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eBook Reader Test

eBook Reader Test

eBook Reader Test

Wir haben auf lesen.net zahlreiche eBook Reader der unterschiedlichsten Klassen getestet. Ziel ist es, Lesefreunden die eBook-Reader-Wahl zu erleichtern, denn die ist keine einfache. Rund zwei Dutzend aktuelle Geräte mit Bildschirmgrößen zwischen 6″ und 7,8″ (Kobo Aura One) sind derzeit im deutschen Handel erhältlich. Und diese Zahl umfasst nur dedizierte Lesegeräte, also eBook Reader mit augenschonenden E-Ink-Displays.

Daneben gibt es noch unzählige Tablets, auf denen ebenfalls unterwegs eBooks gelesen werden können. iPad Air 2 , Nexus 9 & Co. bieten zwar wesentlich mehr Möglichkeiten. Diese Geräte sind aber schwerer und haben kürzere Akkulaufzeiten, ihre hintergrundbeleuchteten Displays spiegeln in der Sonne und  sind zur mehrstündigen Betrachtung von Text nur bedingt geeignet.

eBook Reader Test: Die Bewertung

Wir testen eBook Reader in verschiedensten Kategorien von Optik und Haptik über die Softwarefunktionen bis hin zur Bildschirmqualität. In der Regel wird der Testtext durch ein rund 15-minütiges Video ergänzt. Unter dem Strich steht eine Endnote, die den Gesamtqualität des Lesegerätes wiederspiegelt und sich am Schulnotenspektrun orientiert. Dabei schrecken wir als kritisches journalistisches Magazin auch vor schlechten Noten nicht zurück.

Testsieger: Ganz vorne Amazon, Kobo und Tolino

Kindle Voyage auf Kindle Paperwhite

Kindle Voyage auf Kindle Paperwhite

Den ersten Platz im eBook Reader Test mit einer Testnote von jeweils 1,4 teilen sich aktuell vier derzeit erhältliche Geräte mit höchst unterschiedlicher Ausrichtung.  Der Kindle Oasis (Testbericht, 290 Euro bei Amazon.de) verfügt über das beste Display, kein anderer eBook Reader stellt Text so scharf und kontrastreich dar. Hinzu kommt eine sehr ausgereifte Firmware, ein gut ausgebautes App-Ökosystem und ein prall gefüllter und exzellent integrierter eBook Store. Nirgendwo sonst gestalten sich eBook-Kauf und -Verwaltung so einfach. Wermutstropfen sind der stolze Preis – beim Wunsch nach einem integrierten Mobilfunkmodul fallen gar 350 Euro an – und der mangelnde epub-Support nebst Adobe Kopierschutz, womit man im Bereich kommerzieller Literatur weitgehend auf Amazon.de als Händler beschränkt ist.

Letzteres gilt auch für den Kindle Voyage (Testbericht, 190 Euro bei Amazon.de) und für den Kindle Paperwhite 3 (Testbericht, 120 Euro bei Amazon). Das E-Ink-Carta-Display dieser beiden Geräte löst genauso hoch auf wie das des Kindle Oasis und bietet ebenfalls eine exzellente Textanzeige, ist im direkten Vergleich allerdings etwas kontrastschwächer. Die Betriebssysteme der drei Kindle-Geräte sind identisch, womit die oben genannten Vorteile auch für Voyage und Kindle Paperwhite 3 gelten. Die Preisdifferenz von mehr als 50 Euro zum Kindle Voyage macht den Kindle Paperwhite 3 zum Preis-Leistungs-Sieger, wobei der gegenüber dem “PW 3” etwas kontrastreichere und gegenüber dem Oasis wesentlich günstigere und ausdauerndere Kindle Voyage als guter Kompromiss angesehen werden kann.

Kobo Aura H2O: Note 1,4 im eBook Reader Test

Kobo Aura H2O: Note 1,4 im eBook Reader Test

Wem der Wunsch nach mehr Displayfläche hat, als sie Sechs-Zoll-Lesegeräte bieten, ist mit dem Kobo Aura H2O (Testbericht, 180 Euro bei Redcoon) am besten bedient. Auf dem  6,8″-Panel des Kobo Aura H2O hat 30 Prozent mehr Text Platz als auf konventionellen Lesegeräten, naturgemäß auf Kosten größerer Abmessungen und von etwas mehr Gewicht (230 Gramm, etwa 50 Gramm mehr als Sechs-Zoller). Der Bildschirm des Kobo Aura H2O ist außerordentlich scharf, der “Pixel-Per-Inch”-Wert von 265px wird nur von wenigen Lesegeräten übertroffen. Im Test überzeugte uns das Panel auch mit sehr guten Kontrasten und die Firmware darüber hinaus mit zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten. Ein Bonus ist die IP67-Zertifizierung: Wie die Namensgebung schon vermuten lässt ist der Kobo Aura H2O wasserdicht. Negativ fielen mäßige Qualitäten bei der PDF-Anzeige sowie der im deutschsprachigen Bereich recht lückenhafte Kobo eBook Store auf. Weil der Kobo Aura H2O epub- und pdf-Dateien auch mit Adobe-Kopierschutz liest und man beim eBook-Einkauf somit die freie Wahl hat (Amazon.de ausgenommen), handelt es sich dabei aber nur um eine Einschränkung beim Komfort.

award-tolino-vision-4-hdEbenfalls eine 1,4 vergaben wir im Herbst 2016 für den Tolino Vision 4 HD (Testbericht, 179 Euro bei Thalia). Die Tolino-Allianz der großen deutschen Buchhandelsketten und der deutschen Telekom verfolgt einen wesentlich offeneren Ansatz als Amazon, der eBook Reader kann infolge dessen aus nahezu beliebigen Quellen befüllt werden. Der Tolino Vision 4 HD kann im Vergleich den Kindle Paperwhite 3 in der entscheidenden Disziplin, der Qualität der Textanzeige, knapp hinter sich lassen. Der Tolino punktet darüber hinaus mit Wasserdichtheit, einem schicken Design samt planer Oberfläche (wie Tablets und Smartphones), einer zusätzlichen Blätterfunktion (über die Rückseite, genannt tap2flip), einem innovativen Blaulichtfilter für angenehmeres Schmökern in den Abendstunden und natürlich der offenen Plattform. Bei den Firmware-Funktionen und der Qualität der Lese-Apps hat Kindle hingegen noch die Nase vorne, im Kindle Store gibt es außerdem zahlreiche Exklusivtitel vor allem von Indie-Autoren. Unter dem Strich ist der Tolino Vision 4 HD – ebenso wie sein kleiner Bruder, der Tolino Shine 2 HD, nichts desto trotz eine sehr spannende Alternative zum Kindle Paperwhite 3, mit der interessierte Digital-Leser nichts falsch machen.

eBook Reader Testberichte im Überblick

Es folgt eine Auflistung aller bislang auf lesen.net veröffentlichten eBook-Reader-Tests. Dazu ist anzumerken, dass die Noten im Zeitverlauf natürlich nur bedingt miteinander vergleichbar sind: Der Kobo Aura One (Note 1,5 im Jahr 2016) ist in jeder Beziehung ein besseres Lesegerät als der Sony Reader PRS-650 Touch Edition (Note 1,5 im Jahr 2010). Regelmäßige Neubewertungen nehmen wir nicht vor, zumal die Geräte nach einiger Zeit vom Markt verschwinden. So haben auch nur diejenigen eBook Reader in der Tabelle “Kaufen”-Links, die aktuell noch im Handel sind.

eBook ReaderTestdatumTestnoteKaufen
Tolino Vision 4 HD2016.111,4 (sehr gut)Thalia
Kobo Aura One2016.081,5 (sehr gut)
Kindle Oasis2016.041,4 (sehr gut)
Tolino Shine 2 HD2015.101,8 (gut)Thalia
Tolino Vision 3 HD2015.101,4 (sehr gut)
Kindle Paperwhite 32015.061,5 (sehr gut)
Kobo Glo HD2015.041,5 (sehr gut)
Kindle (2014)2014.122,0 (gut)
Tolino Vision 22014.101,5 (sehr gut)
Kindle Voyage2014.101,4 (sehr gut)
Kobo Aura H2O2014.091,4 (sehr gut)
Pocketbook Ultra2014.082,8 (befriedigend)
Tolino Vision2014.041,5 (sehr gut)
Tolino Shine (2. Gen)2013.121,6 (gut)
Kindle Paperwhite 22013.101,4 (sehr gut)
Sony Reader PRS-T32013.092,0 (gut)
Pocketbook Touch Lux2013.092,2 (gut)
Kobo Aura2013.091,4 (sehr gut)
Kobo Aura HD2013.041,7 (gut)
Tolino Shine (1. Gen)2013.032,7 (befriedigend)
Bookeen HD Frontlight2012.111,8 (gut)
Kobo Glo2012.101,4 (sehr gut)
Sony Reader PRS-350 Pocket Edition2010.111,6 (gut)
Thalia Oyo2010.102,8 (befriedigend)
Sony Reader PRS-650 Touch Edition2010.101,5 (sehr gut)
Hanvon N5162010.042,4 (gut)
Pocketbook 3022010.042,9 (befriedigend)
iRex DR800S2010.032,6 (befriedigend)
Sony Reader PRS-300 Pocket Edition2010.022,2 (gut)
Onyx Boox 602010.014,1 (ausreichend)
iRiver Story2009.103,3 (befriedigend)
Sony Reader PRS-600 Touch Edition2009.093,4 (befriedigend)
Pocketbook 360°2009.091,7 (gut)

Eine Übersicht aller aktuellen eBook Reader, eingeteilt nach Klassen, haben wir außerdem im eBook Reader Vergleich zusammengestellt.

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