlässigen. Random House merkt außerdem an, dass E-Book-Leser überdurchschnittlich zu Krimis, romantischer sowie generell erzählender Literatur greifen. Außerdem sind E-Book-Leser diskussionsfreudiger, informieren sich laufend über Neuerscheinungen und sie unterschreiben häufiger als Print-Leser die Aussage, Lesen sei ein wichtiger Teil in ihrem Leben (73 zu 60 Prozent).

In den USA liest inzwischen jeder fünfte Erwachsene E-Books, auch in Deutschland nimmt der Anteil der E-Book-Leser rasch zu. Schon daran lässt sich ablesen, dass E-Books immer mehr auch demographisch in der Mitte der Gesellschaft ankommen. Dass E-Books noch häufiger als Print-Bücher von Frauen gelesen werden, ist trotzdem mehr als ein kleines Ausrufezeichen.

Deutsche E-Book-Leser noch eher männlich?

Der deutsche E-Book-Markt hinkt zwei bis drei Jahre hinter dem in den USA zurück, darin sind sich Analysten einig. Mit der geringeren Durchdringung mögen auch etwas andere soziodemographische Werte einhergehen.

In unserem E-Reader-Forum gibt es derzeit ein Geschlechterverhältnis von 61%:39% (männlich/weiblich) gemäß der Eigenangaben im Profil. Allerdings haben nur gut 10% aller Nutzer dieses optionale Feld ausgefüllt (1.504 von 10.684). Unter den 1.107 Fans unserer Facebook-Seite sind 43% weiblich und 56% männlich (1% keine Angabe). Nun kann man natürlich darüber diskutieren, ob sich Männer per se mehr aktiv informieren und mit eigenen Beiträgen einbringen, eher ihr Geschlecht angeben (im Fall vom Forum) oder einfach mehr an Hardware-Themen interessiert sind, wie wir sie auf lesen.net viel behandeln. Aber schon diese recht ausgeglichenen Werte zeigen: E-Books sind schon lange nicht mehr die Männer-Domäne, als die sie selbst auf Branchen-Events immer noch dargestellt werden.

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Kommentare


Wer liest denn nun eigentlich eBooks? [Infografik] | eBook-Fieber 29. Januar 2013 um 13:20

[…] der deutliche Ausschwung in Richtung Frauen in der eBook-Leserschaft auch für Deutschland gilt? Johannes von lesen.net hat da so seine Zweifel. Zumindest im angeschlossenen E-Reader-Forum und der Facebook-Seite gibt es […]

Antworten

eBooks: Wohin die Reise geht … | readbox.blog 3. April 2013 um 09:52

[…] – darüber gibt’s viel zu erzählen), über die ebenso ständig interessante Frage, wer eBooks eigentlich wirklich liest – und wie … und wo … bis hin zum aktuellen Urteil eines New Yorker Gerichts über […]

Antworten

(SH)E-book? RandomHouse study shows who reads on tablets | Büchersenf 5. Mai 2013 um 11:59

[…] The other day the research department of Random House, namely Ms Mina Park, aggregated findings of various studies and analyses regarding Ebook usage. They came up with some insightful remarks, such as: ebook readers are 1) mostly women, 2) more sohisticated and intellectual than their print counterparts and 3) richer, too. See the graphic for yourself and find out the numbers behind here; and see what it could mean for the German market here… […]

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